Cactusblog

Aus dem Leben eines Kaktusgärtners

Dienstag, 7. Juli 2015
von Ulrich Haage
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Guerilla Werbung für den Cactus von Citroën vor der Züricher Sukki

Ich verfolge den Citroën C4 Cactus schon seit seiner Prototypphase. Unsere erste Begegnung auf der Autobahn war leicht enttäuschend. Dennoch liebe ich die Idee dahinter. Und natürlich freue ich mich über die immer wieder pfiffigen Aktionen die dafür vom Zaun gebrochen werden.

Hier besonders putzig:

Eine Sonnenblende mit Aha-Effekt die auf dem großen Parkplatz am Mythenquai direkt vor der Städtischen Sukkulentensammlung verteilt wurden. 

Ob die ‚Sukki‘ nun bewusst als Kulisse herhalten musste, oder die Citroën-Agenten tatsächlich nur das Strandbad im Auge hatten bleibt offen.

Hier die Meldung:

Nur für den Fall, dass diese Nachricht auch da verschwinden sollte hier noch ein Backup:

 

Heisse Guerilla-Aktion für den C4

Franz & René hat im Rahmen einer Guerilla-Aktion die Autos anderer Marken zu Werbeträgern für den Citroën C4 Cactus gemacht.

Die C4-Cactus-Sonnenblende wird an heissen Tagen im Juni in acht grossen Schweizer Städten an Automobilisten verteilt, die rund um die grossen Schwimm- und Strandbäder ihr Auto parkieren. Ein Geschenk mit Überraschungseffekt, da es dank einer Spezialtinte, die bei 45°C verschwindet, sein Erscheinungsbild ändert.

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Sobald die Tinte verschwunden ist, taucht folgende Botschaft auf: «My next car? A Citroën C4 Cactus.» Zurück bei seinem Auto wird dem Lenker bewusst, dass sein Fahrzeug zum Werbeträger einer anderen Automarke geworden ist. Die deutschen, spanischen, japanischen oder amerikanischen Automarken werden also ohne ihr Wissen zu Botschaftern für Citroën. Weiterhin verspielt, lanciert die Marke mit den Doppelwinkeln einen Wettbewerb mit vielen Preisen für die heissen Sommertage.

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Verantwortlich bei Citroën Suisse: Laurence Barbey, Julie Garnero (Press, Event & Sponsoring). Verantwortlich bei Franz & René: Valérie Pecalvel (Strategic Direction), Luciano Gerber (Client Service Direction), Vincent Eichenberger, Anja Kocher (Campaign Manager), Yoann Cosson, Michel Kissling (Konzeption, Text), Marco De Albuquerque (AD), Barbara Müller, Gianluca Terzini (Grafik design). Film-Produktion: Ramon+Pedro, Lausanne. Webseite: Picturn, Sébastien Pochelon/Samuel Corajod Promotion Agentur: Promokant, Zürich.


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Samstag, 4. Juli 2015
von Ulrich Haage
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Die Mär von der Spinne in der Yuccapalme

Eine gerne weitererzählte Stammtischstory mit Gruselfaktor:

Ein junges Paar bringt aus dem Urlaub eine hübsche kleine Yuccapalme mit.
Nett drapiert im Schlafzimmer macht das Erinnerungsstück eine richtig gute Figur.

Merkwürdig ist nur: manchmal macht die Pflanze merkwürdige Geräusche – vor allem beim gießen. Etwas verwunderlich – aber vielleicht ist das ja typisch für solch exotische Palmen.

Eines Nachts schreckt die junge Frau im Bett auf und sieht sich direkt einer riesigen, schwarzen Spinne gegenüber. Völlig paralysiert, weder in der Lage sich zu bewegen, noch zu schreien beobachtet sie mit Grausen das haarige Untier auf ihrer Bettdecke. Nach einer quälenden Ewigkeit erwacht ihr Mann endlich, schlägt die Decke zurück und beide flüchten schreiend aus dem Raum.

Die herbeigerufene Feuerwehr versorgt die völlig schockierte junge Frau und findet die Spinne die sich inzwischen wieder in Ihre Palme zurückgezogen hat. Außerdem entdecken sie dort ein Nest das von jungen Spinnen wimmelt. Nach eingehender Untersuchung stellt sich heraus: die Spinne ist höchst giftig und ihr Biß hätte leicht tödlich enden können.

