Ulrich Haage schrieb Montag, 29. Juni 2009
· unter aus Presse + Post
Damit wir auf der Nordhalbkugel auch mal wissen, wie es im Süden gerade ist und was die als wärmeliebenden Sukkulenten für (Un-)Wetter aushalten – ein Sukkulenten-Wetterbericht aus Südafrika:
Mid june: A massive low pressure system moves south from central africa into central southern Africa bringing soaking rains to the Kalahari, the karroo and the northern Transvaal low veldt. This would be normal in summer but highly abnormal for our mid winter. This system hangs around for several days.

So kalt ist es in Teilen Südafrikas
Last week in june. A series of cold front low pressure systema move in from the southwest atlantic bringing heavy rain and snow to the western cape which is normal for us. One of these cold frontal systems is severe with gale force winds battering the cape and than moving north east across the entire country in the process dumping more rain everywhere. Than the skies cleared and the night temperatures dropped dramatically. The only parts of southern Africa which escaped frost were the narrow coastal belt regions elsewhere.
Springbok: minus 2 C. Home to Conophytum bilobum and violaciflorum and Lithops marmorata among many other succulents.
Khamiesberge: home to Berrisfordia, Conophytum pageae, depressum, Othonna euphorboides at the higher peaks where almost certainly iced up.
Central cedarberge where the high peaks snowed in and where only a little lower Conophytum minusculum + v. leipoldtii, mundum, Pelargonium alternans, Dioscorea and Othonna minima grow.
Southern Cedarberg also reported heavy snow. Colonies of Aloe haemanthifolia were certainly covered in snow and Conophytum ceresianum and bicarinatum were likely iced in.
Sutherland – Calvinia region which lies on the escarpment and is routinely among the coldest in south Africa with a record of – 15 C at Sutherland recorded some years back. This is home to Lithops viridis, Aloinopsis spathulata, Crassula marnier-lapostollei and some Stomatium spp. among others.
All of the above regions fall under the winter rain area and this weather was about the norm occurring once or twice every winter.
The following was abnormal;
Central Karroo with temperatures of -1 to -6 C with a great many Euphorbias, Aloes, Mesembs, Haworthia etc.
Eastern freestate: Bethelehem which is already a cold place and home to Euphorbia pulvinata and clavaroides : – 5 C.
Transsvaal lowveldt including the Kruger national park : – 1 C.
This is already in the tropics and home to many tree-Euphorbias, Pachypodium saundersii and Adenium obesum.
It may interest the nurserymen and hobby growers just how cold this part of the world can get and that a lot of southern African succulents are hardier than most suspect.
RR.
Ulrich Haage schrieb Montag, 29. Juni 2009
· unter aus Presse + Post
Pflanzen sind gut für Menschen. Das liegt zum einen in der augenberuhigenden grünen Farbe begründet und an anderen positiven Wirkungen wie Luftreinigung und Schadstoffabbau. Eine neue Eigenschaft von Pflanzen wurde unlängst so nebenbei bei Ebay entdeckt: Pflanzen sind krisensicher.
Dr. Matthias Hell berichtet auf Computer Reseller News über “markante Veränderungen im Verhalten der Nutzer”. Die Zahl der verkauften Nutzpflanzen sei auf Ebay um 40 Prozent gestiegen, Gartenschläuche um 23 Prozent.
Ebay äußert sich selbst auch dazu:
Blühende Gärten bzw. das eigene Grundstück als Freizeitanlage für Groß und Klein sind in schwierigen Zeiten sehr wichtig für die Menschen, denn viele können sich einen Urlaub nicht mehr ohne Weiteres leisten.
Eine ähnliche lautende Prognose hörte ich bereits vor einigen Monaten aus der Branche: Wenn eine Krise naht erinnern sich die Menschen an die Pflanzen und sind viel mehr “im Grünen unterwegs”.
Auch die Kakteen freuen sich im Moment einer ungebrochenen Nachfrage. Dank einiger Veränderungen in der Technik haben wir es in diesem Jahr geschafft, deutlich mehr Bestellungen in etwas kürzerer Zeit versenden zu können. Zeitgleich sind noch mehr Kunden in unseren Gewächshäusern gewesen. Dementsprechend sind die Bestände an Epicactus-Hybriden zwar schon deutlich geschrumpft, wir sind aber für einen weiteren Ansturm gut gerüstet.
