Ulrich Haage schrieb Freitag, 18. Januar 2013
· unter aufgespiesst, aus Presse + Post, gut zu wissen, pfleglich

Missbrauchte Kakteen mit Strohblüten, Hüten oder Plastikaugen
Im Supermarkt treffe ich sie immer wieder, manchmal im Gartencenter, oft im Baumarkt, zuletzt gab es ein “Geschenk”, als ein Drehteam von der ARD in unserer Gärtnerei war …
Die Rede ist von mißhandelten Kakteen – mit Strohblüten beklebt, angesteckten Hüten, Nasen oder Augen, oder ganz und gar lackierten Pflanzen.
Kann man diese Pflanzen überhaupt retten, kultivieren?
Man kann.
Wie das genau geht und weitere Antworten auf diese Fragen in den nächsten Tagen an dieser Stelle.
Erstes Thema: “wie bekomme ich die überflüssigen “Anbauten” entfernt, ohne den Kaktus zu killen?”
Ulrich Haage schrieb Dienstag, 30. Oktober 2012
· unter Alltägliches, aus Presse + Post, unterwegs
Aufregung ist es jedesmal. Rund sechs Wochen Vorbereitung rechnen wir mindestens im Gewächshaus. Meister Wilhelm und seine Mannen – nein, stimmt nicht, aber seine Frauen klingt komisch
tragen die Pflanzen in den Gewächshäusern zusammen, drucken Etiketten, hier und dort muß noch was umgetopft werden, und dann ist die geplante Fläche zu kalkulieren. “Passt dann noch alles rein” ist auch bei uns oft die bange Frage.
Genau das frage ich mich dann auch, wenn ich in den Computer gucke, voller Stolz bin, wie viel da über das Jahr bei uns herangewachsen ist – und dann schaue ich auf die geplante Seitenzahl, erstmal skeptisch und schiebe die Buchstabenkolonnen auf die Seiten. Es ist verflixt eng. Dann stelle ich fest: wo sind die Standortangaben hin. Auch die Feldnummern hat mir jemand geklaut. Jetzt mit den vollständigen Daten passt nix mehr, macht in Summa also diesmal vier Seiten mehr Umfang. Nach eineinhalb Wochen und etwa 110 Stunden Arbeitszeit ist alles fertig, die Texte stehen, Bilder passen, Fehler sind (hoffentlich) minimiert, alles liebevoll dreifach durchgesehen und überarbeitet und genau zwei Stunden vor dem vereinbarten Termin in die Druckerei geschickt. Heute um 13 Uhr war Andruck geplant – klappt nicht ganz, unterwegs beklage ich den Fastverlust meines Hinterrades. In der Druckerei braucht es nicht viel Zeit, die Druckdaten passen, alles ist schon fertig vorbereitet, nur wenige Korrekturen und nach nicht ganz zehn Minuten ist der ganze Zauber vorbei. Alles gedruckt – satte 15.000 Stück, das macht 25 Stück pro Sekunde – das ist ein Exemplar mehr, als eine TV-Kamera Bilder in der gleichen Zeit aufzeichnet. Ganz schön fix.
Und so sieht das dann aus in der Realität im Druck aus, als nächstes Buchbinder, eintüten, verschicken – Briefkasten …

Ulrich Haage schrieb Dienstag, 7. August 2012
· unter aus Presse + Post, pfleglich, proud to be Erfurter
Heute früh war ich auf dem Anger. In der alten Hauptpost residiert nicht nur das cosmo, direkt um die Ecke sitzt auch Salve TV. Und dort habe ich heute früh ein kurzes, nettes Interview über Kakteen-Haage gegeben.
Hier isses:
… und danke für die eeentspannte Aufzeichnung!
Ulrich Haage schrieb Dienstag, 26. Juni 2012
· unter aufgespiesst, aus Presse + Post
Es gibt Zeitgenossen, die kennen keine Skrupel und es gibt solche, die nichts zu tun haben.
Hier beobachten wir jemanden, bei dem sich wohl beides vereint hat.