Und weil es so schön ist, gleich noch eine ähnlich wilde Story:

Eine Frau hat sich einen großen Kaktus gekauft und brachte diesen voller Freude nach Hause.

Kurz darauf beobachtet sie etwas komisches: der Kaktus scheint sich zu bewegen.

Irritiert ruft sie den Verkäufer an und erklärt: „Ich weiß, dass es verrückt klingt, aber ich glaube, mein Kaktus atmet.“

Der Verkäufer rät der Frau sofort das Haus zu verlassen. Währenddessen alarmiert er die Sprengstoffexperten.

Das Bombenentschärfskommando trifft wenig später bei dem Haus ein um den Kaktus abzuholen.

Just in dem Moment als der Kaktus in den LKW geladen wird, beginnt dieser sich zu bewegen und explodiert. Aus dem Kaktus kommen unzählige kleine, hochgiftige Skorpione gekrochen.

Diese beiden Geschichten sind meist aus zweiter Hand erlebt (‚der Nichte meiner Freundin und ihrem Freund… ist das vor einigen Tagen passiert‘) und halten sich als vermeintlich wahre Erlebnisse hartnäckig im Umlauf. Modern Tales.
Urban legends.

Der Gruselfaktor kommt daher: es erscheint ja völlig unwahrscheinlich, aber man kann ja nie wissen, ob nicht vielleicht doch …

Sie werden ihre Pflanzen mit völlig neuen Augen sehen – wenigstens für einige Tage. Bis sie feststellen: weder Skorpion, noch Spinne drin.

 

– eine Geschichte zu den ‚Yuccapalmen‘ in der Hallenschau auf der Landesgartenschau 2015 in Schmalkalden –


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Dienstag, 5. Mai 2015
von Ulrich Haage
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Tag der offenen Tür 2015 bei Kakteen-Haage

Der Tag der offenen Tür ist seit 1991 traditionell die wichtigste Veranstaltung bei Kakteen-Haage. Am zweiten Samstag im Mai treffen sich in Erfurt unzählige Kakteenfreunde

In diesem Jahr ist es Samstag, 9. Mai 2015 bei Kakteen-Haage in Erfurt,

ein Blick aufs Programm:

  • Verkauf auf über 1500 m² von 8.00 bis 18.00 Uhr
  • Beratung und Tipps von unseren erfahrenen Mitarbeitern
  • Führungen durch die uralten Mutterpflanzenbestände – diesmal dabei: um 11 Uhr eine Führung durch die Kakteen speziell für Kinder
  • Entdecken Sie über 325 Jahre Gärtnergeschichte der Familie Haage in Erfurt
  • 11 Uhr Praxisworkshop „Sukkulente Demonstrationen mit Franz Eret, dem großen deutschen Sukkulentenprofi
  • 13 Uhr Vortrag „Reise nach Patagonien – ans schönste Ende der Welt“ mit Elisabeth und Norbert Sarnes
  • Fachsimpeln und Austausch mit Fachleuten und anderen Kakteenfreunden
  • mit dabei: die leckere Kaktusbratwurst, und andere Thüringer Spezialitäten vom Grill
  • Kaffee und frischer selbst gebackener Kuchen
  • Bonsaifreunde kommen bei unseren Nachbarn Bonsai-Do und ihren sehenswerten Bäumchen voll auf ihre Kosten

 


Der Tag der offenen Tür bei Kakteen-Haage – alle Jahre wieder wird er mit wachsendem Erfolg zelebriert.
Natürlich geht es auch darum, sich in den Beständen einige Schnäppchen zu sichern, oder dem „Profi“ mal mit einem Problem auf den Zahn zu fühlen.

Besonders bedeutsam ist aber die Möglichkeit, mit anderen Kakteenfreunden zusammenzusitzen und Erfahrungen auszutauschen und das über regionale Grenzen hinaus.

Vorträge

Wie in jedem Jahr gibt es eine Mischung von guten Vorträgen, die zum einen natürlich etwas für’s Auge bieten, andererseits aber auch eine Menge an Informationen und Anregungen enthalten.