In den letzten Wochen ist die Nachfrage von Saatgut, und speziellem Pflanzenzubehör noch einmal deutlich gestiegen, wir versenden Unmengen an Erden. Passend zum derzeit stattfindenden Kakteenessen ist auch der Verbrauch an essbaren Kakteen (Opuntia ficus-indica) und allem was man zum Kakteen kochen verwenden kann im Moment immens – ganz gleich ob Kaktussenf oder der Kaktus aus der Dose – es scheint, als käme in diesem Sommer bei vielen der Kaktus nicht nur aufs Fensterbrett, sondern auch auf den Teller
Ich und unsere Mannschaft freuen uns über die gute Entwicklung und ich gönne meinen Berufskollegen den positiven Trend, in der letzten Zeit sind viele Gärtner ganz schön gebeutelt worden – wir sind weiter dran – mit aller Kraft
Ulrich Haage schrieb Samstag, 27. Juni 2009
· unter lecker kaktus
Es war ein guter Auftakt für das diesjährige Kakteenessen .
Um das erwartete Negative zu erst zu nennen: wir haben tatsächlich den neuen Scherbenreport – nicht 13 sondern 18 Sektgläser sind lautstark zu Boden gegangen. Die armen Mädels vom Service haben ganz schön den Kopf eingezogen.
Der Abend war neben dieser Kleinigkeit ungetrübt und schön, romantisch unterhaltsam und wie immer ein klein wenig spektakulär – aber das halte ich – wie auch die Menükarte lieber unter der Decke, damit die nächsten Gäste nicht etwa eifersüchtig werden.
Die dreizehn hat uns an dem Abend verfolgt. Eine Dame hat beispielsweise festgestellt: an allen Seiten der Tafeln stehen genau 13 Stühle. Wir hatten natürlich noch Reserven, falls uns eine dreizehnte Fee hätte beehren wollen.
Im Vorfeld habe ich einen Blick auf den Parkplatz geworfen auf dem wir immer wieder dunkle Autos neuester Baureihen antreffen – so habe ich vor einigen Jahren den ersten Phaeton – gemeinsam mit vielen anderen Herren an dieser Stelle bewundern können. Gestern musste ich etwas stutzen, als eine überlange weiße Limousine in der Einfahrt stand. Das ist natürlich ein angemessenes Gefährt, um mit mehr als sechs Personen zum Essen zu fahren.
Koch Uli hat sich wieder viel Mühe gegeben mit den einzelnen Kaktus-Gängen und hier und da mußte das noch einmal überprüft werden, bevor die Gäste zur Tat schreiten durften.
Je später der Abend umso unterhaltsamer die Einlagen – als letztes wurde meine Flasche Mezcal geleert – und wie es die Tradition verlangt – die Raupe gebührt dem, der das letzte Glas ausgeschenkt bekommt.
“Lecker!” hat er gesagt und keine Mine verzogen.
Ulrich Haage schrieb Dienstag, 23. Juni 2009
· unter Alltägliches
In den Weiten des Internet lauern überall Informationen an jeder Ecke.
Wer auf der Suche nach fachlich kompetenter Beratung und Pflanzen aus der Hand vom Fachmann ist…
Einfach ein Klick auf www.ihre-gaertnerei.de und man wird schnell fündig. Einfach Postleitzahl eingeben und schon finden sich die nächsten Gärtner in der Nähe.
Ulrich Haage schrieb Montag, 22. Juni 2009
· unter Alltägliches
Seit heute früh geht wieder alles – mit lautem poltern kamen heute früh ein ganzes Batallion Emails in den Posteingang gerutscht. So blieb kaum noch Zeit für die Dinge, die für heute geplant waren.
Die nächsten zwei Tage bin ich unterwegs und dann wird es höchste Eisenbahn, die letzten Vorbereitungen für das Kakteenessen zu machen. Wenig Spielraum.
Ach ja, die Kabelgeschichte…
Meine erste Störungsmeldung hat die Telekom kurzerhand nach 30 Minuten vergessen – gut, das ich mich noch ein zweites mal gemeldet habe. Wir hatten in der Zwischenzeit den Parkplatz wieder befahrbar gemacht, indem wir aus dem Kaktusbus einen Leiterwagen gebaut haben um das Kabel wieder in seine alte Höhe zu befördern. Zwei Stunden später kamen die Techniker um sich den Schaden zu besehen.