Kaktus rasieren

Danke an Volker H. für dieses schöne Vintage-Filmchen
Ulrich Haage schrieb Mittwoch, 18. April 2012
· unter aufgespiesst, aus Presse + Post
Mal hier oder dort in einer Zeitschrift Erwähnung zu finden – ich gebe zu, das ist auch für mich immer noch ein ganz besonderes Gefühl und beileibe nicht alltäglich, auch wenn es erfreulich oft geschieht.
Unlängst bekam ich ein Kalenderblatt geschickt – und dass hat mich dann doch aus dem Häusschen gebracht. Eine Geschichte über unsere Gärtnerei in einem Kalender – das ist doch wirklich was.
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Kalenderblatt über Kakteen-Haage
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Kalenderblatt über Kakteen-Haage
Ulrich Haage schrieb Montag, 21. November 2011
· unter aus Presse + Post
Da war ich schon mal im Fernsehen – und es sollte doch eine unterhaltsame Sendung geworden sein – und ich hab beide Sendungen einfach verpasst.
Thema: Kakteen, ihre Früchte und was man damit leckeres anstellen kann – quasi Kakteenessen mal etwas anders.
Wie gut das es eine Mediathek gibt – und gute Freunde, die die Sendung für mich aufgenommen haben
Ulrich Haage schrieb Donnerstag, 10. November 2011
· unter aus Presse + Post
Gestern hatte ich wieder mal einen “Auftritt” beim mdr-Garten. Thema: Kakteenfrüchte und was man damit anstellen kann.
Zur Vorbereitung haben wir ganz viele Pflanzen mit schönen Früchten in der Gärtnerei zusammengesammelt.
Die erste Frage war: welche Kakteenfrüchte kann man essen?
Klar, im Grunde ja erstmal so ziehmlich alles was einigermaßen fleischig ist, aber da kommen schon die ersten Einschränkungen. In
einer Drehpause habe ich mir mit Claudia Look-Hirnschal eine Gymnocalycium-Frucht geteilt. Wir haben beide befunden: – nicht lecker. Dafür waren wir beide plötzlich furchtbar albern und mussten uns arg zusammenreißen, um weiterarbeiten zu können. Die Früchte von Mammillaria waren bekanntermaßen lecker. Lophophora standen zwar mit auf dem Tisch, allerdings haben wir uns die gespart: Meister Wilhelm hat heute früh auf meine Frage nach dem möglichen Alkaloid-Gehalt in den Früchten salomonisch geantwortet: “kann schon sein”. Allgemeine Begeisterung gab es bei der Verkostung der Pitaya. “Die sind gut – und für einen Kaktus ganz schön saftig!”
Und dann ging es ja noch um die anderen Früchte. Ich nenne sie mal die Trockenfrüchte, die kaum was lecker fleischiges haben.
Auch mit denen lässt sich noch etwas kuinarisches anfangen. Dafür hatten wir uns extra eine schicke Getreidemühle geliehen und habenmit Astrophytum Cactus-Flakes gemacht. So ähnlich haben schon amerikanische Indianer-Stämme einen nahrhaften Brei hergestellt. Die Getreidemühle wirkt im übrigen extrem magnetisch auf Männer, nicht nur Valentin (4) hat es geliebt, sinnlos Cerealien durchzumöllern, auch die Männer vom Drehteam hatten einigen Spaß beim Kaktus mahlen.
Perplex war ich dann bei der Frage: was muß ich tun, damit mein Kaktus Früchte bringt? Aber klar, was für mich Alltagsverständnis ist, ist für andere vielleicht völliges Neuland.
Aber dafür war die Sendung ja auch gedacht: also – erst brauchen wir Blüten um zu blühen will jeder Kaktus eine Winterruhe, also von Oktober bis März kühl halten und nicht gießen. Wenn es dann blüht (von Art zu Art ist das unterschiedlich) brauchen wir zwei Pflanzen aus der gleichen Art mit Blüten und einen feinen Pinsel. Mit dem holen wir den Blütenstaub von einer Pflanze und bringen den auf den Stempel der anderen – und umgekehrt. Das war schon alles. Wenn “es” geklappt hat kann man ein paar Wochen später sehen, wie sich am Grund der vertrockneten Blüte die Frucht entwickelt und immer dicker wird.
