Archive for November, 2009

Giessen Sie Ihre Pflanze via Twitter

Giessen per Twitter

Giessen per Twitter

Wie hübsch. Da gab es früher die Tamagotschis aus Japan – das elektronische Lieblingstier zum virtuellen pflegen.

Jetzt werden die Grenzen aufgeweicht zwischen virtueller und reeller Welt. Das work.innovationblog stellt die Verbindung von Twitter zur Pflanze her – einen Giessfernmelder sozusagen. Denn einen Haken hat die Sache schon noch: gießen müssma immer noch selbst. Obwohl – neben den tweet auch gleich ein Ventil an der Wasserversorgung zu öffnen sollte technisch nun auch wieder eine lösbare Aufgabe sein.

Ich sehe da allerdings eine weitaus einfacherer Lösung die im Bild schon gezeigt ist – man nehme einfach genügsame Pflanzen – wie Sansevieria trifasciata – oder einen schlichten Kaktus. Keiner von beiden stirbt gleich – nur weil die Heerscharen von Followern nicht zum Guß kommen, weil die Haustür leider noch nicht Twitter-gesteuert ist.

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Mikroben und anderes kleines Viehzeuch

mikroben_plueschHier hat Niko was entdeckt – eigentlich sind es ja kleine Stinker, die uns manchmal das Leben ganz schön sauer machen können. In diesem Fall geht es aber um sympathische, freundlich lächelnde Plüschversionen von Magengeschwür, Schweinegrippe, Fußpilz und Co, die sich sicher hervorragend zum knuddeln eignen. Und ganz ehrlich, bei diesem Kuschelformat ist es egal ob man seinen Liebsten Stachybotrys, Spermien oder Staphylokokken an den Kopf wirft 8-)

Einzig was Niko und ich schmerzlich vermissen: die Wollläuse, Spinnmilben und Scaria1 – und am meisten: das Kakteenvirus.

Besonders schön: all die kleinen Monster gibt es in verschiedenen Größen als Plüschmikroben zu kaufen.

  1. diese drei wären sicher auch zum Aggressionsabbau für Pflanzenfreunde geeignet, wenn ein Schädling sich mal wieder hinterrücks über die Sammlung hergemacht hat []

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Argentinien besuchen – mal aus ganz anderen Gründen

Autogeschichten aus Argentinien

Autogeschichten aus Argentinien

Um nicht gleich wieder Verwirrung zu stiften: nicht ich bin auf Reisen – diesmal ist es der Andre – wieder so ein reiselustiger Sachse – von Chemnitz (vormals Karl-Marx-Stadt) nach Frankfurt, nach Argentinien (bisher Bahn und Flugzeug), von dort einen aufgerüsteten W501 über Uruguay … per Schiff über Dakar … wieder zurück nach Deutschland zu holen.

Soweit die Theorie.

Allen die sich schon einmal mit Mittel/Südamerikanischen Zollbehörden herumgeschlagen haben wissen – es ist nicht besser oder schlechter als beispielsweise in Afrika.

Aber es kann enorm unterhaltsam sein – wenn Andre beispielsweise vier Tage lang Modrigez Martino de Aduana – den Mann vom Zoll – belagert, um seine 10 Tonnen DDR-Relikt über die Staatsgrenze zu schaufeln. Wenn er unterwegs körperliche Schäden durch angeblich ganz deutsches Sauerkraut und jugendliche Wurfgeschosse erleidet – sein Zelt barmherzig mit jungen Hunden teilt (die wissen ganz offensichtlich genausowenig wie unser Hund, dass Andre eine fette fakultative Hundeallergie hat). Wenn er Weihnachtsbäume trifft, und mittels Quad ein wenig die Kraftfahrzeugtechnik des Landes dokumentiert.

Es ist eine ebenso unterhaltsame Geschichte, wie sie für mich auch verwunderlich ist – denn eigentlich kann Andre nicht fliegen – so war zumindest das bisherige Statement.

Und irgendwie war Andre auch nicht alleine. Er ist schon ein Einzelkämpfer, aber nie ohne irgendwen der erreichbar wäre. Aber eigentlich ist das unerheblich – denn was machen 12.000 Kilometer, die reißt man doch an einem Tag runter :) Und so locker flockig wie er dort drüben alle Probleme löst und sich trotzdem dabei köstlich amüsiert (Stichwort 30 m² Humidor + Deutsches Pils). Das lässt für mich nur einen Schluß zu: Menschen wachsen mit ihrer Verantwortung.