  • 11 Uhr Praxisworkshop „Sukkulente Demonstrationen mit Franz Eret, dem großen deutschen Sukkulentenprofi
  • 13 Uhr Vortrag „Reise nach Patagonien – ans schönste Ende der Welt“ mit Elisabeth und Norbert Sarnes

Führungen:

Immer wieder beliebt ist der Blick hinter die Kulissen – den so ein Tag der offenen Tür ja schliesslich ausmacht. Hier kann man sehen, wie so eine Kakteengärtnerei arbeitet, wo kommen die Pflanzen her und wer hat da seine Hände im Spiel. Man kann durch die Sämlingsbestände streifen, Fotos von den Mutterpflanzen machen, oder lernen, wie man 800 Pflanzen in einer Stunde topft.

Wir freuen uns auf Sie am Samstag!

(Hinweis: einige Kommentare beziehen sich auf den Tag der offenen Tür aus den vergangenen Jahren)


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Sonntag, 12. April 2015
von Ulrich Haage
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Die Hancock-Story – zu Echinocereus hancockii

Ein Kapitän. Aha.

Wie kommt ein Kapitän dazu, dass ein Kaktus nach ihm benannt wird? Echinocereus maritimus ssp. hancockii – der ist Teil der Titelstory des Kakteen-Haage Katalog 2015.

In Berlin treffe ich Michael Lange.

Ich denke gerade über Echinocereus maritimus nach – und er ist ja einer DER Echinocereus-Männer dieser Zeit ist – also frage ich ihn.
„Was macht E. maritimus besonders?“ Und natürlich kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen. Nicht die gelbe Blüte – die gibt es auch anderswo.
„Der blüht einfach immer. – Klar, für gewöhnlich blüht er im Herbst. Aber ich habe ihn erwischt, als er im Mai in voller Blüte stand.“
Und die Augen leuchteten vor Begeisterung – so wie Kakteenfreunde strahlen können wenn es um Blüten geht.
„Die standen in voller Blüte und gleichzeitig waren die Früchte reif. Die blühen wenn sie ein bisschen Wasser bekommen.

Aber hier geht es ja um die freundliche Verwandtschaft – und den Namensgeber. Den gar nicht so unbedeutenden Mister Allan Hancock.

Er stammt aus einer amerikanisch / ungarisch-stämmigen Familie die neben dem ersten Weinbau in Californien und goldschürfen eine nette Farm ‚La Brea‘ betreiben. Wer sich dort nicht so genau auskennt – ein Teil des Grundstücks ist heute als Hollywood bekannt. Aber das kommt später. Zuerst bohrt der damals noch Farmer Hancock nach Öl – 71 mal – und ist erfolgreich – wenig später auch reich. Sehr reich.

Und er wird Philanthop – ein Menschenfreund.

Daneben gibt er sich diversen Hobbies hin. Im speziellen faszinieren ihn Transportmittel aller Art:

  • er ist der zweite Autobesitzer in Los Angeles, Mitbegründer, später Präsident des regionalen Automobilclubs
  • entwickelt und fährt lange selbst Lokomotiven und baut eine eigene Bahnstrecke auf
  • erwirbt die Master Mariner’s License und heißt seither ‚Captain Hancock‘. Als solcher erwirbt er vier Schiffe (Velero I-IV)
  • nachdem Lindbergh den Atlantik überquerte, steigt Hancock auch in die Luftfahrt ein, finanziert Flugzeuge für eine erste Weltumrundung, baut einen Flughafen und gründet eine Pilotenschule.

was noch?

  • neben diversen sozialen Projekte gründet der die Union Bank of California
  • spielt Chello
  • baut Theater, eine Eis Fabrik
  • betreibt eine große Hühnerfarm

Was offen bleibt: wie war das nun mit den Kakteen?

Hancocks Schiffe sind auf Forschungsexpeditionen unterwegs – entlang der mittel- und südamerikanischen Küste. Dort beginnen nicht nur die ersten Unterwasser- und Tiefenerkundungen, auch in den Küstengebieten wird geforscht, neue Entdeckungen beschrieben und nach Hause gebracht. Darunter auch Echinocereus maritimus ssp. hancockii – den Nigel Taylor als die ‚fette Ausgabe des E. maritimus‘ identifiziert….    alles ganz einfach, oder?