Wie das genau gemacht wird und was man mit den Blüten anstellen kann gibts dann im nächsten mdr Garten zu sehen. Sendetermin ist übrigens der 15.11. um 15.30 Uhr auf dem mdr-Fernsehen via Antenne, vielleicht auch im Livestream/Mediathek.
… und den mdr Garten habe ich gestern auf facebook gefunden
– die Seite ist aber noch leer.
Ulrich Haage schrieb Donnerstag, 18. August 2011
· unter aus Presse + Post
Es entwickelt sich ja schon langsam eine schöne Regelmäßigkeit: Helga Moses liefert in der Bild am Sonntag Pflegetipps für Kakteenfreunde.
Hier ihr Artikel – Neun Fakten für glückliche Kakteen:

Ulrich Haage schrieb Donnerstag, 7. April 2011
· unter aus Presse + Post
Vorgestern gab es noch einmal unterhaltsamen Besuch von Dirk Ebert. “Wir wollen zusammen Handschuhe testen und wie gut sie für den Garten taugen.” Dazu hatte er sich drei nicht immer ernst gemeinte Tests ausgedacht. Ich habe mehr als einmal richtig kichern müssen. Und nass bin ich auch geworden.
Das Testergebnis lässt mich allerdings ein wenig grübelnd zurück – wie testet man eigentlich richtig einen Handschuh auf seine Garten-Tauglichkeit?
aber … nein, ich greife der Sendung nicht vor.
Anschauen am Freitag, 8.4.2011 zwischen 17.00 und 17.40 Uhr auf dem mdr Fernsehen, “Hier ab vier”. Unter der Rubrik “Leichter Leben” testen wir Gartenhandschuhe auf Herz und Nieren.
Auch die cleveren Kakteen-Handschuhe sind mit dabei …
Die Aufzeichnung anschauen in der mdr Mediathek.
Ulrich Haage schrieb Freitag, 25. Februar 2011
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Die Thüringer Allgemeine berichtete am vergangenen Samstag über die jüngste geplante Veröffentlichung des Erfurter Geschichtsvereins. Ein Aufhänger ist der 50 Jahrestag der IGA (heute EGA – Erfurter Gartenbauausstellung) und zentrales Thema wird die vielfältige Erfurter Gartenbautradition sein.
Ein Beitrag wird der Geschichte der umfangreichen Gärtnerfamilie Haage gewidmet sein. Mit diesem Thema hat sich Frau Dr. Ilsabe Schalldach seit Jahren intensiv befasst – wir dürfen gespannt warten – Erscheinungstermin ist der 5. Mai 2011.
Zum Artikel in der Thüringer Allgemeinen.
Ulrich Haage schrieb Mittwoch, 23. Februar 2011
· unter aus Presse + Post
Vor einigen Tagen gab es einen umfangreichen Artikel über Kakteen in den Lübecker Nachrichten.
Hier noch einmal zum Nachlesen:

Ulrich Haage schrieb Freitag, 18. Februar 2011
· unter aus Presse + Post
Gärtnermeisterkollege Friedrich Reim hat immer was auf der Pfanne.
Diesmal stand ihm das Wasser mehr als bis zum Hals – und mehr. Es war allerdings nicht etwa ein Winterhochwasser aus dem er seine Pflanzenbestände rettend hochtauchen musste.
Einmal mehr eine Marketing-Idee zum Kopf verdrehen.
Gärtner Reim ist gleich mit einer ganzen Serie von Pflanzen, nebst einer roten Giesskanne ins Planschbecken gehüpft um sich dabei unter Wasser vom Würzburger Fotografen Mike Meyer fotografieren zu lassen.
Ziel der feuchten Aktion: Er läd seine Kunden und Fans zum Tag der offenen Tür. Am 26. und 27. Februar läuft in seinem Gartencenter in Veitshöchheim bei Würzburg dazu auch die Ausstellung “Alles im grünen Bereich”.
So weit ich gesehen habe ist kein Kaktus baden gegangen. Eine gute Entscheidung – denn noch ist bei den Kakteen ja Ruhezeit.
Bericht und weitere Details im Veitshöchheim-Blog, oder direkt bei der Gärtnerei Reim.
