Historisches Wochenende im Gartenbau – Christian Reichart, Gartenbaumuseum und mehr

Ganz schön was los die letzten Tage.

Seit Montag bereiten wir uns auf die Kakteenbörse / Raritätenbörse  im EGA-Park vor, auch wenn die Hauptlast hier bei meinem Vater als dem Initiator der Veranstaltung liegt.

Am Mittwoch hat Thüringen bei der Preisverleihung der Entente Florale im Fernsehgarten in Mainz ganz ordentlich abgesahnt. Erfurt bekommt den Nachhaltigkeitspreis der Fördergesellschaft Gartenbau [stolz blinker - tolle Stadt!], Bad Langensalza wurde inzwischen auch von der Jury entdeckt und angemessen gewürdigt: Goldmedallie und erster Platz. Damit wird Bad Langensalza nach Weimar als zweite thüringer Stadt Deutschland im internationalen Vergleich vertreten. Verdient! Ich hab mich danach zur Sicherheit noch mal schlau gemacht, inzwischen gibt es dort schon wieder zwei neue Gärten, die ich noch nicht kenne – Zeit für einen Besuch.

Am Freitag Mittag kam Ministerialdirigent Dr. Stürmer aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium auf einen Sprung bei Kakteen-Haage vorbei und hat sich Kakteenmuseum und die Gewächshäuser angeschaut.

Ich habe ihn dann gleich noch zum nächsten Termin mitgeschleppt – am Nachmittag war im Rathausfestsaal zu den Feierlichkeiten anläßlich des 325. Geburtstag von Christian Reichart geladen. Von den Haages schreib ich jetzt nix, aber mich beeindruckt immer wieder, das sowohl Johann Sebastian Bach, als auch Georg Friedrich Händel in eben diesem Jahr geboren sind. Die Veranstaltung im großen Festsaal des schicken Erfurter Rathauses war bemerkenswert. Dr. Eberhard Czekalla hatte nicht nur Federführend die gesamte Veranstaltung geplant, mit seinem Männerchor, der Tieftaler Liedertafel und einer wirklich feinsinnigen Auswahl der Lieder sorgte er für einen schönen und kulturvollen Rahmen. Der Erfurter Geschichtsverein in Person von Dr. Rasslow trug unterhaltsam die Geschichte Reicharts vor. Basis dazu dürften die sehr umfangreichen Recherchen von Dr. Czekalla und Dr. Ilsabe Schalldach gewesen sein. Ein schöner Schluß waren die Grußworte von zwei Reichart-Nachkommen.

Im Anschluß ging es direkt zum EGA-Park ins Deutsche Gartenbaumuseum, das sein zehntes Jubiläum begeht. Die honorigen Gäste waren schon in Scharen eingetroffen, ich kam mit unserem Landwirtschaftsminister Reinholz ins gläserne Foyer der Cyriaksburg. Nach Grußworten und einem umfassenden Rückblick von Museumsdirektor Dr. Harald Bischoff wurde der Abend gemütlich und locker. Es gab Gelegenheit für Gespräche, selbst die Politiker hatten Zeit und waren für Fragen offen.

Am Samstag startete im EGA-Park die Kakteen- und Raritätenbörse. Über 170 Aussteller zeigten ihre seltenen Pflanzen und fast 20.000 Besucher kauften fleissig ein.
Etwa zeitgleich begann der Tag der offenen Tür in der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Erfurt. Trotz windigem Wetter waren schon viele neugierige Gartenfreunde unterwegs und probierten Obst, Tee und Gemüse, oder ließen sich zu neuen Sorten oder Schädlingen im Garten beraten.

Am Sonntag wurde im Rahmen der Gärtnertage auf der EGA auch die neue Blumenkönigin gewählt – der Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausewein griff als Jury-Mitglied gewissermaßen auf Eigenbestand zurück, seine Stimme bekam Natalja Scharonin – sie ist Azubi bei der Erfurter Stadtverwaltung.