 

Ach ja, nicht zu vergessen: 1996 schreibt Vincent Ngo ein Drehbuch auf den Namen Hancock. Der Superheld mit unbegrenzter Kraft und Unverwundbarkeit kommt mit Will Smith und Charlize Theron ins Kino.


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Donnerstag, 2. April 2015
von Ulrich Haage
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Ungewaschen!

Der Bims ist es.

Ungewaschen.

Vor einem halben Jahr haben wir entschieden, das waschen aufzugeben. Der Grund ist einfach: da bleibt mehr gutes für die Pflanze. Denn die – insbesondere die Wurzeln mögen den Feinanteil. Und der wanderte beim waschen halt für gewöhnlich in den Gully. – Bislang.

Ab sofort sieht unser Bims zwar für den nicht eingeweihten eher wie Erde aus – braun, statt strahlend weiß – aber dafür mögen die Pflanzen ihn. Schließlich ist das kein Abdeckmaterial, sondern ein Kultursubstrat. Und dafür ist er hervorragend geeignet.

Also nicht wundern wenn der Bims 2015 eine andere Anmutung hat als Bims 2014 und zuvor…


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Freitag, 13. März 2015
von Ulrich Haage
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Die Schimmelreiter – und der 13.

Staat im Staate!  … es grummelt in mir – und am anderen Ende des Telefon grummelt es auch.

Eigentlich sollte ich doch heute ganz viel über gut ausgeführten Pflanzenschutz lernen – und ein bisschen über deutsche Gesetze und Richtlinien. Statt dessen lerne ich den deutschen Amtsschimmel kennen und verpasse einiges über Abstandsregeln zu Hecken und Oberflächengewässern und fast alles über thermische Unkrautbekämpfung.

Am Montag dieser Woche ist eine Sendung mit Pflanzen für uns angekommen – vor vier Tagen. Die Einfuhrdokumente haben wir von langer Hand akribisch vorbereitet.

Heute, am Freitag stellt ein Beamter fest: ‚da sind Pflanzen in dem Container die stehen nicht auf der Einfuhrgenehmigung.‘

Keine Papiere? – Keine Einfuhr!

Wir müssen die Pflanzen beschlagnahmen.

Klar! denke ich. Liegt auf der Hand. Wenn die Richtlinien nicht erfüllt sind ist das so.
Und gleichzeitig: ‚verdammt! Zwei wissenschaftlich/staatlichen Institutionen und letztlich auch mir durchgerutscht.
Aber: der Beamte hat recht – konstatiere ich. So ein Mist!

… ich lerne weiter …

Nach einigen Stunden folgt die Frage: „In welche Erde müssen die Pflanzen gesetzt werden?“

Wie bitte?
Kümmert sich der Zoll inzwischen höchst selbst um beschlagnahmte Pflanzen?

Kopfschüttel!

 

 


Nein, macht der Zoll nicht.

Dennoch ungehört bleibt mein Versuch, die beschlagnahmten Pflanzen wenigstens in das neu gemachte Sukkulentenrevier des uns nächstgelegenen Botanischen Gartens einzuquartieren.

Und um 22 Uhr wird entschieden: vor Montag kann nicht mehr abgefertigt werden, weil – eigentlich ist eine andere Dienststelle zuständig.

Freitag der 13.

Ach so.


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Sonntag, 8. Februar 2015
von Ulrich Haage
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Wir können jetzt auch Bus! OPNV fast vor der Tür

Busplan 90 BlumenstrasseMittwoch Abend kam die Nachricht:

Ab 9. Februar 2015 sind wir an den öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen. Dann kann man mit dem Bus bis in die Blumenstraße fahren. Fast ganz direkt.

Nur ganz fast – denn bis zur Haltestelle sind es noch ein paar Schritte. Als ich noch klein war habe ich von hier bis dort knappe zehn Minuten gebraucht. Dafür ist man in nur vier weiteren Minuten auf dem Erfurter Domplatz. Und von dort aus kommt man ja praktisch in die ganze Welt – oder eben umgekehrt.
Und auch nur Wochentags.

Jetzt müssen nur ganz viele Menschen den Bus Nummer 90 benutzen – denn bislang ist die Verbindung nur im Testbetrieb.

Hier der Fahrplan der Linie im Detail zum herunterladen.


