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frisch gelesen: Der Online Shop – Handbuch für Existenzgründer

Ich hab wieder ein Buch gelesen – oder besser: bin noch dran. Kein einziger Kaktus drin, nicht mal was vergleichbares. Warum? Es geht um Online-Shopping und wie man das macht.
… das Buch ist dick wie ein Lexikon und ja, es braucht ganz schön viel Zeit – nicht nur zum schreiben – auch beim lesen – obacht!

In gewürzter Kürze für Schnellleser:

Der Name sagt es: Existenzgründung – das ist etwas bei dem es lohnt planvoll zu handeln, das macht man schließlich nicht alle Tage. Das Buch ‘Der Online Shop’ ist dabei wirklich eine solide Hilfe. Leicht zu lesen und dennoch übersichtlich und gut strukturiert begleitet es den Einsteiger durch die Ideenfindung, Vorbereitung bis zur Umsetzung und noch weiter durch die ersten Jahre des Versandhandelsalltags. Hier lernt man von der Pike das Handwerk. Da sind Hilfestellungen drin, detaillierte Konzepte, Blicke in Details und die Zukunft, technologische Informationen ohne den Blick fürs Ganze zu verlieren, übertragbare Strategien, die keine Allgemeinplätze sind. In meinen Augen ist der Titel ‘Handbuch’ wirklich verdient, denn ich finde nicht nur reichlich Anregungen, sondern auch einige Ideen, die ich auch in unserem Unternehmen künftig anders angehen kann.

Kurz: Meine klare Empfehlung – dieses Buch braucht nicht nur der e-commerce newbie.

Die Eckdaten der aktuellen Ausgabe 2011: 775 Seiten, Hartcover, Innenteil mit Grafiken, Screenshots und Illustrationen (s/w), erschienen im Verlag Markt und Technik, München.

Hier versandkostenfrei bestellen:

direkt beim Verlag,

oder bei amazon,

oder bei buch.de

Inhalt:

  • Unternehmensgründung und Unternehmensführung
  • Der Online Shop (Voraussetzungen / Shopsysteme / eBusiness /Online-Recht)
  • Marketing und Webdesign (Webseitengestaltung / Suchmaschinenoptimierung / Online-Marketing / Social Media)
  • Anhang mit Glossar und IndexErgänzend zum Handbuch gibt es eine CD mit Listings und Skripten aus dem Text. Sehr praktisch: das Kapitel Webseitengestaltung noch einmal in bunt – das hilft enorm zum Verständnis von Farbwirkung.
    Der CD-Inhalt:

    • weitereShop-Systeme im Detail (Magento, xtcommerce)
    • das Kapitel Webseitengestaltung in Farbe
    • Listings und HTML-Skripte
    • Checklisten und Mustertexte
    • gsitecrawler (Full)
    • Mondo Shop 5.0 Edition Startup (Trial)
    • XAMPP v1.7 für Windows

    On Top gibt es noch einen Google-AdWords-Gutschein im Wert von 100 Euro.

Und noch etwas: ich musste mir den dicken Wälzer nicht mal kaufen, für Rezensenten gibt es eine pfiffige Idee:

blogg dein buch stellt ausgewählte Bücher kostenlos zur Verfügung – einzige Gegenleistung: ein Blogartikel mit einer Rezension zum Buch – und das finde ich ist eine Idee die mir gefällt.

 

Schauen wir genauer rein ins Buch

Auf den ersten Blick ist das Buch vielleicht nicht die naheliegende Literatur, wenn man bereits auf über drei Jahrhunderte Tradition (auch im Versandhandel) zurückblicken darf, aber meine Ahnen haben Erfolg gehabt, weil sie immer ihr Tun neu überdacht haben, neue Wege suchten und bewusst gingen. Kakteen-Haage ist seit 2006 online und es ist gut, auch darauf einen anderen Blick zu werfen – unseren Shop unter die Lupe zu nehmen – mal aus der Sicht eines Neueinsteigers. Darum habe ich mir genau dieses Buch ausgeguckt.

Frisch ans Werk und aufgeblättert.

Auf den ersten Blick schätze ich so: das ist ein Buch aus der 79-89 Euro-Klasse.1 … aber egal – entscheidend ist ja der Inhalt.