Unsere Gärtnerei war das gesamte Wochenende geöffnet und viele Kakteenfreunde nutzten die Gelegenheit ausgiebig durch die Gewächshäuser zu streifen.

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Calibanus hookeri

Die Amerikaner nennen die Pflanze auch Graskopf, denn aus dem mächtigen holzigen Caudex wachsen bis zu 1 Meter lange bläulich-grüne, später silbrig-blaue schmale Blätter. Die Pflanze ist im Kakteengebiet von San Luis Potosi (SLP, nördliches Mexiko) zu Hause.

Hin und wieder wird von der extremen Frosthärte der Pflanze berichtet, die am Standort bis zu -17°C tolerieren soll, wir haben uns zu einem solchen Härtetest noch nicht durchringen können – und ich kenne auch niemanden, der es selbst schon probiert hätte.

Klar ist hingegen das Wasserspeichervermögen, was die Pflanze in die Lage versetzt, auch einen längeren Urlaub ohne Giessdienst zu überstehen. Staunässe ist dagegen Gift für diese wie für fast alle sukkulenten Pflanzen. In einer passenden Terracotta-Schale macht der Calibanus auf der sonnigen Terrasse selbst im heißen Sommer eine sehr gute Figur.

Hier gibt es Calibanus in verschiedenen Größen zu bestellen.

Für die Standortbilder mit besonders imposanten Exemplaren Danke an Uli D.

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Kakteen, Hemp-Shops und Gewächshäuser – Teil zwei

Nach einem Tag Kakteengewächshäuser anschauen darf man etwas Pflastermüde sein. Wie schön, das die niederländischen Großstädte zwar eng sind, aber mit etwas Mut kann man auch dort mit größerem Wagen im Zentrum parken. Erste Station war der alte Delfter Hafen. Hier gab es alles was zu Holland gehört.

Delfter Hafen - Rotterdam

Delfter Hafen - Rotterdam

Windmühlen, unzählige Fahräder, Hubbrücken, Käse, Fisch, Wasser, Schiffe, schnuckelige kleine Häuser. Dazu hatte der Regen rechtzeitig aufgehört, die Sonne schien ganz wunderbar, eine gute Gelegenheit, einfach auf dem Brückenkopf mal die Beine baumeln zu lassen.

Der restliche Ausflug ins Stadtzentrum blieb dann aber auf Rädern statt per pedes. Macht auch Sinn, denn allein die vielen beeindruckenden Dingen, die es zu sehen gibt … So blieb mein Auge an einem wunderlichen gelben Bus hängen. Eigentlich war es nur die Heckpartie, die mich irritierte und mich an etwas russisches erinnerte. Es dauerte eine Weile, bis mir die Ponton-Fähren in den Sinn kamen. Wenig später trullerte der Bus über die Erasmusbrücke und da machte es klick -- ein Amphibienbus -- bestimmt planschen die damit in der Maas, oder im Hafen herum. Google hilft auch da: Splashtours heißt der Veranstalter und für knapp 15 Euro kann man in Rotterdam mit dem Bus schwimmen gehen. So siehts aus:

Stichwort Brücke: bevor auch der Kaktusbus über die große Erasmusbrücke rollte gab es noch einen Stop an der beeindruckenden Kulisse alten stillgelegten Eisenbahnhubbrücke die früher die Nord-Süd Verbindung über die Neue Maas sicherstellte.