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Sonntag, 1. Februar 2015
von Ulrich Haage
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Brunch Scout – frühstücken in Cognito in Erfurt

Frühstückskarte cognito ErfurtEs gab Zeiten, da war ich hier fast wöchentlich zu Gast. Zentrale Lage, Vormittwochentags sogar Parkplätze, guter Kaffee und – darum geht es ja: lecker vegetarischen Brunch – jeden Tag.

„Da warst Du1 aber schon lange nicht mehr hier“ – fast schon vorwurfsvoll war der Blick.

Stimmt – wenig von dem was ich kenne ist noch wie es war.

Mein geliebtes Brunchbuffett ist nicht mehr – statt dessen gibt es jetzt eine schicke Frühstückskarte mit fünf verschiedenen Menüvorschlägen – oder eben zum selbst basteln – My Morning heisst das dann.

Mach ich doch glatt. Mir ist heute nicht nach Goudakäse im Menü. Für mich gibt es die schicken vegetaristisch/veganen Aufstriche mit Walnussbaguette, Bio-Rührei und Leute gucken. Plus Milchkaffee zahle ich elf Euro und ein paar Stückchen. Kurz noch ein prüfender Blick auf die Karte. Im Menü wäre das wohl günstiger gewesen – ich hab aber nicht nachgefragt. Leute gucken ist in jedem Fall immer noch gratis. Ebenso die Krämerbrücke.

Sehr gern hätte ich ein weiches Sonntagsei gehabt – mit einem kurzen Seitenblick auf den beschlagenen Eierkocher höre ich: Ei gibt’s nur in hart. Ein Trost: es wäre auch Bio gewesen. Für mich aber keine Alternative.
Mit dem Rappelpager am Tisch – auf’s Frühstück warten.

willkommen im cognitoSehr schön: unseren Tisch für vier konnte ich heute früh noch reservieren und hier ankommen fühlte sich einfach gut an.

Mein Telefon ist hingegen verschnupft – WiFi geht nicht mehr – auch der Key ist jetzt anders. Ein lösbares Problem. Die chillige Mucke kann ist nach wie vor schön chillig.

Es ist noch ruhig hier, wenig später leuchtet der Pager rot und zappelt über den Tisch – heißt: Frühstück ist fertich!

Los geht’s.

Huch! Der erste beherzte Bissen.
Rührei in kalt! Ist das state of the art? Immerhin, in der Mitte ist es noch ein bisschen warm – der Wille war schon da.
Gewohnt genial sind die Aufstriche, ich schmecke zwar nicht mehr heraus, was es im einzelnen sein soll und vermisse darum umso mehr die liebevolle Beschriftung, dem Geschmack tut es keinen Abbruch.

Ich probiere noch die hausgemachten Konfitüren, finde sie ähnlich lecker wie die heimische Erdbeermarmelade und schiele nebenan in die Crunchy Müsli Schale mit blauer Soyamilch. Blau offenbar von Blaubeeren im Früchtemüsli.

Ich konstatiere: Sonntagsfrühstück geht durchaus auch mal als nicht Brunch, im Cognito ist es wie gewohnt leicht und angenehm zu sein, der Laden brummt und doch wird es nicht eng, ich falle jedesmal auf den Schoko-Macciato rein, der so süß ist, dass es selbst mir zu klebrig wird.

Bei Gelegenheit schau ich mir mal die andere Seite des Ladens an, an der Theke gegenüber gibt es Burrito, Curries und Suppen – standesgemäß natürlich in english – und all das erinnert mich auch sehr an London. Hach!


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  1. das ist in dem Fall ein IKEA-Du, nicht etwa weil wir uns persönlich kennen würden – vielleicht sah ich heute aber auch einfach so jugendlich aus []

Mittwoch, 28. Januar 2015
von Ulrich Haage
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Ein tiefer Blick in den Botanischen Garten Heidelberg

Gestern Nacht lese ich noch eine Nachricht: unlängst ist beim SWR ein schöner Bericht aus dem Botanischen Garten Heidelberg zu sehen gewesen.