Im ersten Kapitel geht es um die Existenzgründung – sehr ermunternd finde ich die Beleuchtung der einzelnen Gründe für Unternehmensinsolvenzen:

-          unterschätzter Finanzbedarf,

-          zu wenig Erfahrung oder Fachwissen,

-          bin ich überhaupt der Richtige für meine Idee,

-          Familie, oder  Partner vernachlässigt

Bei Licht betrachtet sind dies immer wieder die Gründe die zu Problemen führen – mal mehr, mal weniger – und oft genug das Ende guter Ideen. Um auf Nummer Sicher zu gehen gibt es eine Stärken- und Schwächenanalyse und ein paar Eckdaten, was die künftige Führungskraft an „Händchen“ Kompetenzen mitbringen sollte – rund wo sich das eine oder andere Defizit ausbügeln, oder Auffrischen läßt.

Richtig spannend wird es im opulent ausfallenden Bereich Unternehmenskonzept, Businessplan. Wie soll meine Firma heißen, wie die dazu passende Domain, welche Rechtsform passt zu meinem Geschäft, woher bekomme ich Fördermittel, wie sieht mein Markt aus, welche Besonderheiten gibt es im e-commerce, brauche ich eigentlich Marketing, oder reicht meine gute Idee aus?

Viele wichtige Antworten auf diese Fragen.

Dann wird’s ernst, es geht los – Unternehmensstart

Ich melde meine Firma an (habe ich vielleicht noch ein Anrecht auf einen Zuschuß?). Wie ist das mit den Steuern, wie geht Buchführung, Mahnungen und dann:

Büro organisieren. Ein tiefer Blick ins Zeitmanagement hilft nicht nur Business-Einsteigern sich gut zu organisieren, denn erfahrungsgemäß wird man beim Geschäftsstart von Aufgaben nur so überrollt, mit Vorbereitung, einem konsequenten Tagesplan lässt sich das vermeiden.

Zu gern vernachlässigt ist das Controlling. Auch hier gibt es Hinweise und fertige Konzepte. Ausführliche Erläuterungen zu jedem einzelnen Schritt und immer wieder freue ich mich über weiterführende Hinweise. Das geht in die Tiefe!

Eine Warnung vor einem der Lieblingsfehler, der Grund vieler “Junginsolvenzen”: unkontrollierte Privatentnahmen und fehlende Liquiditätsplanung. Wie plane ich meinen persönlichen Geldbedarf? Kann man in diesem Buch lernen … und es geht spannend weiter: woher kommt das Geld – wie kalkuliere ich die Preise für mein Produkt. Das ist nicht immer einfach, aber ein essentielles Handwerkszeug jedes Kaufmanns.

Ein umfangreicher Komplex verschiedenster Bereiche folgt: Risiken und Krisen, Schulden, Versicherungen2, Insolvenz (!!), Krankenversicherung und Altersvorsorge, und dann das Mahnwesen. Wir haben schon einige interessante Erfahrungen machen dürfen – aber im Buch habe ich noch einiges über schwarze Schafe finden können was mir bis dahin unbekannt war – und auch sehr gern bleiben darf.

In Kapitel 4, dem Beginn von Teil 2 des Buches gibt es eine Packung praktisches Wissen für Online-Händler. Zu Beginn Definitionen. Dann die Frage: welche Domain, passende TLD, was geht, was darf man nicht. Nach den Kriterien zur Providerauswahl noch einmal die essentielle Frage: lohnt sich ein Online-Shop für mich, schätze ich meine Chancen reell ein und welche Klippen sollte ich nach dem Start umschiffen.

Dann geht es in die Technik: was hat ein Shop üblicherweise unter der Haube? Datenbank, Verschlüsselung, Warenkorb, Checkout, Versandart, Payment, Reporting – wie funktioniert das ganze? Was ist die beste Strategie für mich, wie finde ich das für mich passende Shopsystem. Das ist eine der wichtigsten Stellen im Buch.

Das Thema Sicherheit folgt als nächstes, hier gibt es sehr häufig Schwachstellen. Denen auf die Schliche zu kommen, noch bevor das Kind im Brunnen liegt ist einer der großen Vorteile eines Sicherheitskonzeptes.

Die Shop-Lösungen, ihre Vor- und Nachteile werden in Kapitel 5 unter die Lupe genommen, erst allgemein und dann folgt sehr praxistauglich die Anleitung: wie installiere ich Step by Step einen Mondo-Shop und wie teste ich mein Werk.

Sehr spannend fand ich die Details über verschiedene Facebook Shop-Systeme wie cartfly oder die Verbindung via ShopTab. Als neuer Weg propagiert: semantische Shop-Systeme – da wurde es mir dann allerdings zu Code-lastig zum genauen lesen.
Noch etwas zukunftsträchtiges: Mobile Shopping. Einkaufen via iPhone und Co. Hier kommt endlich ein kleiner Exkurs zu Magento, und Lösungen wie Shopgate mobile oder mobilemojo. Was mir in dem Buch fehlt ist mehr Tiefgang in Richtung Magento.