Der nächste Morgen begann in aller Frühe mit reichlich Kakteen und seltenen Sukkulenten. Diesmal nicht nur kleine Pflanzen, sondern auch einige von bereits ausgewachsenem Kaliber. Besonders hervorzuheben sind hier die alten Baobabs, von denen ich natürlich nicht die Finger lassen konnte. Knorrige, reichlich verzweigte Pflanzen mit feinen jungen Austrieben. Ebenso feine Austriebe zeigen Operculicaria. Mit ihren tiefen Wurzeln werden wir diese möglicherweise erst im Frühjahr anbieten. Auch die schönen Euphorbia bupleurifolia wird es in Kürze wieder geben. Von meiner persönlichen Lieblingspflanze -- Dioscorea elephantipes habe ich ausreichend mitgebracht, darunter auch einige Exemplare die schon die typische Schildkrötenform zeigen. Auf eine ganz spezielle monstose Form von Mammillaria painteri wurde ich noch hingewiesen -- sind auch ins Auto gehüpft, gemeinsam mit schicken Cyphostemma (Cissus) juttae, dicken Pachypodium bispinosum, kleineren Pachypodium namaquanum und besonders schönen Adenium obesum.

Die letzte Station meines Kurztrips war speziell, im Vergleich zur vorher besuchten, picobello aufgeräumten Gärtnerei, eher als kreatives Chaos zu bezeichnen. In einem ehemaligen Produktionsgewächshaus für Gemüse ist eine Mischung aus Möbelhaus, Gartencenter, Trophäenverkauf, Minidschungel und Warenlager entstanden.

Gut 90 % der Fläche namen Pflanzenvorräte (Palmen, Yucca, Palmfarne und diverse andere Pflanzen) ein. Die meisten Pflanzen haben früher einmal sehr attraktiv ausgesehen, Meister Wilhelm würde es vermutlich so formulieren: “einige waren tatsächlich im Stande des Heils”. Der Herr, der mich durch die Anlage begleitete schaute die Calibanus vorwurfsvoll an, weil sie in der Morast-artigen Erde partout keine Wurzeln machen wollten. Auf meinen Blick zur Flächenberegnungsanlage reagierte er, als hätte er diese und die wassergefüllten Untersetzer unter den Töpfen just zum ersten Mal gesehen. Entweder war man sich über die Frage der Pflegebedürfnisse unsicher, oder hatte sich einfach noch nicht die Mühe gemacht, die Bombax ellipticum und Calibanus hookeri in nicht beregnete Bereiche zu bringen.

Bei der Gelegenheit einige Informationen über Calibanus hookeri.

Dem kleinen Dschungel tat die kontinuierliche Beregnung hingegen sehr gut, alles grünt uns sprießt und wirkt richtig “dschungelig” und tatsächlich hatte ich nach wenigen Schritten den Sichtkontakt zur Gewächshausumwelt verloren.

Trotz der großen Zahl an verfügbaren Pflanzen habe ich diesen Ort nur mit verhältnismässig wenig Jagdbeute verlassen. Einerseits musste ich nach den letzten schönen Pflanzen gründlich suchen und die meisten der zuvor noch telefonisch angepriesenen Arten waren überhaupt nicht vorhanden, oder schlicht und ergreifend bereits tod. Das war zwar ein etwas enttäuschendes Einkaufserlebnis -- aber wie immer hat jedes Ding auch sein Gutes -- beim Laden hatte ich nicht die sonst für die letzte Station typischen Probleme, die letzten Pflanzen im Bus unterzubrigen.

Nun bin ich gespannt, ob wir mit unserer Kakteenerde und etwas weniger Wasser auch bei den Bombax ellipticum und Calibanus hookeri Wurzeln hervorlocken können.

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Kakteen, Hemp-Shops und Gewächshäuser

Ein kleiner Kakteen-Trip in die Niederlande

- Teil eins -

Amsterdamer Gracht bei Nacht

Amsterdamer Gracht bei Nacht

Hinweis: Dieser Teil des Artikels könnte Informationen enthalten, die bevorzugt für erwachsene Leser geeignet sind :oops:

Ja, ich gebe zu, es war sehr intensiv. Wer bei Nacht durch Amsterdam trabt, kommt früher oder später an einem Fachgeschäft für Kaffee vorüber. In Wien gab es vor vielen Jahrzehnten eine ähnlich klingende Tradition: das Kaffeehaus. Dort konnte man Kaffee trinken. In Amsterdam gibt es im Coffieshop etwas anderes – wenigstens duftet es bei Nacht darin und davor sehr intensiv, aber überhaupt nicht nach Kaffee. Ist lustig in der Nase, mir aber völlig egal. Ich war doch wegen der Kakteen unterwegs – und in Amsterdam sollte es Metropolen-Kultur zum Auftakt geben.