In diesem Sinne: einen Guten Weg – blick und Kühler nach vorn in den Wind! – alles Gute Andre!

  1. ein W50 ist ein LKW der in Werdau (DDR) 1949 entwickelt wurde und 1950 in Serie ging – und das blieb er bis 1987 äußerlich unverändert. Der DDR-Universal-Lkw hat heute hierzulande nur noch wenige Domainen – in der Landwirtschaft und als geländegängiges Wohnmobil. []

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Netzwerk Pflanzensammlungen op. 2

Gestern und heute war ich in Bonn. Bei der BLE1 trafen wir uns auf Einladung der Deutschen Gartenbaugesellschaft im kleinen Kreis zum Thema Netzwerk Pflanzensammlungen. Vertreten waren neben der DGG das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV), der Zentralverband Gartenbau, der Bund der Staudengärtner, die Deutsche Dahlien-, Fuchsien- und Gladiolengesellschaft und verschiedene kleinere Gesellschaften. Mein Ziel für das Treffen war erste konkrete Umsetzungen von Wünschen die auf dem ersten Symposium in Erfurt geäußert wurden. Im Sommer ging es um die Sicherung des Erhalts von gefärdeten Pflanzensammlungen, dazu hatten wir uns bereits existierende Lösungen aus der Schweiz und Großbritannien (Council National Plant Heritage) angeschaut.

In Bonn wurden erst einmal verschiedene formelle Fragen diskutiert, für meinen Geschmack war das streckenweise weder interessant noch fruchtbar – aber gehört halt auch dazu. Für mich war wichtig, das eine kleine informelle Arbeitsgruppe gebildet wurde, die nun die nächsten Schritte einleiten soll und da geht es dann schon konkret um die Fragen2:

  1. was können wir unternehmen, wenn Pflanzensammlungen in Gefährdung geraten3
  2. um einen Überblick zu bekommen: welche Pflanzensammlungen existieren eigentlich, und welche Pflanzen werden dort gesammelt
  3. gibt es bereits Archive, Aufzeichnungen, Listen oder partielle Übersichten über existente Pflanzensammlungen
  4. welche technischen Möglichkeiten sind bereits vorhanden, um eine Übersicht über die existenten Pflanzensammlungen zusammenzutragen

Üblicherweise verkrieche ich mich am Abend dann ins Hotel, um ein wenig zu arbeiten (irgendwas habe ich immer mit dabei), aber diesmal habe ich mit Lüder Nobbmann die Bonner Innenstadt unsicher gemacht. Lüder Nobbmann ist nicht nur Oberster der deutschen Friedhofsgärtner, er ist auch altgedienter Staudengärtner, unheimlich fastzinierend und beschäftigt sich nebenbei als Hobby mit der Bedeutung von Pflanzen und deren erotischer Wirkung. Als ein jung gebliebener Herr im reiferen Alter ist er gesegnet mit einer reichlichen Portion Charisma. Für mich ein sehr sympatischer Zeitgenosse und Gärtnerkollege.

Er hat es sich nicht nehmen lassen, mir die Sehenswürdigkeiten der Bonner Altstadt zu zeigen. So suchten wir nach dem Gang über den schnuckeligen Bonner Weihnachtsmarkt nach dem alten Bonner Rathaus. Unterwegs entdeckte ich einen >> “Thüringer Art” Grill in der Fußgängerzone. Ein Stückchen weiter wurden wir zum Abendlob in eine katholische4 Kirche eingeladen und kamen gerade recht zu einem sehr schönen Choral.