Mit großem Sachverstand stellten sie fortgeschrittene Fäulnis im Mast fest – der natürlich umgehend ersetzt werden muß. Danach verabschiedeten sie sich ins Wochende.
Am Samstag kam dann der kleine Baulaster von der Bereitschaft und bastelte (im Alleingang!) einen neuen Mast an die alte Stelle und montierte Kabel und Schaltkästen, sauste mit Steigeisen den Baum hoch und runter und war nach knapp zwei Stunden schon wieder verschwunden.
Ulrich Haage schrieb Sonntag, 21. Juni 2009
· unter Alltägliches
nun – es ist doch alles schön ruhig.
Gespenstisch.
Nichts rappelt im Kasten – die letzte Mail im Posteingang stammt vom Freitag. Hoffen wir, das läuft bis Montag alles wieder
Ob es mit der Kabelkollision vom Freitag zusammenhängt oder eine andere Ursache hat, weiß ich im Moment noch nicht. Sicher ist soweit: die Woche startet mit Datenstau.
Funkstille. tüt tüt tüt.
Ruhe.
Ulrich Haage schrieb Freitag, 19. Juni 2009
· unter Alltägliches
Letzte Woche habe ich mir darüber Gedanken gemacht – was würde wohl passieren, wenn wir von der Außenwelt abgeschnitten würden? Also kein Telefon, kein Fax, kein Internet. Plötzlich wäre es hier ganz ruhig. Entspannend, aber auch gespenstisch.
Nu ja heute mittag wäre es (fast) so weit gewesen. Die Sonne hat geschienen, es war hübsch warm. Der große Kühllaster von Kühn & Nagel kam um einige Container abzuholen – und knirsch – blieb in unserer Zuleitung hängen. Laster haben keine Gefühle sondern meist große Motoren und versuchen Hemmnisse mit Leistung zu überwinden. Laster zerrte also am Kabel – bis der am nächsten stehende Mast brach.
… hoffe, die Leitung überlebt – Updates folgen…
Ulrich Haage schrieb Donnerstag, 18. Juni 2009
· unter Alltägliches
Was ist das?
Die Obstbäumer auf der Steuobstwiese meines Freundes Jörg leiden unter häßlichen gelben Flecken – und geringem Ertrag – unter letzterem leidet eher der Beernter.
Da ich Kaktusgärtner bin und kein Obstbauer – muß ich mich mit gelben Flecken gottlob nicht auskennen, aber ich weiß, es gibt ausreichen kluge und wissende Menschen, die das tun und freue mich auf hilfreiche Ratschläge, insbesondere wie der Jörg dem Übel zu Leibe rücken kann.
Ach ja – die erdnahe Sanierung hatte ich ihm schon angedient. Darauf wollte er nach Möglichkeit verzichten. Kommentare bitte hier unten eintragen
Ulrich Haage schrieb Donnerstag, 18. Juni 2009
· unter gut zu wissen
In diesem Jahr haben wir eine extrem lange Aussaatzeit. Ende Januar haben wir schon begonnen – und morgen werden die letzten Körnchen für die “Frühjahrssaison” in die Aussaaterde kommen. Für jeden guten Kultivateur ist so eine Verspätung zwar eine mittlere Katastrophe, denn mitten im Sommer säht man einfach nicht mehr aus.
Leider haben sich die Freunde von FedEx und Zoll herzlich wenig um diese bedeutsamen Agrotechnischen Termine geschert, darum waren die Samen halt ein paar Monate unterwegs, bevor sie endlich wieder sachgerecht in die Erde gebracht werden konnten. Da aber verschiedene Arten darunter waren, bei denen an jedem Tag die Keimkraft deutlich nachlässt war seit langem schon Gefahr im Verzug.

Lithops Sämlinge aus dem Februar 2009
Ulrich Haage schrieb Mittwoch, 17. Juni 2009
· unter aus Presse + Post
Es gehört schließlich ein wenig dazu – mal zu schauen, wer da so in den Kommentaren kommentiert – als Blogger eine Frage der Höflichkeit.
Hab ich also mal geschaut – nachgeschaut bei den Gartenfreunden. Svea Tulpe und Jan Blumenmann sind ja schon sehr “gartige Namen”. Die beiden schreiben gemeinsam mit vier weiteren Gartenfreunden in ihrem Blog Gartenfreunde über ihre Freuden (und manchmal auch Leiden) bei der Gartenarbeit (so viel Freund und Garten).