Trotz dem die erste Gärtnerei doch erst für den nächsten Morgen geplant war, fielen mir doch tatsächlich die ersten Kakteen noch im Zentrum von Amsterdam vor die Füße. In DEM Headshop (The Headshop – since 1968).1

Kakteen im Headshop in Amsterdam

Kakteen im Headshop in Amsterdam

Eine hübsche Sammlung von halluzinogenen Kakteen stand da im Schaufenster herum. Ganz offensichtlich sehnsuchtsvoll nach Licht suchend, waren hier Astrophytum myriostigma (Bischofsmütze, Bishops Cap), Myrtillocactus geometricans, Lophophora williamsii (Peyotl), Trichocereus pachanoi (San Pedro-Kaktus), und Trichocereus peruvianus aufgestellt. Das Sicherheitsglas des Schaufensters sorgt zwar dafür, dass Kakteen und Zubehör unbehelligt von dem reichlichen flanierenden Publikum bleiben, aber eben auch vom Sonnenschein des Tages kommt vermutlich nur wenig bei den Pflanzen an und das quittieren diese mit dem typisch zipfeligen Wuchs an der Spitze an dem sich vermutlich früher oder später auch Pilze oder andere Schädlinge einfinden werden um ein wenig daran herumzunagen.

Sehr hübsch ist das Schild “UK and spanish customs say it’s OK to import cactus as live plants” (wörtlich: englische und spanische Zollbehörden sagen: es ist ok Kakteen als lebende Pflanzen importieren). Völlig richtig – wenn man die Einfuhrbestimmungen berücksichtigt gilt das auch für viele andere Länder. Im nächsten Laden fand ich noch einen größeren Trichocereus pachanoi – hier aber viel lustiger: eine große Schüssel Hanf-Lollies.

Eine weitere Begegnung anderer Art hatte ich in einer schmalen Gasse einige hundert Meter weiter. Auf der einen Seite standen lauter Männer, die die gegenüberliegende Seite der Gasse ausgesprochen interessiert anschauten, oder fotografierten. Im so fixierten Haus waren dicht aneinander Türen, Hauseingänge mit Glastüren, jede einzelne mit der Anmutung einer Telefonzelle. In jeder dieser Türen stand eine nur spärlich bekleidete Frau und guckte komisch. Wenig romantisch jedenfalls. Die Verbindung zwischen beiden Seiten der Gasse entstand in erster Linie durch Blicke, kaum durch Blickkontakt. Ich fand mich in der Mitte wieder und das war ein reichlich komisches Gefühl. Gut das die Gasse nicht endlos war.

Das Adventskalender-Haus in Amsterdam

Das Adventskalender-Haus in Amsterdam

Drei Straßen weiter war deutlich zu bemerken: hier in Amsterdam sind gewitzte Architekten zu Hause. Ein großes Haus wie ein Adventskalender, viele Türchen – tatsächlich 24 Stück und jeder Treppenaufgang war mit einer mehr oder minder falsch geschriebenen deutschen Stadt beschriftet.

Der nächste Morgen begann dann endlich mit – Kakteen – und gleich zwar Kakteen bis zum Horizont.

In diesem Fall handelt es sich bei den Kakteen um veredelte Chamaecereus-Hybriden2 mit Blüte. Das Foto ist natürlich mit Bedacht gemacht.