Hochsicherheitsverkaufsautomat, Bonn HBf

Hochsicherheitsverkaufsautomat, Bonn HBf

Neben dem Beethoven-Haus kehrten wir dann im Gasthaus “Zum Stiefel” ein. Eine urige Kneipe in der es schlichte aber ausgezeichete lokale Gerichte gab – mit “Himmel un Erd” bin ich schon in Köln vor etwa zwei Jahren gut gefahren, also hier ein neuer Versuch – passend dazu natürlich einige Stangen Kölsch. Es wurde ein sehr vergnügter Abend, vor allem der reichlich angeheiterte Schotte der mit seinen zwei Freundinnen mit an unserem Tisch saß sorgt für reichlich köstliche Unterhaltung. So lernte ich endlich die exakte Definition des britischen Pint5 kennen und welche seinder Freundinnen ihn aus welchen Gründen liebt :) . Ausführlich sprachen wir über das schöne Dasein des Friedhofsgärtners, das ist ein wirklich spannender Job … wenn ich nicht schon was zu tun und eine wunderbare erfüllende Aufgabe hätte ;)

Für meine mitgebrachte Arbeit wurde es etwas später, aber nach diesem schönen Abend kein Problem.

  1. Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung []
  2. einige der Fragen und Konsequenzen sind mir selbst erst bei nochmaligem überdenken klargeworden []
  3. mir fällt an der Stelle ein – irgendwie haben wir uns im Katalog doch auch schon mal vor einigen Jahren mit dieser Frage auseinander gesetzt []
  4. ich vermute wenigstens – es war eine katholische Kirche, der Weihrauchduft war einfach betörend []
  5. englisches Volumenmaß, wird u.a. für die Bemessung von Milch und Bier verwendet []

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Weihnachtstern mit ohne Virus

Weihnachtsstern "White Glitter" - Virus oder nicht?

Weihnachtsstern "White Glitter" - Virus oder nicht?

Gärtnerkollege Jörg Kirstein war letzte Woche beim ZDF Morgenmagazin zu sehen – Thema Weihnachtsterne. Unter anderem gezeigt die schöne Sorte “White Glitter” mit vielen weißen Flecken. Hat die nun ein Virus verursacht, oder nicht? – In der ZDF mediathek findet man die Lösung. Dort lernt man auch, das Weihnachtssterne nicht giftig sind – ich gebe zu mich mit der Art noch nicht wirklich auseinandergesetzt zu haben, und war bisher der Meinung Euphorbien sind mehr oder minder giftig. Das Euphorbia pulcherrima diesbezüglich ganz aus der Reihe tanzt war mir neu.

Am Rande – im Moment wird es im Blog etwas ruhiger werden – wir haben ganz viele Aufträge die wir natürlich möglichst schnell verschicken möchten – da habe ich nicht so viel Zeit zum schreiben.

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Schlaue Pilze – Mykorrhiza

“Mykorrhiza, lässt Pflanzen einfach besser wachsen.”

Eigentlich ist es keine große Zauberei – die Pilze die Wachstum und Gesundheit von Pflanzen wie von Zauberhand positiv beeinflussen. Für Fachleute liegt es auf der Hand, dennoch macht es Sinn ein wenig genauer hinter die Aussage zu schauen und was es mit den ‘vergesellschafteten Nutzpilzen’ auf sich hat.

Mykorrhiza-Pilze gibt es (fast) überall dort wo es Pflanzen gibt – nicht nur im Wald, sondern auch in unwirtlichen Gegenden, in denen Sukkulente Pflanzen leben. Sie bilden mit den Pflanzen eine Symbiose1. Konkret funktioniert das so:

Mykorrhiza schematisch (Quelle: Neudorff)

Mykorrhiza schematisch (Quelle: Neudorff)

Die Endomykorrhiza besteht aus winzigen, feinen “Fäden”, den Mycelien (1) die in die Wurzeln der Pflanze hineinwachsen. Dort bilden sie kleine Bläschen, die Arbuskeln (2). Sie fungieren als Schnittstelle zwischen Pilz und Pflanze und sorgen für den Austausch zwischen Pilz und Pflanze. Die Mykorriza versorgt die Pflanze mit Wasser und Nährstoffen. Umgekehrt liefert die Pflanze “aufbereitete” Nährstoffe für den Pilz. Zusätzlich legt die Mykorrhiza außerhalb der Wurzel Nährstoffspeicher, die Vesikel (3) an.

Um das in einfachen Worten zusammenzufassen: durch das Zusammenleben von Pilz und Wurzel vergrößert sich das Wurzelvolumen der Pflanze um ein Vielfaches, die Folge: die kontinuierliche Versorgung der Pflanze mit Wasser und Nährstoffen wird deutlich verbessert. Das Wachstum, die Gesundheit und die Wiederstandskraft haben viel bessere Bedingungen.

