Blühende Winzlinge

Vor einigen Tagen im Fotoarchiv gefunden:

Die kleinen Knöpfe hatten wir von einer Mutterpflanze abgenommen. Wie es manchmal im Leben kommt – es gab anderes zu tun, die Kiste blieb unversorgt stehen – länger als die normale Zeit zum abtrocknen.

Erst als die kleinen Dinger die ersten leuchtend orange Blüten schoben wurden sie “wiederentdeckt”

Dies als ein netter Frühlingsgruß in 2012 – bevor der Winter kommt.

8-)

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Winterharte Kakteen und versalzte Böden – Galabautag 2012

Am Mittwoch hatte ich die Ehre, einen Vortrag vor den Thüringer Landschaftsgärtnern zu halten.

Die Vorbereitung darauf fiel mir nicht so ganz leicht, es dauerte einige Zeit, bis der Spaß mit am Start war.

Aber wie so oft, am Ende war das Ding für mich richtig rund. Die Veranstaltung war beeindruckend gut besucht, die Gäste sehr aufmerksam und interessiert – nicht immer hab ich das so in den letzten Terminen dieser Art erlebt.

Für mich war es der erste Vortrag, der akurat im geplanten Zeitfenster lief (44:30 Minuten) und es gab danach Fragen – und darauf soll es hier noch eine Anwort geben:

Die Frage lautete: Kommen Kakteen mit versalzten Böden zurecht?

Grundsätzlich tolerieren Kakteen einen erhöhten Salzgehalt im Boden – innerhalb gewisser Grenzwerte.

Opuntien kommen damit besser klar als alle anderen Kakteengattungen wie Echinocereus, Gymnocalycium, Escobaria oder Mammillaria. Ein Kakteengärtner in Nordafrika hat angeblich aus diesem Grunde seine Produktion komplett auf die Gattung Opuntia umgestellt.

Eine weitere Faustregel: nordamerikanische Arten gelten als salztoleranter als ihre Verwandten aus Mittel- oder Südamerika. Zum Thema Faustregeln: Bislang sind mir keine fundierten Versuchsergebnisse bekannt – wem solche über den Weg laufen: ich freue mich natürlich über ein Update.

Noch etwas was auch Kakteen nicht mögen – eine Überlastung mit Alaun-Salzen geht natürlich nicht – überhaupt nicht. Allerdings wird diese Form der Belastung in unseren Gärten hoffentlich keine Rolle spielen.

 

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Neues Jahr – 2012 hat begonnen

Neue Schlumbergera Fotos von Bjoern T. im Kakteen-Haage Shop zu entdeckenVolle Kanne reingerauscht in das neue Jahr und schon – oder noch bleibt so viel liegen.

Termine stapeln sich, Gespräche kommen zu kurz, aber das Jahr ist noch ganz jung und es gibt viel Zeit, viel zu bewegen.

Heute habe ich einen ganzen Sack neuer, schöner Schlumbergera-Fotos für unseren Shop hochgeladen – wirklich schicke Bilder, gestiftet von Bjoern T. aus F. … und vielleicht gibt es ja bald noch mehr davon.

 

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alle Pakete verschickt – Weihnachten kann kommen

Vorhin haben die letzten Mitarbeiter den Versand abgeschlossen, seit erscheinen der Herbstergänzungsliste haben wir in den letzten Wochen ganz schön unter Dampf gestanden.

Weihnachtskakteen einfliegen, Pflanzen zusammentragen, neues Saatgut aufbereiten, Interviews geben, Erdproben einpacken, Fragen beantworten, mit Kollegen treffen, Bücher besorgen, Pakete suchen, neue Pflanzen für 2012 vorbereiten, Erdpaletten einsortieren, mal schnell zwei neue Heizkessel installieren, Bäume fällen, alle KuaS-Kalender verkaufen, auf Weihnachtsempfängen sein, einmal Glühwein trinken.

Aber dank unserer fleissigen Mannschaft haben wir es geschafft, alle Aufträge rechtzeitig vor Weihnachten zu versenden, die uns bis zum 21.12. erreicht haben.

Falls Sie noch was vergessen haben: einen Versandtag haben wir in diesem Jahr noch: am 27.12. ist auch unsere Gärtnerei noch einmal von 8 bis 16 Uhr geöffnet und dann sind wir im neuen Jahr am 2. Januar wieder voll da.

Ich mache hier noch den Abgesang und wünsche allen Lesern eine schöne Weihnachtszeit, gesegnete Feiertage und einen wunderbaren Start ins neue Jahr 2012.

Ich freue mich jetzt auf zehn Tage an der Nordsee zum auftanken und bin ab dem 9.1.2012 wieder online.

Glück auf!

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Besuch vom Amt

Gestern war das Umweltamt da. Bisher dachte ich, der Umgang mit dem Finanzamt hätte das höchste Frustpotential, nun bin ich nicht mehr sicher.
Aber der Reihe nach:
Im September verlor eine Autofahrerin des nachtens die Kontrolle über Ihren kleinen Corsa, kam von der Straße ab und brachte zwei 6m hohe Fichten nebst Gartenzaun zu Fall. Die Ruinen sollten nun beim Zaunaufbau final gefällt und in 2 Jahren via Kamin noch sinnvoll genutzt werden.
Der Unfall war ärgerlich, weil die Bäume eigentlich schön waren, aber mehr war nicht zu sagen.