Begegnung unlängst im n. n. Gartencenter vor einem Tisch mit Erdbeer- und Bananenkakteen:

gelbe Chamaecereus Hybride mit Blüte

gelbe Chamaecereus Hybride mit Blüte

Sie zu Ihm. “Oooch gugge ma. Der hat abr ne schöne Blüde droff. Un so dick un gelb! Das is doch schön!”

Ich zu mir. “nu sache ma…” nein ich denke ja hochdeutsch. “nein wie absonderlich, ich vermag gar keine Blüte zu sehen.” Klar: die “Blüte” ist der Kaktus. So oft wie ich danach schon gefragt wurde. Hier zu sehen: die Blüte der Blüte. Auch diese Frage wird im Beitrag über Chamaecereus aufgeklärt werden.

Euphorbia obesa dichotom geteiltIn den Gewächshäusern habe ich nicht nur weitere schicke neue Veredelungen gefunden (z. B. super dunkelrote gebänderte Gymnocalycium mihanovichii), eine Hand voll wunderschöner großer Hoodia gordonii, bläulich weiß bestäubte Dudleya, ganz kleine furchtbar bedornte Stetsonia die schon die ersten Arme haben, Melokakteen mit Cephalium von den Kanarischen Inseln. Die ganze Auswahl fährt morgen schon zur Kakteenbörse und wird Samstag und Sonntag im EGA-Park schon zu sehen und zu kaufen sein.

Diese seltene dichotom geteilte Euphorbia obesa habe ich aber nur fotografiert und nicht mitgenommen.

Der heutige Abend war der anderen naheliegenden Metropole gewidmet – Rotterdam.

… dazu kommt hier der zweite Teil der Reise

  1. Ich weiß, auch zu übersetzen als Fachgeschäft für Köpfe – ist natürlich Quatsch. []
  2. mehr Details über das Namensdurcheinander in einem weiteren Artikel []

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Bauanleitung Beet für winterharte Kakteen

Ralf Holzheu hat gebaut – den ganzen Sommer – und jetzt hat er ein schickes Beet für seine Winterharten Kakteen. Für alle die auch ein solches Beet haben mögen gibt es jetzt eine Bauanleitung mit detaillierten Step by Step Anweisungen dafür. Sehr praktisch, danke Ralf fürs teilen!

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Kaktusgärtner werden – Ausbildung Gärtner Zierpflanzenbau bei Kakteen-Haage

Bei Kakteen-Haage kann man Kaktusgärtner werden. Offiziell heißt die Ausbildung natürlich Gärtner Zierpflanzen. Für die nächste Ausbildungssaison 2010/2012 gibt es einen freien Ausbildungsplatz.

Kakteengärtner werdenWeil das Kaktusgärtnern keine ganz alltägliche Sache ist suchen wir natürlich auch einen Azubi, der/die sich besonders für Pflanzen und das gärtnern im speziellen interessiert. Die Ausbildungsmöglichkeiten bei Kakteen-Haage sind vielschichtig, es gibt natürlich nicht nur Kakteen zu bewegen, einige Themen der Ausbildung werden in Partnerunternehmen behandelt, bei entsprechendem Interesse und Engagement unterstützen wir auch einen internationalen Austausch.

Bewerbung ganz einfach an info[@]kakteen-haage.de oder Kakteen-Haage, Blumenstr. 68, 99092 Erfurt

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Kunst

… schön – oder?

Ich verstecke mich einfach hinter der Aussage: mein Englisch ist nicht gut genug, die Worte angemessen ins Deutsche zu übertragen.

Quelle

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Unternehmer des Jahres

Gestern kam ein breit grinsender Herr Bitterberg ins Büro, schüttelte mir die Hand und sprach:

Herzlichen Glückwunsch Herr Haage, Sie sind zum Unternehmer des Jahres 2010 gewählt worden!