Ulrich Haage schrieb Montag, 7. Februar 2011
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Frage: Ich habe Samen von xy-cactus, den ich gerne säen möchte. Sind diese Arten Lichtkeimer?
Antwort:
Wie schön, dass Kakteen es uns so einfach machen. Alle Kakteen sind Lichtkeimer.
Darum werden sie bei der Aussaat nicht mit Substrat abgedeckt. Theoretisch genügt es, das Saatgut leicht anzudrücken, damit jedes Samenkörnchen auch wirklich guten Kontakt zum Aussaatsubstrat hat und nicht vertrocknen muss.
Wir gehen bei Kakteen-Haage seit mehr als zehn Jahren noch einen etwas anderen Weg. Unsere Aussaaten werden mit einer dünnen Schicht Quarzkies abgedeckt. Dadurch verändert sich das Oberflächenklima positiv, überschüssiges Wasser kann leicht verdunsten, wir beobachten insgesamt weniger Pilzbefall. Quarzkies ist transparent und so kommt bei den kleinen Sämlingen immer ausreichend Licht an.
Ulrich Haage schrieb Sonntag, 6. Februar 2011
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Ich habe meine Kakteen in der Winterruhe stehen und nicht gegossen. Äußerlich ist kein Unterschied zu erkennen. Ein paar Pflanzen fühlen sich aber ganz weich an, wenn ich mit dem Finger darauf drücke.
Muß mein Kaktus jetzt sterben, muß ich etwas tun, um das zu verhindern, muß er umgetopft werden, oder wärmer stehen?
Antwort:
Kakteen werden in der Winterruhe nicht gegossen. Folglich ist in den Zellen weniger Wasser, der Zelldruck sinkt. Dadurch fühlen sich die Pflanzen weich an und ändern manchmal auch etwas die Farbe. Das ist ganz normal.
Wichtig zu wissen: die Pflanzen in diesem Zustand empfindlicher als sonst. Ein prüfendes drücken kann dafür sorgen, das eine gesunde Pflanze in normaler Winterruhe in der Folge beginnt zu faulen.
Also alle Probedrücker verkneifen, Pflanzen in Ruhe ruhen lassen und dafür immer mit den Augen scharf beobachten.
Ulrich Haage schrieb Donnerstag, 3. Februar 2011
· unter aus Presse + Post
Alles entwickelt sich aus einem winzigen Samenkorn. Und eigentlich geht alles fast wie von selbst. Wenn man ein paar Dinge berücksichtigt:
Als erstes braucht man das passende Saatgut. Für die erste Aussaat empfiehlt sich eine zuverlässige und unkomplizierte Kakteenauswahl, ganz einfach eine schöne Mischung, oder ein Sortiment mit blühfreudigen Kakteen.
Über die Aussaaterde müssen wir nicht lange nachdenken, sauber, feinkörnig, nicht zu fest, durchlässig, aber mit Speichervermögen. (für die große Aussaat gibt es die Erde auch in der 25 l Version)
Das passende Aussaatgefäß ist wichtig. Wir nutzen am liebsten unsere kleinen Aussaatschalen aus Styropor. Darin bleiben die kleinen Sämlinge immer schön warm. Die Erde wird in die Schale gefüllt und steht dann an einem warmen Platz bei ca. 18-24°C.
Zum Abdecken der Aussaat verwenden wir Quarzsand. Mehr Details zur Aussaat finden Sie in unseren Pflegehinweisen, oder im umfassenden Kakteenbuch “Kakteen – Frische Ideen” von Hans-Friedrich Haage.
Wenn die Pflanzen größer geworden sind, pikieren wir meist in Kakteenerde in einer größeren Schale, oder eine Multitopfpalette. Ab einem Durchmesser von 1-3 cm kommen die Pflanzen zum ersten Mal in kleine Töpfe. Pflanzen die Rübenwurzeln ausbilden kommen schon jetzt in die tiefen Rübenwurzlertöpfe. Ob die Töpfe rund sind, oder quadratisch, daran scheiden sich die Geister. Viele Kakteensammler bevorzugen aus Platzgründen die viereckige Variante. Die Topfgröße wählen wir immer nur ein wenig (1-2 cm) größer als den Pflanzendurchmesser, um Spiralwuchs an den Wurzeln zu vermeiden.