  1. Lebensgemeinschaft in der beide Partner sich gegenseitig nützen []

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Ministerpräsidentin und zwei Drehtermine

Einiges habe ich ja schon über die Ereignisse aus der vergangenen Woche erwähnt. Der Donnerstag ist jedenfalls zu kurz gekommen:

Für den Nachmittag ist geplant, den ersten Umzug von Anton und den Jungs zu dokumentieren (gärtnerdeutsch: pikieren) – nur unsere Kollegin die das machen sollte ist krank – also eine kurze Absage per SMS an den Mann mit der Kamera, denn telefonisch ist der so früh noch nicht erreichbar.

Heute vormittag ist Aufzeichnung für die Adventssendung des mdr-Garten. Morgens haben wir also schöne blühende Pflanzen zusammengesucht (ja, das gibts sogar noch um diese Jahreszeit). AQls wir diese einladen wollten – ist unser Transporter gerade unterwegs zum Baustoff-Shopping. Mist!

Also alles was klein ist in den PKW, die A-Klasse fasst ja alles mögliche – fix ins Funkhaus fahren. Umziehen, Maske, derweil werden die Pflanzen ausgeladen und im Studio hübsch drapiert. Kurz vor Drehbeginn sind dann auch die großen Pflanzen mit dem Transporter da.

Kurze Vorbesprechung – den groben Ablauf haben wir schon am Montag geklärt, Trockenlauf und dann gehts los. Blühende Lithops und Aloe und in der zweiten Runde Schlumbergera und dann bleibt nur noch ganz kurz Zeit für ein bisschen Sinningia. Auch wenn insgesamt fast fünf Stunden Drehzeit verbraten werden frage ich mich jedesmal danach wie schnell die Zeit gerannt ist. Um 11.30 Uhr wartet “mein Chauffeur”  – schnell wieder durch die Maske, zweiter Fehltritt – ich habe die Schuhe zum Anzug nicht mit – gut, dann sind wir heute “ganz normal” gekleidet zum hohen Besuch.

Besuch bei Ministerpräsidentin Lieberknecht November 2009

Besuch bei Ministerpräsidentin Lieberknecht November 2009

Mit Kaktus (Neoporteria) in der einen Hand, Blumenstrauß in der anderen gehts in die Staatskanzlei. Wir dürfen in einen bemerkenswert unscheinbaren Flur betreten, werden noch einmal kurz in zwei schicke Sessel komplimentiert. Ein paar Minuten später stehe ich im Büro und schüttel Frau Ministerpräsidentin Lieberknecht die Hand. Ich gebe zu, das ist schon etwas aufregend. Auch wenn ich mir sage, sie ist auch nur ein Mensch, grinse ich auf dem direkt darauf entstandenen Foto wie ein Honigkuchenpferd :lol:

Im Gespräch danach geht es um Schul- und Pfarrgärten, Äpfel und anderes Obst, Traditionen und neue Chancen und irgendwie muß ich mich selbst daran erinnern, wem ich da gerade gegenüber sitze. Es ist ein freundliches und offenes sprechen, da ist nichts von vorbehaltlichen Gedanken oder schaumgebremsten Aussagen. Und ich finde auch tatsächlich zwei Projekte von gemeinsamen Interesse. Schauen wir mal, was wir davon auf die Beine stellen.

Nachdrehen beim mdr für die erste Adventssendung 2009

Nachdrehen beim mdr für die erste Adventssendung 2009

Eine halbe Stunde später gehts wieder zurück ins Funkhaus. Ich versuche noch mal unseren Kameramann telefonisch zu erreichen. Inzwischen geht auch jemand ans Telefon – allerdings hat er keine Kamera und wollte uns heute Nachmittag auch gar nicht besuchen. Falsche Nummer – da war einfach jemand anderes dran. Mir schwant böses. Beim mdr wird immer noch an den Pflanzen gedreht. Erst um 14.30 Uhr habe ich alle Pflanzen wieder an Bord, auf dem Heimweg kommt mir ein Mann mit einer großen Kiste zu Fuß1 (!!) entgegen. So kann ich ihn wenigstens nach Hause fahren und wir haben noch etwas Zeit, die weiteren Details zu besprechen und verschieben die Aktion aufs zeitige Frühjahr. Das ist mir sehr sympathisch, für die Pflanzen erheblich gesünder und das ganze kann besser vorbereitet werden. So haben kleine “Unfälle” doch manchmal ihr gutes Ende.