Einfach so. Das will erstmal verdaut und einsortiert sein. Ich habe keine Ahnung was andere Unternehmer des Jahres so treibt und bewegt. Ob sie täglich das Gefühl haben, etwas ganz besonderes, auszeichnungswürdiges tun. Mir fehlt das jedenfalls. Das Gefühl für das auszeichnungswürdige. Über das besondere bin ich mir hingegen im klaren. Zum Glück muß ich aber keine Begründung liefern. Dennoch – in logischer Konsequenz wurde mir die Frage gestellt: “und wofür glauben Sie jetzt ausgezeichnet worden zu sein?”

Es hängt für mich mit Heimat und mit Identifikation zusammen.

Heimat: wo es gut ist zu Hause zu sein: Menschen, die Cactusfarm, meine grüne Stadt Erfurt, mein grünes Land Thüringen, Deutschland, diese Welt – ein Geschenk, zu dem ich Ja sagen konnte.

Identifikation: die Menschen mit denen ich lebe und arbeite, ein wunderbarer Beruf den ich ausüben darf, eine Tradition die ich fortführen kann, sinnvolle Interessen die ich mit anderen teile, Ziele die ich erreichen möchte.

Eigentlich sieht es alles nach nichts besonderem aus – sollte doch jeder haben, oder? Sollte.

So ähnlich wie Luft.

Ein guter Grund innezuhalten und mal DANKE zu sagen!

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Cactus Men

Just for you – Kaktus-Männer:

… and just for the girls1:

Bei Gelegenheit gibt es auch mal den Gegenpart für die Jungs :)

  1. ich kann aber auf dem Bild beim besten Willen keinen Kaktus entdecken []

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Erfurt-Quiz online

Eben landet die Nachricht in der Mailbox: das neue Erfurt-Quiz ist online gegangen – mit manchmal durchaus kniffligen Fragen rund um Erfurt – und auch …

nö, das kann ich ja jetzt nicht verraten.

Aber vorsicht – das hat einen gewissen Suchtfaktor – und hier gehts zum Erfurt-Quiz.

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Neues Foliedach auf dem Gewächshaus

Wer in den letzten Tagen in unserer Gärtnerei war, konnte ein völlig neues Cabrio-Feeling erleben. Gewächshaus ohne Dach.

Wir haben die alten zusammengeschnurrten Stegdoppelplatten abgenommen und durch Luftpolsterfolie ersetzt. Mit Luftpolsterfolie ist dabei nicht das lustige Bläschen-Zeug aus der Verpackung gemeint, sondern zwei große Foliebahnen – in unserem Fall insgesamt knapp 60 Meter lang und UV-stabil für fünf bis zehn Jahre. Die beiden Folien werden mit einer Kederleiste direkt an der Konstruktion fest angeklemmt.

Die Vorteile dieser Technologie:

  • deutlich bessere Wärmeisolierung – laut Hersteller bis zu 30 %
  • wasserdicht – weniger Tropfstellen – das ist allerdings immer von der Verarbeitung abhängig
  • beim Neubau deutlich günstiger (leichter und auch das Material kostet meist nur ein Bruchteil des herkömmlichen Dachmaterials)
  • leichtere Dachkonstruktion – mehr Lichtausbeute im Gewächshaus – besonders hübsch bei Kakteen
  • durch den regelmäßigen Wechsel gibt es kein altern oder verschmutzen wie bei Glas
  • sehr sturmsichere Konstruktion

Nachteil:

  • regelmäßiger Foliewechsel – aktuelle Folietechnik Polyethylen: etwa alle acht bis zehn Jahre
  • alternativ gibt es auch eine neue HighTech-Folie die in Japan entwickelt wurde: glasklar, sehr stabil, Lebensdauer ca. 20 Jahre, anspruchsvolle Montage, ca. zehnfacher Preis – ist aber besonders schick :)

Und so hat es bei uns letzte Woche auf dem Dach ausgesehen …

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Gemeiner Birkenbohrer?

Am Sonntag traf mich der Schlag. Hat da nicht irgendein Rüpel einfach und ungeniert Löcher in unsere schöne Birke gebohrt?