Spät ist es schon, aber da kann ich noch mal schnell reinschauen.Christof Nikolaus Schröder Botanischer Garten Heidelberg SWR

Niko (bürgerlich: Christof Nikolaus Schröder), der im cactusblog 1.0 seine eigene Kolumne hatte1, zeigt im Film – mit berechtigten Stolz – sein Werk. Die faszinierende Geschichte des Botanikers Prof. Werner Rauh – der sich als Botaniker und Pflanzenjäger unter anderem sehr intensiv mit sukkulenten Pflanzen beschäftigt hat. Mich überrascht immer wieder, wie viele der heute ‚normalen Pflanzen‘ Rauh bekannt gemacht hat – zum Beispiel die Madagaskarpalme (Pachypodium lameri) oder den Christusdorn (Euphorbia milii). Im Film gibt es einiges mehr davon zu entdecken.

… mehr entdecken: in der SWR Mediathek – Niko mit Tropenhelm, Seekiste und Rauh ab Minute 9.


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  1. und vielleicht schreibt er ja etwas aus seinem Alltag hier []

Dienstag, 27. Januar 2015
von Ulrich Haage
2 Kommentare

Neues Jahr – neue Gewandung

„Zum bloggen kommst Du ja auch nicht mehr …“

Gut, wenn man etwas dagegen unternimmt, bevor dieser Satz von außen einschlägt. Mich hat er heute eiskalt erwischt. Und doch nicht unvorbereitet.

Wenn ich in meine Entwurfsliste schaue – dann liegt da einiges in der Pipeline. Kommt noch!

Das erste was heute fällig war: Updates und renovieren. Mich hat schon immer gewundert, dass es in den langen Jahren der ‚Greenery‘ kein Beschwerden ob der besonderen Blogfarbe gegeben hat.

Die Zeit ist nun vorüber. Was bleibt ist noch ein Erinnerungsbild…

… und Alles Gute für 2015!

Möge es ein wunderbares Jahr werden.

Das war das Cactusblog in zweiter Generation

Das war das Cactusblog in zweiter Generation


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Dienstag, 16. September 2014
von Ulrich Haage
1 Kommentar

Kaktus essen – hardcore – die Kaktus Challenge

Heute um elf Uhr zwei vermeldet N24 einen neuen Hype entdeckt zu haben.

Männer, die in Kakteen beissen

Männer, die in Kakteen beissen

Nach der ‚Ice Bucket Challenge‘ kommen ‚Männer, die in Kakteen beißen‚.
Fein.
Um 17:04 Uhr klingelt eine nette Dame vom WDR bei mir an und fragt genauer nach, wie gefährlich es werden kann, wenn man Kakteen isst. Das soll morgen versucht werden.
Je länger ich darüber nachdenke wird mir dabei einigermaßen gruselig, was bei manchen Kakteen so passieren kann. Blutig ist dabei eine der harmlosen Folgen.

Bevor meine Phantasie sich völlig verläuft warte ich erstmal ab, ob die Kaktustester morgen bei Eins live wirklich zweckfrei in den Kaktus beissen. So ganz sicher war die Dame nach unserem Telefonat dann nicht mehr.

… vielleicht finden sie ja auch ein etwa ungefährlicheres Exemplar zum probieren …

Ich schüttel solange mal den Kopf – auch wenn ich schon viel Kaktus gegessen habe 😉


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Donnerstag, 20. März 2014
von Ulrich Haage
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Überraschung mitten in der Katalogvorbereitung

Der Kakteen-Haage Katalog ist für mich immer ein besonderer Schwerpunkt im Jahr. Hatte ich früher dafür etwa sechs Wochen Zeit, verbleiben heute meist nur noch 14 Tage in denen ich das komplette Sortiment aufs Papier bringe. Nicht allein – aber das ist inzwischen mein Zeitfond.

Und vorgestern stand ein Paket in meinem Büro. Liebevoll verpackt und beklebt – alles von Hand.

Warum ich mich so gefreut habe und was drin ist im Paket – hier im Filmchen – und meine Begeisterung für den Paketinhalt live zu erleben ;).

… once more – sorry für den Ton, meine Kamera mag kein externes Mikrofon :(

Ach ja – was Die Rombergs so treiben, darüber schreiben sie hier – das habe ich meiner Freude ganz vergessen zu erzählen. Ganz spannend finde ich die Idee mit den Popup Erden. Einige Testpackungen habe ich schon in der Gärtnerei, das werden wir uns demnächst mal genauer anschauen und berichten …

Jetzt ist erstmal Katalog angesagt …

 

 
Ulrich Haage @ g+


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