Dazu gehört vom Blumenmann eine Hommage an den Blumenmann von Jürgen von der Lippe ebenso wie Gedanken zur Bekämpfung von Blattläusen. Vor den Blattläusen müssen wir als Kaktusleute gottlob nur sehr selten fürchten. Schild- und Wollläuse sind dafür leider noch unangenehmere Zeitgenossen die sich nur selten mit kaltem Wasser verschrecken lassen.
Gartenmenschen verbreiten oft ein ganz spezielles Flair. Sie haben scheinbar eine andere Zeitrechnung und sie sehen die Welt mit anderen Augen. Darum mag ich Gartenmenschenblogs.
Nur eins fehlt mir bei den Gartenfreunden noch – wer steckt eigentlich dahinter??
Ulrich Haage schrieb Dienstag, 16. Juni 2009
· unter Alltägliches
Schon seit einigen Wochen verzweifle ich beim Schreiben im Blog – die Darstellung im Backend meines geliebten WordPress war schlicht unlesbar winzig und ich habe keinen Knopf gefunden, die Schriftgröße im Admin zu verändern.

Winzige Schrift im WordPress Admin
So bloggen macht Kopfschmerzen und keinen Spaß und vor allem war ich mir keiner Schuld bewußt, etwas im Admin verstellt zu haben. Ich hatte sogar schon eins der Plugins, im Verdacht, aber es tat sich nix. Außer das meine Augen immer weiter herausquollen.
Und dann war es so, wie es so oft im Leben ist – die Lösung war simpel und der Fehler so schön verblüffend platt.
Heiko Rabe (code-styling) hat mich auf den richtigen Weg und zu klarer Sicht gebracht – obwohl es in seinem Artikel eigentlich um eine Weiterentwicklung der Sprachdateien für WordPress geht, stolperte ich im fünften Kommentar in einem Nebensatz über des Rätsels Lösung.
[wenn] … du Firefox Benutzer bist, kannst du jederzeit die STRG Taste festhalten und mit dem Mausrad die Größe anpassen. Die Font’s sind alle prozentual definiert. Und jeder Browser hat im Menü eine Funktion (meist unter Ansicht), um die Schriftgrößen zu modifizieren.
Nun, so einfach können Dinge sein. Ich wäre nicht auf die Idee gekommen, das ein Browser in der Lage sein könnte, sich für einzelne Seiten eine benutzerdefinierte Schriftgröße merken zu können – denn auf anderen Rechnern unter anderen Betriebssystemen bestand mein Schriftgrößenproblem nicht.
Ich habe voller Verzweifelung darüber nachgedacht, mir deswegen ein neues Notebook kaufen, aber das hätte mir mein Computerdealer nicht erlaubt. (was sagte der doch unlängst: “der Herr Haage liegt mir schon seit über einem Jahr in den Ohren wegen eines neuen Notebooks. Aber ich verkauf ihm einfach keins” )
Ulrich Haage schrieb Donnerstag, 11. Juni 2009
· unter aus Presse + Post
Nadeldrucker nadeln nicht nur Text aufs Papier, sondern auch in neugierige Lauscherohren. Darüber berichtet Golem – und fürs erste klingt es mehr nach einem Aprilscherz.
Michael Backes von der Uni Saarbrücken hat allen Ernstes die Druckgeräusche eines Nadeldruckers analysiert und gewissermaße dechiffriert und konnte so in Arztpraxen ausgedruckte Rezepte und Patientenakten “ablauschen”. Der Gedanke auf diese Weise auch Geheimzahlen in Banken “ausspähen” zu können halte ich allerdings für bemerkenswert, auch oder besser gerade weil die Trefferquote bei 70 % lag.
Wenn ich nur wollte …
… wir haben noch zwei gut erhaltene Nadeldrucker im Büro, ein Exemplar davon ist manchmal noch in Betrieb, druckt inzwischen aber auch keine streng geheimen Lohnunterlagen mehr.
Alles genau lesen auf Golem
Ulrich Haage schrieb Donnerstag, 11. Juni 2009
· unter aus Presse + Post
Ralf H. war in Kakteenlanden.