Als ich ganz genau hingeschaut habe wackelte was im Loch -- die Holzspäne bewegten sich. Also steckt der Rüpel noch drin im Loch. Bei dem Gedanken kam ich mir vor wie der platte Städter in Falladas Geschichte vom bösen Schweineigel.

Wwwwwerkzeug muß her. Mit einem kleinen Schaubendreher fördere ich eine kleine rosarote Made hervor, winzig, viel zu klein für das dicke Loch. Der Rüpel muß dicker sein -- viel dicker. Der Schock -- der Schraubendreher verschwindet komplett im Loch -- und zwar nicht gerade, sondern nur der “Stolleneingang” ist in Waage, weiter geht es dann in jedem der vier Löcher in eine andere Richtung -- fast im rechten Winkel nach oben, nach unten, oder auch zur Seite. Ob es eine Verbindung zwischen den einzelnen Gängen gibt -- dafür war mein Schraubendreher zu kurz. Der Hohlraum im Stamm scheint aber beträchtlich zu sein, wenn ich mir die Berge von Spänen am Fuß des Baumes anschaue.

Und bitter ist das schon, unter dem Baum haben schon meine Großeltern in jungen Jahren gesessen, den kann doch nicht einfach so ein Birkenbohrer-Rüpel auffressen.

… könnte ja mal eine Gegenbohrung machen,

oder mit dem Hammer auf den Stamm hauen -- dann bekommt der Rüpel Ohrensausen,

oder schicke ihn mit Stickstoffspray nach Sibirien.1

Wenigstens bin ich nicht allein auf der Suche nach Birkenbohrern -- auch wenn die Jungs in diesem Forum vor sieben Jahren wohl eher nach einem Bohrmaschinenkiller und Haarwasserjunkie gesucht haben -- oder auf Irrwegen waren.

… das ist die Dokumentation meiner bisherigen Probebohrungen -- bin bislang auf keinen Käfer gestoßen:

… und Ja, der Baum steht noch senkrecht :)

  1. spätestens an dieser Stelle der Hinweis -- Entrüstung kann manchmal zu unernsten und albernen Reaktionen führen.  Ich warte natürlich ganz sittlich auf die fachlich konsolidierten Hinweise der freundlichen Kollegen von Thüringer Pflanzenschutzdienst, die hoffentlich morgen einen Probe von den Holzspänen im Briefkasten vorfinden []

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Ja – Kakteen können auch weh tun

Wie schmerzhaft Kakteen sein können kann man in den beiden Videos ganz deutlich sehen:

Wobei ich an Stelle des Knaben unendlich dankbar wäre, das alles so glimpflich abgelaufen ist -- es hätte noch schmerzhafter werden können -- und das hat schon weh getan wie Hölle.

Mit Opuntien darf man durchaus respektvoll umgehen …

Etwas kichern musste ich aber bei der Erklärung in diesem Filmchen -- warum “jumping”:

“der Kaktus lauert am Boden und wartet auf dich und springt dich an, sobald du vorbeikommst -- und dann hängt er fest an dir. Das gezeigte Kaktus-Stückchen ist eigentlich schon tot, darum funktioniert das nicht so richtig mit dem hüpfen …”

Ich geh gleich mal im Gewächshaus nachschauen. :P

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Ebay wirbt mit Kaktus auf Facebook

Ist das nicht süß? Gleich neben dem Gartenzwerg wirbt ein Kaktus für die Ebay-Kleinanzeigen auf Facebook. Überhaupt dominiert hier der Grüne Bereich völlig – Blumenvase, Gartenzweg, Kaktus. Lauter schöne Sachen eben.

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Und hula hooooop my cactus

Jens hat wieder was hübsches entdeckt …

Wie gut, es ist nur ein Plastikkaktus der da den Hula-Tänzer macht …

from TodayandTomorrow

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