Eigentlich….
Vor einiger Zeit bekamen wir den Tip, dass es doch nicht so einfach ist. Die Stadt Erfurt hat eine Baumsatzung. Da will das Umweltamt mitreden.
Und das hat es nun getan.
Die Bäume wurden von Nachbar Wilfried vor ca. 20 Jahren aus Samen gezogen und sollten als Weihnachtbäume jedes Jahr Freude machen. Irgendwie ist die Sache aus dem Ruder gelaufen, es waren zu viele und die sind gewachsen.
Nach dem Unfall hatte es sich dann auch fast erübrigt, die letzten 2 verbleibenden ansehnliche Exemplare sollen dieses Jahr die Predigerkirche zu Weihnachten schmücken.
Damit die Predigerkirche die versprochenen Bäume bekommen kann, bedarf es in Erfurt einer Fällgenehmigung. Und 42,50 € Gebühr (mindestens), dann noch eine Nachpfanzung oder 125 € in die Stadtkasse. Weil die Bäume schon mehr als 30 cm Stammumfang haben ( nicht Durchmesser!) Für die Unfallbäume wäre dem Amt die Strafzahlung am liebsten. Zahlt ja eh die Versicherung, so der Kommentar – klasse Einstellung!

Dann ist da noch ein Nussbaum, der ggf. in ein paar Jahren an Altersschäche auseinanderbricht, den haben wir mit aufnehmen lassen haben. Bei den Gebühren und dem aroganten Umgang will ich die Brüder vom Amt so schnell nicht wieder auf dem Hof haben. Nun hat der Nussbaum 2,80m Umfang, da sind 3 kleine Bäume nachzupflanzen (für jeden angefangenen Meter)
Mein sonst aufgeschlossener Umgang mit dem Umweltschutz hat heute einen ordentlichen Knacks gekommen.
Den Einwand, das in den letzten 5 Jahren etliche Bäume auf dem Grundstück gepflanzt wurden, wurde abgeschmettert, die Nachpflanzung heisst Nachpfanzung, weil es erst nach dem Fällen geschiet. Der Umstand, dass man schon ein paar Jahre vor der Fällung Gedanken um die Gestaltung macht, ist im Gesetz nicht vorgesehen. Für den Nussbaum z.B. wurde ein Ginko gepflanzt, damit der Standort dann nicht so kahl ist.

Liebe Stadt, ich frage mich, was Ihr mit Eurer Baumsatzung erreichen wollt, ausser die Arbeitsplätze für ein paar Paragraphenreiter und die Strafzahlungen.
Ich für meinen Teil schaue nun sehr kritisch, ob die kleinen nachwachsenden Bäume wirklich groß werden sollen und so in Euern “Bestandsschutz” fallen oder ob es nicht in paar Büsche auch tun, auf den Ihr dann nicht die Hände habt.
Nach Eurer Theorie hat man ja irgendwann ein Waldgrundstück, wenn man für die großen Bäume immer viele kleine nachpflanzen muß – oder man zahlt halt…
Interessant waren auch die Reaktionen aller, mit denen ich bis jetzt meine Geschichte geteilt habe. Durch die Bank weg gab zwar Verständnis für die Bäume und dass gerade große, würdevolle Exemplare nicht einfach abgesägt werden können, aber im selben Atemzug auch Unverständnis oder eine eigene Geschichte mit dem schwierigen Umgang mit dem Umweltamt. Da war keiner, der das Vorgehen der Stadt gutheisst.

Irgendwie hab ich das Gefühl, dass ist nicht bis zu Ende gedacht…

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Gärtnern im Ausland

Als Gärtner auf Hawaii in Bananen machen – ist das nicht ein Traum.

Julia war im vergangenen Jahr dort und hat sich unter anderem um Bananen, Radiesschen, Erdnüsse, Zweitklässler, Gründüngung und Hühner als ‘Rasenmäher’ gekümmert. Hier ist ihr hawaiianisches Tagebuch.

Sehr beeindruckend fand ich den liebevoll geschriebenen Japan-Bericht von Katja.

Für engagierte Gärtner-Azubis gibt es immer wieder die Möglichkeit, einen Teil der Ausbildung, oder einen Zeitraum nach der Ausbildungszeit im Ausland zu Arbeiten. Ziele dafür gibt es auf der ganzen Welt. Von Kasachstan bis Canada, von Japan bis nach Chile, von Litauen bis nach Neuseeland. Mir ist leider noch kein konkreter Kakteen-Betrieb bekannt, den man auf diese Weise besuchen kann. Verschiedene Organisationen helfen bei der Vorbereitung und Koordination des Aufenthaltes, bei Bedarf für Sprach- und Vorbereitungskurse und sorgen vor Ort für Betreuung.  Oft gibt es sogar finanzielle Unterstützung.

Wir sind schon gespannt auf unseren Kaktusgärtner-Azubi für 2012 und hoffen auf engagierte Bewerber, die wir vielleicht auch auf Reisen schicken können.

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mdr-Garten verpasst

Da war ich schon mal im Fernsehen – und es sollte doch eine unterhaltsame Sendung geworden sein – und ich hab beide Sendungen einfach verpasst.

Thema: Kakteen, ihre Früchte und was man damit leckeres anstellen kann – quasi Kakteenessen mal etwas anders.

Wie gut das es eine Mediathek gibt – und gute Freunde, die die Sendung für mich aufgenommen haben :)

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Blühende Crassula-Geldbäumchen – wie geht das?

