Autogeschichten aus Argentinien

Autogeschichten aus Argentinien

Um nicht gleich wieder Verwirrung zu stiften: nicht ich bin auf Reisen – diesmal ist es der Andre – wieder so ein reiselustiger Sachse – von Chemnitz (vormals Karl-Marx-Stadt) nach Frankfurt, nach Argentinien (bisher Bahn und Flugzeug), von dort einen aufgerüsteten W501 über Uruguay … per Schiff über Dakar … wieder zurück nach Deutschland zu holen.

Soweit die Theorie.

Allen die sich schon einmal mit Mittel/Südamerikanischen Zollbehörden herumgeschlagen haben wissen – es ist nicht besser oder schlechter als beispielsweise in Afrika.

Aber es kann enorm unterhaltsam sein – wenn Andre beispielsweise vier Tage lang Modrigez Martino de Aduana – den Mann vom Zoll – belagert, um seine 10 Tonnen DDR-Relikt über die Staatsgrenze zu schaufeln. Wenn er unterwegs körperliche Schäden durch angeblich ganz deutsches Sauerkraut und jugendliche Wurfgeschosse erleidet – sein Zelt barmherzig mit jungen Hunden teilt (die wissen ganz offensichtlich genausowenig wie unser Hund, dass Andre eine fette fakultative Hundeallergie hat). Wenn er Weihnachtsbäume trifft, und mittels Quad ein wenig die Kraftfahrzeugtechnik des Landes dokumentiert.

Es ist eine ebenso unterhaltsame Geschichte, wie sie für mich auch verwunderlich ist – denn eigentlich kann Andre nicht fliegen – so war zumindest das bisherige Statement.

Und irgendwie war Andre auch nicht alleine. Er ist schon ein Einzelkämpfer, aber nie ohne irgendwen der erreichbar wäre. Aber eigentlich ist das unerheblich – denn was machen 12.000 Kilometer, die reißt man doch an einem Tag runter 🙂 Und so locker flockig wie er dort drüben alle Probleme löst und sich trotzdem dabei köstlich amüsiert (Stichwort 30 m² Humidor + Deutsches Pils). Das lässt für mich nur einen Schluß zu: Menschen wachsen mit ihrer Verantwortung.

In diesem Sinne: einen Guten Weg – blick und Kühler nach vorn in den Wind! – alles Gute Andre!

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Blogger seit 2005,

Kaktusgärtner aus Passion - seit 1970,

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... und Gärtner in der Blumenstadt Erfurt seit 1685

  1. ein W50 ist ein LKW der in Werdau (DDR) 1949 entwickelt wurde und 1950 in Serie ging – und das blieb er bis 1987 äußerlich unverändert. Der DDR-Universal-Lkw hat heute hierzulande nur noch wenige Domainen – in der Landwirtschaft und als geländegängiges Wohnmobil. []