… nicht bei uns, sondern in Californien und nicht mal nur einer.

20.000 U$ Schaden beklagt die Stadt Palm Desert in Süd-Californien nach einem Bericht der BBC News.

Kaktusdiebe in Palm Desert

In den vergangenen Monaten klauten Diebe die Kakteen von den städtischen Beeten. Denen will man nun an den Kragen. Die Kakteen werden mit Microchips geimpft und zusätzlich werden Überwachungscameras installiert, die festhalten, wer auf den Kaktusbeeten der Stadt sein Unwesen treibt. Und wie man es erwarten mag – auch die Polizei hat nun ein Auge auf die Dornenkugeln – und wer erwischt wird bei Diebereien, der zahlt und fährt ein. Sagt zumindest der gestrenge Lieutenant Frank Taylor.

Die Sache mit den Kakteenbeeten – auf denen natürlich auch Agaven und andere Pflanzen wachsen dürfen, ist spannend. Die Stadtväter haben festgestellt, das dichter grüner Rasen untypisch ist – und unwirtschaftlich, schließlich verschlingt das in dem trockenen Klima täglich Unmengen an Wasser. Also wurden der grüne Rasen durch „Wüstenpflanzen“ aus der Umgebung ersetzt, die ohne Sprinkler überleben und gut aussehen.

Hier kann ich mir natürlich nicht verkneifen zu kommentieren, das dort wohl der Begriff „Umgebung“ sehr großzügig interpretiert wurde – bis zur Heimat der Goldkugelkakteen (Echinocactus grusonii) sind es selbst für amerikanische Verältnisse noch ein paar Schritt. Das ist aber halb so wild, die Kakteen stammen vom Großhändler…

Danke an Jens T. für den Hinweis auf den Artikel in Pruned.

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