***

Eine kleine Aufklärung tut vielleicht doch noch Not – in der Vergangenheit ist mir aufgefallen: Kakteen werden gern an unliebsame Politiker verschenkt. Mir war wichtig, diesmal ein Signal in die entgegengesetze Richtung zu setzen. Ich mag mit keinem Politiker tauschen. Einen Job zu machen, der wenigstens der Hälfte der Betroffenen überhaupt nicht passt und immer Mecker bringt – nein, das würde ich nicht ertragen.

Wie schön ist es doch Kaktusgärtner zu sein. Ich glaube aber, Frau Lieberknecht wollte trotzdem auch nicht mit mir tauschen – ist sicher auch gut so ;-)

  1. ihm ging es wie mir heute morgen, sein Auto war nicht wie verabredet da – so ist er einfach gelaufen – das nenne ich Zuverlässigkeit []

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Schöne und neue Dinge im neuen Katalog

Wie so oft sind die Neuigkeiten im frisch erschienenen Herbstkatalog erst wieder auf den letzten Drücker eingetroffen. Und in einem Fall ist der Katalog schon fertig aber die Ware noch nicht da.

Schlumbergera Hochstamm Abbildung aus dem Kakteen-Haage Katalog 1926

Schlumbergera Hochstamm Abbildung aus dem Kakteen-Haage Katalog 1926

So sieht es beispielsweise bei unseren hübschen Schlumbergera-Hochstämmchen aus. Die kommen erst am übernächsten Montag hier an – erfreuen sie uns noch länger mit ihren schönen Blüten. Hochstämmchen haben eigentlich eine lange Tradition – schon vor mehr als achtzig Jahren waren sie schon einmal groß in Mode. Im Jahre 1926 hieß die Gattung Schlumbergera noch Epiphyllum – der Begriff Kronenbäumchen ist natürlich auch sehr hübsch gewählt. Ach ja, weil bis heute nicht sicher ist, ob das ganze auch noch klappt sind die Schlumbergera-Hochstämmchen auch nicht im Katalog. Der Preis wird unter 20 Euro liegen.

Zwei andere neue Artikel sind schon hier: Mykorrhiza und Kieselgur. Beide haben eins gemeinsam, es waren Wünsche, die schon seit längerem nachgefragt wurden … hmm, von denen uns gewissermaßen unsere Kunden erst überzeugen mussten. In beiden Fällen habe ich mich dann irgendwann mal schlau gemacht … und war auch fasziniert – von den Kieselalgen1 die als Mutter aller Zuschlagstoffe Karriere machen und von den winzigen Pilzen2 die durch ihre blosse Anwesenheit die Nährstoffversorgung von Pflanzen aller Coleur verbessern und damit für ein gesünderes und gleichmässigeres Wachstum sorgen. Diese beiden werden in jedem Fall bei unserer nächsten Aussaat3 eine Rolle spielen und ich bin überzeugt davon, es wird eine positive sein. Nur eins habe ich noch nicht herausgefunden: heißt es nun der, die, oder das Kieselgur – ich tendiere ja zu letzterem, aber wer weiß?

Mehr Detailinformationen über Mykorrhiza gibt es in diesem Artikel in Kürze.

  1. Kieselgur []
  2. Mykorrhiza []
  3. die ersten Samen kommen gerade in die Aussaatbox []

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Herbstkatalog online und schon angekommen

Kakteen-Haage Herbstkatalog 2009

Kakteen-Haage Herbstkatalog 2009

Soooo liebe Leute, wir haben es geschafft – der Katalog ist seit heute Mittag online und kann als pdf hier runtergeladen, oder als Printversion per Post bestellt werden.