Eigentlich machen die meisten Menschen alles richtig mit ihren Geldbäumchen (Crassula portulacea oder Crassula ovata). Dennoch hält sich das Gerücht hartnäckig: die Pflanzen blühen erst ab einem biblischen Alter. Richtig ist: mit einfachen Tricks können auch schon junge Pfennigbäume blühen – und hier zeigen wir, wie das geht.

  • Ruhezeit zur Anlage der Blüten von Anfang September bis Ende Dezember
  • hell und kühl stellen (z. B. Treppenhaus)
  • nicht giessen …
  • ganz kleine Pflanzen können ab Dezember einmal im Monat an einem sonnigen Tag gegossen werden
  • große Pflanzen bleiben sogar bis nach der Blüte im Januar trocken stehen – das schont die Wurzeln und die Substanz ist ausreichend für die Wasserversorgung

Wer einen eigenen Geldbaum mit Blütengarantie haben möchte, kann diesen im Moment hier knospig kaufen – allerdings haben wir nicht so schrecklich viele Exemplare von diesen schöne Pflanzen. Alternativ gibt es natürlich auch noch die Möglichkeit der Stecklingsvermehrung. Hilfreich ist es, die Stecklinge von Pflanzen zu nehmen, die schon einmal geblüht haben1 – bei der richtigen Behandlung klappt es dann auch ganz schnell mit eigenen Blüten am kleinen Pflänzchen.

Übrigens … im Kakteenforum habe ich schon 2003 einen Artikel geschrieben, wie man Geldbäumchen erziehen kann – also in eine gewünschte Form bringen. Und im Archiv gibt es eine lange Korrespondenz dazu.

Und ein schöner Beitrag wie es mit der Vermehrung gut klappt hat Stephanie im Gärtnerblog geschrieben.

Hier Fotos, die ich eben in unseren Beständen geschossen habe. Hier kann man auch die vielen verschiedenen Laub-Varianten sehen, die in der Herbstsonne wunderbar leuchten.

  1. selten, aber es gibt manchmal auch sogenannte “Böcke” die nicht blühen, aber bevor Sie jetzt Ihre Pflanze, oder die Ihrer Nachbarin verdächtigen, dies kommt sehr selten vor, 98 % der Blüh-Ausfälle sind auf die fehlende Ruhezeit zurückzuführen []

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was bei der Aufzeichnung beim mdr Garten so mit Kakteen-Früchten passiert und wie man zu Kakteenfrüchten kommt

Gestern hatte ich wieder mal einen “Auftritt” beim mdr-Garten. Thema: Kakteenfrüchte und was man damit anstellen kann.

Zur Vorbereitung haben wir ganz viele Pflanzen mit schönen Früchten in der Gärtnerei zusammengesammelt.

Die erste Frage war: welche Kakteenfrüchte kann man essen?

Klar, im Grunde ja erstmal so ziehmlich alles was einigermaßen fleischig ist, aber da kommen schon die ersten Einschränkungen. In einer Drehpause habe ich mir mit Claudia Look-Hirnschal eine Gymnocalycium-Frucht geteilt. Wir haben beide befunden: – nicht lecker. Dafür waren wir beide plötzlich furchtbar albern und mussten uns arg zusammenreißen, um weiterarbeiten zu können. Die Früchte von Mammillaria waren bekanntermaßen lecker. Lophophora standen zwar mit auf dem Tisch, allerdings haben wir uns die gespart: Meister Wilhelm hat heute früh auf meine Frage nach dem möglichen Alkaloid-Gehalt in den Früchten salomonisch geantwortet: “kann schon sein”. Allgemeine Begeisterung gab es bei der  Verkostung der Pitaya. “Die sind gut – und für einen Kaktus ganz schön saftig!”

Und dann ging es ja noch um die anderen Früchte. Ich nenne sie mal die Trockenfrüchte, die kaum was lecker fleischiges haben. Auch mit denen lässt sich noch etwas kuinarisches anfangen. Dafür hatten wir uns extra eine schicke Getreidemühle geliehen und habenmit Astrophytum Cactus-Flakes gemacht. So ähnlich haben schon amerikanische Indianer-Stämme einen nahrhaften Brei hergestellt. Die Getreidemühle wirkt im übrigen extrem magnetisch auf Männer, nicht nur Valentin (4) hat es geliebt, sinnlos Cerealien durchzumöllern, auch die Männer vom Drehteam hatten einigen Spaß beim Kaktus mahlen.
Perplex war ich dann bei der Frage: was muß ich tun, damit mein Kaktus Früchte bringt? Aber klar, was für mich Alltagsverständnis ist, ist für andere vielleicht völliges Neuland.
Aber dafür war die Sendung ja auch gedacht: also – erst brauchen wir Blüten um zu blühen will jeder Kaktus eine Winterruhe, also von Oktober bis März kühl halten und nicht gießen. Wenn es dann blüht (von Art zu Art ist das unterschiedlich) brauchen wir zwei Pflanzen aus der gleichen Art mit Blüten und einen feinen Pinsel. Mit dem holen wir den Blütenstaub von einer Pflanze und bringen den auf den Stempel der anderen – und umgekehrt. Das war schon alles. Wenn “es” geklappt hat kann man ein paar Wochen später sehen, wie sich am Grund der vertrockneten Blüte die Frucht entwickelt und immer dicker wird.

Wie das genau gemacht wird und was man mit den Blüten anstellen kann gibts dann im nächsten mdr Garten zu sehen. Sendetermin ist übrigens der 15.11. um 15.30 Uhr auf dem mdr-Fernsehen via Antenne, vielleicht auch im Livestream/Mediathek.

