Es war ein guter Auftakt für das diesjährige Kakteenessen1 .

Um das erwartete Negative zu erst zu nennen: wir haben tatsächlich den neuen Scherbenreport – nicht 13 sondern 18 Sektgläser sind lautstark zu Boden gegangen. Die armen Mädels vom Service haben ganz schön den Kopf eingezogen.

Der Abend war neben dieser Kleinigkeit ungetrübt und schön, romantisch unterhaltsam und wie immer ein klein wenig spektakulär – aber das halte ich – wie auch die Menükarte lieber unter der Decke, damit die nächsten Gäste nicht etwa eifersüchtig werden.

Die dreizehn hat uns an dem Abend verfolgt. Eine Dame hat beispielsweise festgestellt: an allen Seiten der Tafeln stehen genau 13 Stühle. Wir hatten natürlich noch Reserven, falls uns eine dreizehnte Fee hätte beehren wollen.

Im Vorfeld habe ich einen Blick auf den Parkplatz geworfen auf dem wir immer wieder dunkle Autos neuester Baureihen antreffen – so habe ich vor einigen Jahren den ersten Phaeton – gemeinsam mit vielen anderen Herren an dieser Stelle bewundern können. Gestern musste ich etwas stutzen, als eine überlange weiße Limousine in der Einfahrt stand. Das ist natürlich ein angemessenes Gefährt, um mit mehr als sechs Personen zum Essen zu fahren.

Koch Uli hat sich wieder viel Mühe gegeben mit den einzelnen Kaktus-Gängen und hier und da mußte das noch einmal überprüft werden, bevor die Gäste zur Tat schreiten durften.

Je später der Abend umso unterhaltsamer die Einlagen – als letztes wurde meine Flasche Mezcal geleert – und wie es die Tradition verlangt – die Raupe gebührt dem, der das letzte Glas ausgeschenkt bekommt.

„Lecker!“ hat er gesagt und keine Mine verzogen.

  1. für alle die noch nichts mit Kakteenessen anfangen können: jedes Jahr gibt es bei uns im Sommer eine Veranstaltung bei der wir uns den Kakteen mal auf eine andere Weise nähren – kulinarisch. Ein Fünf-Gänge-Menü bei dem man Kakteen einmal von einer sehr leckeren Seite kennen lernen kann. Mehr Informationen dazu gibt es auf www.kakteenessen.de []

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