Heute – überpünktlich um 13.34 Uhr ist das erste Exemplar schon bei einer glücklichen Kundin eingetroffen die voller Freude auch gleich daraus einige Gymnocalycium bestellt hat.1

Für alle die nicht mehr länger warten mögen – seit heute Mittag ist der Shop auf dem aktuellen Stand – alle Pflanzen die wir verfügbar haben können ab sofort direkt im Shop bestellt werden – klar – wer früh bestellt bekommt natürlich auch sein Paket am schnellsten ;-)

In den nächsten Tagen wird es bei uns sicher ganz schon turbolent zugehen. Trotzdem will ich morgen noch mal schauen, ob ich nicht noch hier einige Anmerkungen zu Neuheiten fallen lasse und und ein paar Geheimtipps zu Nachträgen gebe…

  1. die Post hat sich damit mal wieder selbst übertroffen und einen Tag früher ausgeliefert, als geplant – wie schön []

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Schwein grillen

Als Thüringer hat man von Geburt an eine gewisse Affinität zum grillen. Irgendwann waren Würstchen zu klein und der Wunsch nach größeren Herausforderungen. Seit einigen Jahren sammel ich nun schon Erfahrungen mit Schafen (Lämmern) aus eigener “Vermehrung”. Die grillen wir inzwischen einmal jährlich auf der Cactusfarm mit immer mehr Zuspruch.

Mit der Einladung von Ralph und Nicole hat die Sache eine neue Dimension angenommen. Sie haben sich zu ihrer Hochzeit zwei Schweine vom Grill gewünscht. Natürlich nicht einfach zwei kleine  Spanferkel, sondern dann gleich die Obergrenze – 2 x 50 kg sollen es werden. Gehen wir es an, das wird schon. Doch selbst bei den Jungs vom Grillsportverein endet die Skala “Schwein” bei 30 kg. Aber ich lerne eine ganze Menge über Grills, Spießumdrehungszahlen, und Grillvorbereitung. In den restlichen Fragen verlasse ich mich einfach auf meine Erfahrungen. Für die Marinade hole ich mir bei Steven Raichlen ein paar Inspirationen und modifizieren sein cubanisches Weihnachtsferkel noch ein wenig. Das ist auch eine Problemzone, denn ich bin mit der Marinade in Erfurt, Schweine und Fleischer sind in Hessen. Darum reiste am Dienstag ein Eimer Marinade per Post zum einbalsamieren der Schweine.

Doppelgrill ist mit zwei Schweinen bestückt und betriebsbereit

Doppelgrill ist mit zwei Schweinen bestückt und betriebsbereit

Freitag Abend bin ich mit Ralf gen Hessen gestartet um Samstag früh rechtzeitig den Grill anzufeuern. Die Bedingungen hier sind ideal. Der doppelläufige Grill von Jörg steht schon unter einem Dach bereit, daneben einige Klafter Ahorn und Buche sowie 40 Kilo Holzkohle. Eine Stunde später als geplant glüht der Grill, Ralph und Ralf machen sich daran die Schweine auf dem Spieß zu  montieren. Zu dritt stehen wir uns schön im Weg, darum mache ich mich an den Kaktus-Salat, schneide Knoblauch und meinen Daumen. Als ich fertig bin drehen sich beide Schweine schon fröhlich und das erste ist schon richtig kross. Höchste Zeit für Löscharbeiten. Dazu habe ich eine Mischung aus Wasser, Apfelessig und Black Magic Finisher vorbereitet. Eine Sprayflasche ist der ideale Applikator und schützt vor verbrannten Fingern. Beim ersten Testlauf mussten die Beine komplett abgeschnitten werden, die Köpfe fehlten von Beginn an, sonst wäre der Spieß zu kurz gewesen. Die Keulen eigneten sich hervorragend zum probieren und abfüttern der Kinder und ersten Hungrigen. Die Keulen hingen provisorisch über dem Glutkasten, und waren dadurch wesentlich schneller gar. Die ersten Proben gingen schon nach 45 Minuten über den Tisch. Draußen regnet es, die Dachrinne wird schnell noch repariert, nach secht Stunden haben wir schon 58°C Kerntemperatur.1 Dennoch, das Fleisch ist lecker und auch von der Marinade ist noch eine feine Note zu spüren.