… und  den mdr Garten habe ich gestern auf facebook gefunden :)   – die Seite ist aber noch leer.

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Wohin gehört Aloe ‘Cosmo’

Schon wieder auf Namenssuche:

Im Gewächshaus hatte ich eben eine der wenigen sehr schönen Aloe ‘Cosmo’ in der Hand. Ich finde die Pflanzen sehr schön, mit ihrem kompakten Wuchs, den sie offenbar nur bei ausreichend Licht und gerade ausreichender, also nicht reichlicher Düngung beibehalten. Aber mir fehlt eine Artangabe. Wir wissen, die Sorte ist eine Kreuzung zwischen Aloe und Haworthia. Welche Aloe mit im Spiel war, wissen wir aber nicht. Dafür finde ich mal wieder alles mögliche andere:

  • Aloe Cocktails und Drinks bei Cocktailgogo,
  • auch als Sorte mit weiterer Sortenbezeichnung, hier unter Aloe cosmo ‘green pearl’ bei N-S Succulents,
  • ein Video in dem Aloe Black im Cosmo in Las Vegas um einen Dollar singt,
  • und auch die französischen Palmenfreunde sind auf der Suche nach Informationen über Aloe ‘Cosmo, haben aber schöne Fotos davon …
  • noch schönere Fotos von der Pflanze soll man sich bei shutterstock herunterladen und …
  • als Highlight auf der Suche: Aloe cadabra wirbt für Aloe als Bio-Gleitgel beim Sex. In einem – für amerikanische Verhältnisse – sehr offen geschriebenen Artikel – hier flutschts.

Leider flutsch nix in Sachen Namensfindung – Aloe ‘Cosmo’ bleibt vorerst bei ihrem Namen – ohne Art.

… jetzt noch die Bilder und dann zurück zu unserer Herbst-Ergänzungs-Liste 2011 …

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woher kommt Chamaecereus Rosenquarz?

Seit Jahre züchtet mein Vater Hans-Friedrich Haage nebenbei, still und leise an Chamaecereus-Hybriden. Das ganze tat er so unauffällig, dass uns die großen, kryptisch benannten Pflanzenbestände auffielen, als wir diese beim Express-Umräumen nach dem Sturmschaden (Kyrill) in die Hände bekamen.

Hin und wieder entlässt er einige “seiner Kinder” in die Freiheit – und gibt ihnen Namen. Eigentlich wollte er seine Serie mit den Namen der Thüringer Burgen versehen, ist aber dann doch bei den ursprünglich begonnenen Edelsteinen geblieben.

Chamaecereus Turmalin

Chamaecereus 'Turmalin'

So entstanden unter anderem Chamaecereus Diamant, Turmalin, Granat, Zirkon, Tigerauge und Bernstein. Bei der Namensfindung war es immer hilfreich geologisch bewanderte Menschen im Umfeld zu wissen, denn die Einstufung der Steinerei ist eine Wissenschaft für sich. Natürlich sind die genannten Sorten beileibe nicht alle nach edlen Edelsteinen benannt, sondern manchmal eben nur nach halbedlen Steinen. Der Schönheit der Blüten tut das aber keinen Abbruch.

Nun tauchen immer wieder Fragen nach Chamaecereus-Hybride ‘Rosenquarz’ auf. Im Moment bin ich mir auch nicht ganz sicher, denn den Namen Rosenquarz hatte ich zumindest auf der Vorschlagsliste für die neuen Chamaecereus Züchtungen 2009/2010. Im Zuchtbuch ist der Name allerdings noch nicht zu finden. Möglicherweise wurde die Verwendung des Namens von meinem Vater verworfen, da es bereits eine Chamaecereus-Züchtung aus Südamerika gibt, die ‘Rose Quartz’ heißt – also der selbe Name, nur in englisch. Die Gefahr einer Verwechselung wäre sehr groß. Chamaecereus Rosenquarz von Frank Ebinger - auf flickrFrank Ebinger zeigt ein Foto von Rosenquarz auf flickr – mehr Hintergrundinformationen zur Sorte finde es aber hier auch nicht. … und bevor Missverständnisse entstehen, ich habe keinen Hinweis gefunden, das Rosenquarz eine Züchtung von Frank Ebinger ist.

Um zur ursprünglichen Frage zurückzukehren: ich gehe aktuell davon aus, die Sorte Rosenquarz wurde nicht in unserem Gewächshaus gezüchtet.

Die Frage “von welchem Züchter stammt diese Sorte” – ist damit noch nicht abschließend beantwortet. Für mich hat der Name im Moment noch Status quo, auch wenn wir tatsächlich einige Pflanzen dieser Sorte in unserem Mutterpflanzenbestand haben.

Übrigens: eine umfangreiche Aufstellung von ‘ungeklärten’ Chamaecereus-Hybriden hat Gerd Weiß auf seiner Webseite Rügenkaktus zusammengestellt.

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Wer ist buenekeri – der zweite Teil

Vor knapp zweieinhalb Jahren war ich in diesem Artikel unterwegs auf der Suche nach der Herkunft des Namens buenekeri – und dessen korrekter Schreibweise.

Gut Ding will Weile und will exakt ausgedrückt sein … eben bekomme ich einen Kommentar dazu vom freundlichen Botaniker Martin G.:

In Ihrem Blog konnte ich aus technischen Gründen nicht antworten. Daher auf diesem Weg:

www.theplantlist.org listet die gültigen Namen und deren korrekte Schreibweise.