Eine solche Reise macht glücklich, das weiß ich aus eigener Erfahrung.
Ein Wunder? Bei solchen Erlebnissen?
Er hat sogar – so schreibt er: ein Exemplar von Kakteen von A bis Z in Tucson aufgestöbert.
Und er schrieb mir über die Gastfreundschaft der Amerikaner. Ja, das ist schön, so etwas zu erleben und es bleibt ewig in Erinnerung.
Ein einziger Haken ist an der Sache mit dem Reisen: es kann süchtig machen. Ich habe vor drei Tagen wieder eine Einladung bekommen und freue mich schon jetzt.
Falls es dir genauso gehen sollte lieber Ralf, wünsche ich dir, es möge nicht deine letzte Reise gewesen sein
Ulrich Haage schrieb Montag, 8. Juni 2009
· unter aus Presse + Post
Aus der Sicht des Berufsbildungsgesetz lautet die klare Antwort: ‘nein’.
Es gibt keinen anerkannten Berufsabschluß als Kaktusgärtner und nach deutscher bürokratischer Rechtsstaatsicht damit eigentlich auch keinen ‘Kaktusgärtner’. Mir ist das letztlich egal, die meisten Gärtner, die bei uns arbeiten heißen offiziell:
- Gärtner (Fachsparte Zierpflanzenbau), oder
- Gärtnermeister, oder
- Gartenbauingenieur – oder ganz besonders:
- Diplomgärtner – ich selbst habe einmal mit dem blumigen Titel:
- Facharbeiter für Gartenbau (Zierpflanzen), Spezialisierung Gemüsebau …
… meine berufliche Karriere begonnen, alles was für die Tätigkeit mit Kakteen nötig ist, habe ich bei der Arbeit selbst gelernt. Und ich hatte einen großen Respekt vor dem, was meine Kollegen täglich tun. Und was unsere Kunden täglich von uns wissen möchten: die vielen unaussprechlichen lateinischen Namen, Pflanze erkennen und ihre Ansprüche – dafür bewunderte ich meine Kollegen von Beginn an. Mein Vater sagte dazu lakonisch – warte einfach ab, das kommt von ganz allein.
Heute frage ich mich immer, wann das Wissen über mich “hereingebrochen” ist, und es wird jeden Tag mehr. Mit jeder Frage, für die ich mich schlau(er) machen muß.
Diese Erkenntnis ist eigentlich die wichtigste, die ich an unsere jungen Gärtner weitergeben kann, die gerade damit beginnen, zwei Ausbildungen gleichzeitig zu machen. Die offizielle für den oben erwähnten Zierpflanzengärtner, die primär in der Berufsschule dominiert wird – und die spezielle zum Kaktusgärtner, die noch ein gehöriges Maß an Wissen und Kenntnissen zusätzlich mit sich bringt. Das ist anspruchs- und manchmal mühevoll. Denn Prüfungsthemen wie Primeln ausputzen und Pelargonien stecken muß man als Kaktusgärtner zusätzlich lernen. Denn Kaktusgärtner müssen statt dessen noch Fertigkeiten beherrschen die heute schon etwas antiquiert erscheinen, weil sie durch Technologie und Spezialisierung immer weiter aus dem Berufsbild verschwinden. Aussaaten machen wir selbst. Ebenso wie spezielle Erdmischungen. Auf den ersten Blick mag das belanglos erscheinen, aber ich habe selbst gelernt: nur wer die Zusammenhänge selbst begriffen hat, ist in der Lage, Pflanzen auch wirklich richtig zu kultivieren. Erst durch Erfahrung lernt man Pflanzen zu pflegen und erst Erfahrung macht einen Menschen zum Kaktusgärtner.
Ulrich Haage schrieb Montag, 8. Juni 2009
· unter best of fehlers
Zum offline bloggen ist Blogdesk eine wirklich schlaue Erfindung.
Besonders, weil vor der Veröffentlichung die Rechtschreibkontrolle steht und mich vor manch orthographischen Patzer bewahrt. Weder Computer, noch Hardware schützen natürlich vor sinnfreien Wortverwendungen. Manchmal sorgen sie wenn man nicht aufpasst aber dafür.
In diesem speziellen Fall hätte ich lieber auf die Entsetzen statt Ersetzen geklickt:
Gastarbeiterinnen vs. Gartenbauingenieur.