Planmäßig beginnen wir gegen 20.30 Uhr das erste Schwein zu zerlegen. Das Fleisch ist butterweich und oberlecker, die Schlage von Leuten reisst nicht mehr ab. Selbst am folgenden Morgen ernten wir noch Lob für die gelungenen Wutzen2 und Anfragen, ob wir das vielleicht auch mal auf einer anderen Veranstaltung wiederholen würden. Darüber haben wir noch nicht nachgedacht, aber im Moment gibt es in Sachen Kakteen so viele Dinge zu erledigen, dass wir uns keine neuen Projekte leisten können.

  1. einziges trauriges Opfer: die Schwarte ist zum großen Teil futsch. []
  2. so heisst Schwein in Hessen []

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Bewegte Woche und neuer Katalog

Der Herbstkatalog 2009

Der Herbstkatalog 2009

Diese Woche ist wirklich reichlich berichtenswertes passiert, das vordringlichste jetzt:

Der neue Herbstkatalog ist fertig !

. gedruckt

. im Briefumschlag

. mit Adresse versehen

. von der Post abgeholt.

In wenigen Tagen1 werden die ersten Umschläge im Briefkasten ankommen. Parallel dazu wird unser vollständiges Samen- und Pflanzensortiment auch online verfügbar sein (das gesamte Samensortiment ist im übrigen schon online).

Dann gibt es auch einen kleinen Bericht über meine Erlebnisse beim mdr und worüber ich mit der Ministerpräsidentin geplaudert habe :)

Jetzt darf ich aber erstmal ins Wochenende verabschieden – und zwei Schweine grillen (ich bin in die Grill-Oberliga aufgestiegen :-P ) – vielleicht gibt es auch noch ein bischen Kaktus dazu … mal sehen.

  1. die Post sagt ab Mittwoch []

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Tanzende Kakteen

Ralf H. hat im großen, weiten Internet mal wieder eine Entdeckung gemacht: tanzende Kakteen.

CD Japlan -  Tanzende Kakteen

CD Japlan - Tanzende Kakteen

Nein, das ist kein hüpfender grusonii sondern ein Stück Musik.

Ralf moniert zu recht: “Mir ist dabei noch nicht nach tanzen zumute.”
Hat er natürlich recht – er ist eben auch kein Kaktus – und der Musikgeschmack von Kakteen ist soweit ich weiß auch noch nicht wirklich erforscht worden :)

Hier reinhören:

Jetzt anhören

 

Bei gefallen hier die CD von ‘Der Plan’ kaufen

Danke an Ralf Holzheu für den Hinweis – beobachte doch mal, ob deine Kakteen nicht vielleicht doch mit rhythmischen Bewegungen beginnen, wenn die Musik lange genug läuft :)

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Martini in Erfurt

Martini auf dem Erfurter Domplatz

Martini auf dem Erfurter Domplatz

Es ist einfach eine schöne Tradition – der Martinstag auf dem Erfurter Domplatz.

Als Kind war es ein tolles Erlebnis, mit tausenden Erfurtern und Gästen die Martinsfeier mit dem größten Gottesdienst des Jahres vor den Domstufen zu feiern und in der Dunkelheit mit der Laterne nach Hause zu gehen.

Heute sitzt die nächste Generation mit der Laterne auf meinen Schultern und singt Laternchen, Laternchen, Sonne, Mond und Sternchen …

Heute gab es noch eine besondere Erinnerung. Gestern vor zwanzig Jahren ist in Berlin ein Schlagbaum geöffnet worden. Ein Änderung die für alle Deutschen die Welt neu definierte. Für mich eine Änderung im Leben, ein neuer Horizont für den ich sehr dankbar bin. Der Martinstag vor zwanzig Jahren war ein besonderer Tag und es war schön, heute noch einmal daran erinnert zu werden.

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“Dachkakteen” gesichtet !! …noch in Columbien

Dachkakteen auf dem Gebäude des regionalen Goldmuseums von Santa Marta

Dachkakteen auf dem Gebäude des regionalen Goldmuseums von Santa Marta

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Grüße aus Cartagena de Indias/Columbien

Die erste Woche weilten wir in Taganga bei Santa Marta am caribischen Meer!

Eine üppige Pflanzenwelt reichte von den schroffen Küstenbergen bis an das

badewannenwarme Wasser heran. Beim Durchstreifen der angrenzende Betreiche

konnte ich immerhin 6 verschiedene Kakteenspezies auffinden.

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