Zu besagtem Discocactus ist dort zu finden:
“Discocactus buenekeri W.R.Abraham is a synonym of Discocactus zehntneri subsp. boomianus (Buining & Brederoo) N.P.Taylor & Zappi”

also:
- korrekte Schreibweise: Discocactus buenekeri
- korrekter Name: Discocactus zehntneri subsp. boomianus

Natürlich gibt es auch 2 ‘i’ am Namensende, wenn der ursprüngliche Name schon das erste ‘i’ enthielt, z. B. der Artname ‘menziesii’, der ‘Archibald Menzies’ ehrt.

Danke für diesen erhellenden Hinweis.

Opuntia bigelowiiDann werfe ich doch gleich mal eine neue Frage in die Runde:

theplantlist.org kennt ebenfalls Opuntia bigelovii Engelm.  (a synonym of Cylindropuntia bigelovii  (Engelm.) F.M.Knuth).

Nach meinem Wissen hieß der damalige Kollege von Dr. Engelmann nach dem die Pflanze benannt wurde: Prof. Dr. J. Bigelow – also mit einem ‘w’ am Ende. Wird das ‘w’ beim latinisieren zum ‘v’?

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frisch gelesen: Der Online Shop – Handbuch für Existenzgründer

Ich hab wieder ein Buch gelesen – oder besser: bin noch dran. Kein einziger Kaktus drin, nicht mal was vergleichbares. Warum? Es geht um Online-Shopping und wie man das macht.
… das Buch ist dick wie ein Lexikon und ja, es braucht ganz schön viel Zeit – nicht nur zum schreiben – auch beim lesen – obacht!

In gewürzter Kürze für Schnellleser:

Der Name sagt es: Existenzgründung – das ist etwas bei dem es lohnt planvoll zu handeln, das macht man schließlich nicht alle Tage. Das Buch ‘Der Online Shop’ ist dabei wirklich eine solide Hilfe. Leicht zu lesen und dennoch übersichtlich und gut strukturiert begleitet es den Einsteiger durch die Ideenfindung, Vorbereitung bis zur Umsetzung und noch weiter durch die ersten Jahre des Versandhandelsalltags. Hier lernt man von der Pike das Handwerk. Da sind Hilfestellungen drin, detaillierte Konzepte, Blicke in Details und die Zukunft, technologische Informationen ohne den Blick fürs Ganze zu verlieren, übertragbare Strategien, die keine Allgemeinplätze sind. In meinen Augen ist der Titel ‘Handbuch’ wirklich verdient, denn ich finde nicht nur reichlich Anregungen, sondern auch einige Ideen, die ich auch in unserem Unternehmen künftig anders angehen kann.

Kurz: Meine klare Empfehlung – dieses Buch braucht nicht nur der e-commerce newbie.

Die Eckdaten der aktuellen Ausgabe 2011: 775 Seiten, Hartcover, Innenteil mit Grafiken, Screenshots und Illustrationen (s/w), erschienen im Verlag Markt und Technik, München.

Hier versandkostenfrei bestellen:

direkt beim Verlag,

oder bei amazon,

oder bei buch.de

Inhalt:

  • Unternehmensgründung und Unternehmensführung
  • Der Online Shop (Voraussetzungen / Shopsysteme / eBusiness /Online-Recht)
  • Marketing und Webdesign (Webseitengestaltung / Suchmaschinenoptimierung / Online-Marketing / Social Media)
  • Anhang mit Glossar und IndexErgänzend zum Handbuch gibt es eine CD mit Listings und Skripten aus dem Text. Sehr praktisch: das Kapitel Webseitengestaltung noch einmal in bunt – das hilft enorm zum Verständnis von Farbwirkung.
    Der CD-Inhalt:

    • weitereShop-Systeme im Detail (Magento, xtcommerce)
    • das Kapitel Webseitengestaltung in Farbe
    • Listings und HTML-Skripte
    • Checklisten und Mustertexte
    • gsitecrawler (Full)
    • Mondo Shop 5.0 Edition Startup (Trial)
    • XAMPP v1.7 für Windows

    On Top gibt es noch einen Google-AdWords-Gutschein im Wert von 100 Euro.

Und noch etwas: ich musste mir den dicken Wälzer nicht mal kaufen, für Rezensenten gibt es eine pfiffige Idee:

blogg dein buch stellt ausgewählte Bücher kostenlos zur Verfügung – einzige Gegenleistung: ein Blogartikel mit einer Rezension zum Buch – und das finde ich ist eine Idee die mir gefällt.

 

Schauen wir genauer rein ins Buch

Auf den ersten Blick ist das Buch vielleicht nicht die naheliegende Literatur, wenn man bereits auf über drei Jahrhunderte Tradition (auch im Versandhandel) zurückblicken darf, aber meine Ahnen haben Erfolg gehabt, weil sie immer ihr Tun neu überdacht haben, neue Wege suchten und bewusst gingen. Kakteen-Haage ist seit 2006 online und es ist gut, auch darauf einen anderen Blick zu werfen – unseren Shop unter die Lupe zu nehmen – mal aus der Sicht eines Neueinsteigers. Darum habe ich mir genau dieses Buch ausgeguckt.

Frisch ans Werk und aufgeblättert.

Auf den ersten Blick schätze ich so: das ist ein Buch aus der 79-89 Euro-Klasse.1 … aber egal – entscheidend ist ja der Inhalt.

Im ersten Kapitel geht es um die Existenzgründung – sehr ermunternd finde ich die Beleuchtung der einzelnen Gründe für Unternehmensinsolvenzen:

-          unterschätzter Finanzbedarf,

-          zu wenig Erfahrung oder Fachwissen,

-          bin ich überhaupt der Richtige für meine Idee,

-          Familie, oder  Partner vernachlässigt

Bei Licht betrachtet sind dies immer wieder die Gründe die zu Problemen führen – mal mehr, mal weniger – und oft genug das Ende guter Ideen. Um auf Nummer Sicher zu gehen gibt es eine Stärken- und Schwächenanalyse und ein paar Eckdaten, was die künftige Führungskraft an „Händchen“ Kompetenzen mitbringen sollte – rund wo sich das eine oder andere Defizit ausbügeln, oder Auffrischen läßt.

Richtig spannend wird es im opulent ausfallenden Bereich Unternehmenskonzept, Businessplan. Wie soll meine Firma heißen, wie die dazu passende Domain, welche Rechtsform passt zu meinem Geschäft, woher bekomme ich Fördermittel, wie sieht mein Markt aus, welche Besonderheiten gibt es im e-commerce, brauche ich eigentlich Marketing, oder reicht meine gute Idee aus?

Viele wichtige Antworten auf diese Fragen.

Dann wird’s ernst, es geht los – Unternehmensstart

Ich melde meine Firma an (habe ich vielleicht noch ein Anrecht auf einen Zuschuß?). Wie ist das mit den Steuern, wie geht Buchführung, Mahnungen und dann:

Büro organisieren. Ein tiefer Blick ins Zeitmanagement hilft nicht nur Business-Einsteigern sich gut zu organisieren, denn erfahrungsgemäß wird man beim Geschäftsstart von Aufgaben nur so überrollt, mit Vorbereitung, einem konsequenten Tagesplan lässt sich das vermeiden.

Zu gern vernachlässigt ist das Controlling. Auch hier gibt es Hinweise und fertige Konzepte. Ausführliche Erläuterungen zu jedem einzelnen Schritt und immer wieder freue ich mich über weiterführende Hinweise. Das geht in die Tiefe!

Eine Warnung vor einem der Lieblingsfehler, der Grund vieler “Junginsolvenzen”: unkontrollierte Privatentnahmen und fehlende Liquiditätsplanung. Wie plane ich meinen persönlichen Geldbedarf? Kann man in diesem Buch lernen … und es geht spannend weiter: woher kommt das Geld – wie kalkuliere ich die Preise für mein Produkt. Das ist nicht immer einfach, aber ein essentielles Handwerkszeug jedes Kaufmanns.

Ein umfangreicher Komplex verschiedenster Bereiche folgt: Risiken und Krisen, Schulden, Versicherungen2, Insolvenz (!!), Krankenversicherung und Altersvorsorge, und dann das Mahnwesen. Wir haben schon einige interessante Erfahrungen machen dürfen – aber im Buch habe ich noch einiges über schwarze Schafe finden können was mir bis dahin unbekannt war – und auch sehr gern bleiben darf.

In Kapitel 4, dem Beginn von Teil 2 des Buches gibt es eine Packung praktisches Wissen für Online-Händler. Zu Beginn Definitionen. Dann die Frage: welche Domain, passende TLD, was geht, was darf man nicht. Nach den Kriterien zur Providerauswahl noch einmal die essentielle Frage: lohnt sich ein Online-Shop für mich, schätze ich meine Chancen reell ein und welche Klippen sollte ich nach dem Start umschiffen.

Dann geht es in die Technik: was hat ein Shop üblicherweise unter der Haube? Datenbank, Verschlüsselung, Warenkorb, Checkout, Versandart, Payment, Reporting – wie funktioniert das ganze? Was ist die beste Strategie für mich, wie finde ich das für mich passende Shopsystem. Das ist eine der wichtigsten Stellen im Buch.

Das Thema Sicherheit folgt als nächstes, hier gibt es sehr häufig Schwachstellen. Denen auf die Schliche zu kommen, noch bevor das Kind im Brunnen liegt ist einer der großen Vorteile eines Sicherheitskonzeptes.

Die Shop-Lösungen, ihre Vor- und Nachteile werden in Kapitel 5 unter die Lupe genommen, erst allgemein und dann folgt sehr praxistauglich die Anleitung: wie installiere ich Step by Step einen Mondo-Shop und wie teste ich mein Werk.

Sehr spannend fand ich die Details über verschiedene Facebook Shop-Systeme wie cartfly oder die Verbindung via ShopTab. Als neuer Weg propagiert: semantische Shop-Systeme – da wurde es mir dann allerdings zu Code-lastig zum genauen lesen.
Noch etwas zukunftsträchtiges: Mobile Shopping. Einkaufen via iPhone und Co. Hier kommt endlich ein kleiner Exkurs zu Magento, und Lösungen wie Shopgate mobile oder mobilemojo. Was mir in dem Buch fehlt ist mehr Tiefgang in Richtung Magento.

Im nächsten Kapitel geht es um eBusiness – mithin das heikle Thema Bezahlung. Ein Überblick über die verschiedenen Zahlungssysteme und eine eingehende Beleuchtung: wann ist es gut, meinen Kunden anbieten auf Rechnung zahlen zu können (riskant) und in welchen Fällen ist es besser nur auf „sichere Zahlarten“ zurückzugreifen? Dazu werden alle Vor- und Nachteile der einzelnen Wege dargestellt und auch deren Möglichkeiten der Einbindung in Shopsysteme nicht vergessen.

Ähnlich detailliert geht es im nächsten Schritt um Auftragsbearbeitung, die Warenwirtschaft und die Verbindung zum Shopsystem. Exemplarisch wird die Verwendung von Lexware, Mondo und JTL-Warenwirtschaft in Zusammenarbeit mit Magento gezeigt. Dabei geht es um manuelle Artikelpflege bis zum automatischen XML-Datenupload in verschiedene Frontends.

Und es geht noch weiter: Automatische Bearbeitung von Zahlungseingängen, und wie funktioniert eigentlich eine effiziente Versandabwicklung bis zur Sendungsverfolgung?

Als nächstes geht’s in die Wolken: wie sinnvoll und notwendig ist cloud-computing im eCommerce? Chancen, Risiken und eine Übersicht über die Kosten.

Kapitel 7: Online Recht

Das wird sauer! Denn im Online-Handel gibt es eine ganze Reihe Pflichten zu beachten, das Feld ist voll von Tretminen.

Fernabsatzgesetz, Widerrufsbelehrung, Tele- und Mediendienstgesetz, Rückgabe, AGB, Haftungsausschluß, Preisangabenverordnung, Rabattgesetz, Verpackungsverordnung, Datenschutzrecht, Urheberrecht. Das ist nur ein Auszug der für den Online-Handel relevanten Regelungen, die es im Auge zu behalten gilt – kein einfaches Unterfangen.

Im dritten Teil des Buches wird es kreativ: Marketing und Webdesign.

Kapitel 8 stürzt sich auf die Webseitengestaltung. Klar, man geht davon aus, der Einsteiger wird keinen allzu großen Etat für Webdesigner haben, und darum selbst Hand anlegen. Dabei hat man schnell die Orientierung verloren, wenn man nicht die grundlegenden Gestaltungsaspekte berücksichtigt:

  • Bedienung und Navigation
  • Einheitlichkeit und Gestaltung
  • Inhalt und Seitenlänge
  • Lesbarkeit und Typografie

Hier werden viele elementare Dinge angesprochen, die bei jeglicher Gestaltung wichtig sind – selbst Grundlagen im besseren texten finden sich. Die Auswahl von Schriftarten – früher ein Ausbildungsberuf – ist auch heute noch eine Kunst für sich, die nur wenige wirklich beherrschen, aber bei der ein Zuviel schnell für Unübersichtlichkeit sorgt.

Sollte ich aktive Inhalte auf meiner Webseite haben, welche Browser muss ich heute berücksichtigen, welche Tools können mir bei der Erstellung meiner Webseite helfen. Auch nette Kleinigkeiten finden sich: wie erstelle ich ein favicon für meine Seite.

Und dann kommt der lustige Teil: Farbenlehre in Graustufen – aber die gibt es ja noch einmal in color auf der CD anzusehen. Grundzüge: wie wirken Farben, was geht zusammen, was ist genial, was geht gar nicht.

Der Umgang mit Grafikprogrammen ist wichtig für die Bildbearbeitung. Hier habe ich mir noch einige Kniffe abgeguckt. Schön finde ich hier den Überblick über die verschiedenen Dateitypen von Bilddateien und deren sinnvolle Verwendung. Das bringt uns zu den Fotos. Auch dazu gibt es einen kurzen Exkurs. Von der Bildbearbeitung bis zur Kamera-Kaufempfehlung.

In Kapitel 9 kommt das wichtige Thema Suchmaschinen auf den Tisch

Welche Möglichkeiten habe ich, um meinen Shop „ins Gespräch“ zu bringen. Um das „Wie“ richtig zu können beginnt das Kapitel mit einem Sprung in die HTML-Welt. Dann wird es wieder praktisch: wir bauen uns ein einfaches Kontaktformular – auch um zu verstehen wie funktioniert HTML und Java.

Welche Suchmaschinen gibt es, was ist deren Spezialgebiet? Dann kommen wir langsam zu des Pudels Kern: was unterstützt meine Auffindbarkeit, was sollte ich tunlichst unterlassen. Nur ein kleines, für mich wichtiges Beispiel: Google interpretiert den Unterstrich ‚_’ als Verbinder, dass bedeutet blumenstadt_erfurt liest Google als blumenstadterfurt. Richtig wäre heute die Verwendung des Bindestrich: blumenstadt-erfurt.

Online-Marketing – Kapitel 10: beginnt für ein Neueinsteiger natürlich damit, die ersten Kunden für seine Ware oder Dienstleistung zu gewinnen. Woher bekomme ich Neukunden, wie begeistere ich diese für dass was ich verkaufen möchte und wie sorge ich dafür, das meine Kunden zurückkommen und mehr kaufen.

Hilfreich: wir machen einen Plan, den Marketing-Plan. Kurz, knackig, übersichtlich. Dann wird verteilt: Marketing-Mix. Was machen wir wo? Exkurs: ein wertvoller Crashkurs in PR und Pressearbeit.

Noch einmal: Suchmaschinen. Kelkoo, Google Produktsuche, Google AdWords, Yahoo Search. Welche Möglichkeiten gibt es, wie kann ich sie einsetzen.

 

Dafür ein eigenes Kapitel – schon länger in aller Munde: Social Media – Facebook, Xing und Co.

Ist es sinnvoll, hier gleich mit einzusteigen und wenn ja: welches Konzept kann mir dabei helfen? Wie kann ich durch Engagement im Web2.0 meinen Ruf und meine Kompetenz bekannt machen und im Netz verbreiten. Dazu gibt es eine Reihe von Möglichkeiten. Blogs, Foren, Portale, Twitter und andere Plattformen bieten eine schier unübersehbare Menge von Möglichkeiten sich und seine Unternehmung im Web zu zeigen. Nicht alles ist gleichermaßen nützlich und hilfreich, darum unterstützt auch hier das Handbuch wieder im planvollen vorgehen. Dabei geht es nicht nur um Mainstreammitmachen – wie lege ich eine Facebook-Präsenz an, auch selbst anstoßen hilft: ein eigenes Blog, ein Forum, oder Wiki zu unterhalten. Das Buch endet mit verschiedenen kleinen Hilfsmitteln, die das Social Media-Leben erleichtern und effektiver machen.

Mein Fazit noch einmal: ein rundherum gelungenes Buch, ein must have für jeden Einsteiger im Online-Handel – und ich finde auch für Profis immer wieder eine Anregung darin. Wirkliche Fehler konnte ich nicht finden, allenfalls Themen die ich gern noch intensiver beleuchtet gefunden hätte – z. B. das Magento Shop System, aber dazu gibt es ein eigenes Buch … und das kann man ganz fix hier runterladen.

 

 

  1. weit gefehlt: auf der Rückseite finde ich notiert: 39,90 € []
  2. hier gefallen mir sehr gut die sieben Grundregeln für Versicherungsverträge, mir fehlt nur noch die Essenz: versichere nur, was notwendig ist []

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Ein neues Hoyabuch ist erschienen – und ich finds gut!

Hoya - das neue Buch - Surisa und Jens KühneBei dem Preis-Leistungs-Verhältnis und dem zu erwartenden Absatz, der vermutlich alle großen Verlage abschreckt, ist zwei Enthusiasten ein schönes, informatives Buch (und auch noch in Deutsch) gelungen.

Die leider eher überschaubare Gemeinde der Hoya-Fans hat lange auf dieses Werk warten müssen und reagiert in den noch seltenen Rezensionen mit gelinder Enttäuschung.

Die Nomenklatur ist zum Teil etwas ungewohnt, mehr und ausführlichere Infos, mehr Bilder und ein Register werden gewünscht. Sicher wären gerade mehr und deutlichere Abbildungen von Blättern hilfreich, um die Pflanzen zu bestimmen, bei denen man etwas länger auf Blüten warten muß.

Möglicherweise finden wir all das in einem Nachfolgebuch – das aber sicher nur erscheint, wenn dieses erste ein Erfolg wird.

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Der Tag an dem der Papst nach Erfurt kam

Erfurt – jetzt des heiligen römischen Reiches Papststadt. Was eine Uffrechung dahier!

Kurz vor dem Mittag flogen dicke Flugzeuge über die Blumenstadt und warfen heiligen Inhalt ab.

Seit Tagen steht an jeder ernstzunehmenden Kreuzung ein einsatzbereites Paket Absperrgitter. Über die Zugangsparameter der Innenstadt und die Verkehrs/Parkplatzplanung wird seit Wochen gemutmaßt.

Hubschrauber zum Papstbesuch

Hubschrauber zum Papstbesuch - hier der Bundespräsident und die Bundeskanzlerin direkt über der Cactusfarm

Hubschrauber kreisen ständig über uns. Seit gestern parken im Zentrum nur noch Polizeiautos. Dafür sind Zentrumbewohner mit ihren Autos auf  unserem Parkplatz untergeschlüpft. Schön, helfen zu können. Doch nicht alle finden den Ausnahmezustand tolerabel. Beim Frisör werden die nagelneuen Dixi-Batterieen belästert, die vielen angekündigten Limusinen, das viele Geld …

Mir ists recht. Ich bin stolz, stolz auf unsere Stadt, darauf, dass die Welt für einen kurzen Moment auf Erfurt schaut. Diesmal unter einen guten Stern. Wie gut ist es doch, in Erfurt zu leben.

Und jetzt ist seine Heiligkeit eingetroffen. Schon ein komisches Gefühl. Er ist hier in unserer Stadt. Heute, jetzt gerade im Moment.

Vorbereitungen darauf laufen schon lange. Das erste waren die Ratzefummel-Radiergummis, in den Kirchenläden gab es Ikonen zu kaufen. Gullydeckel wurden zugeschweisst, Strassenlaternen versiegelt, der Domplatz etwas aufgehübscht, im Dom ist keine Besichtigung möglich. Klar gibt es Nörgler, aber im Schnitt scheint mir der Erfurter den Rummel mit fröhlicher, schlechtestenfalls stoischer Gelassenheit hinzunehmen. Und eigentlich ist doch alles weit weniger schlimm, als es erwartert wurde. Gegendemo – ja, gab es, aber: die Stadt war heute nahezu  leergefegt. Darum keine Behinderungen auf dem Weg in die Blumenstrasse. Selbst die Post war

Bischofsmütze zum Papstbesuch - Astrophytum myriostigma

Bischofsmütze zum Papstbesuch - Astrophytum myriostigma

entgegen der Ankündigung pünktlich.

Und wir haben etwas versemmelt. Unseren Beitrag zum Papstbesuch in Erfurt.
Wir hätten hübsch unserer schönen Erfurter Bischofsmützen auf dem Domplatz anbieten können. Aber wer kommt denn auf solch geniale Ideen?

Schliesslich gibt es auch Erfurter Papst-Senf von Born. Der gehört halt dazu – nur nicht zur Thüringer Rostbratwurst.

Papstsenf aus Erfurt

Papstsenf aus Erfurt

 

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