Im nächsten Kapitel geht es um eBusiness – mithin das heikle Thema Bezahlung. Ein Überblick über die verschiedenen Zahlungssysteme und eine eingehende Beleuchtung: wann ist es gut, meinen Kunden anbieten auf Rechnung zahlen zu können (riskant) und in welchen Fällen ist es besser nur auf „sichere Zahlarten“ zurückzugreifen? Dazu werden alle Vor- und Nachteile der einzelnen Wege dargestellt und auch deren Möglichkeiten der Einbindung in Shopsysteme nicht vergessen.

Ähnlich detailliert geht es im nächsten Schritt um Auftragsbearbeitung, die Warenwirtschaft und die Verbindung zum Shopsystem. Exemplarisch wird die Verwendung von Lexware, Mondo und JTL-Warenwirtschaft in Zusammenarbeit mit Magento gezeigt. Dabei geht es um manuelle Artikelpflege bis zum automatischen XML-Datenupload in verschiedene Frontends.

Und es geht noch weiter: Automatische Bearbeitung von Zahlungseingängen, und wie funktioniert eigentlich eine effiziente Versandabwicklung bis zur Sendungsverfolgung?

Als nächstes geht’s in die Wolken: wie sinnvoll und notwendig ist cloud-computing im eCommerce? Chancen, Risiken und eine Übersicht über die Kosten.

Kapitel 7: Online Recht

Das wird sauer! Denn im Online-Handel gibt es eine ganze Reihe Pflichten zu beachten, das Feld ist voll von Tretminen.

Fernabsatzgesetz, Widerrufsbelehrung, Tele- und Mediendienstgesetz, Rückgabe, AGB, Haftungsausschluß, Preisangabenverordnung, Rabattgesetz, Verpackungsverordnung, Datenschutzrecht, Urheberrecht. Das ist nur ein Auszug der für den Online-Handel relevanten Regelungen, die es im Auge zu behalten gilt – kein einfaches Unterfangen.

Im dritten Teil des Buches wird es kreativ: Marketing und Webdesign.

Kapitel 8 stürzt sich auf die Webseitengestaltung. Klar, man geht davon aus, der Einsteiger wird keinen allzu großen Etat für Webdesigner haben, und darum selbst Hand anlegen. Dabei hat man schnell die Orientierung verloren, wenn man nicht die grundlegenden Gestaltungsaspekte berücksichtigt:

  • Bedienung und Navigation
  • Einheitlichkeit und Gestaltung
  • Inhalt und Seitenlänge
  • Lesbarkeit und Typografie

Hier werden viele elementare Dinge angesprochen, die bei jeglicher Gestaltung wichtig sind – selbst Grundlagen im besseren texten finden sich. Die Auswahl von Schriftarten – früher ein Ausbildungsberuf – ist auch heute noch eine Kunst für sich, die nur wenige wirklich beherrschen, aber bei der ein Zuviel schnell für Unübersichtlichkeit sorgt.

Sollte ich aktive Inhalte auf meiner Webseite haben, welche Browser muss ich heute berücksichtigen, welche Tools können mir bei der Erstellung meiner Webseite helfen. Auch nette Kleinigkeiten finden sich: wie erstelle ich ein favicon für meine Seite.

Und dann kommt der lustige Teil: Farbenlehre in Graustufen – aber die gibt es ja noch einmal in color auf der CD anzusehen. Grundzüge: wie wirken Farben, was geht zusammen, was ist genial, was geht gar nicht.

Der Umgang mit Grafikprogrammen ist wichtig für die Bildbearbeitung. Hier habe ich mir noch einige Kniffe abgeguckt. Schön finde ich hier den Überblick über die verschiedenen Dateitypen von Bilddateien und deren sinnvolle Verwendung. Das bringt uns zu den Fotos. Auch dazu gibt es einen kurzen Exkurs. Von der Bildbearbeitung bis zur Kamera-Kaufempfehlung.

In Kapitel 9 kommt das wichtige Thema Suchmaschinen auf den Tisch

Welche Möglichkeiten habe ich, um meinen Shop „ins Gespräch“ zu bringen. Um das „Wie“ richtig zu können beginnt das Kapitel mit einem Sprung in die HTML-Welt. Dann wird es wieder praktisch: wir bauen uns ein einfaches Kontaktformular – auch um zu verstehen wie funktioniert HTML und Java.

Welche Suchmaschinen gibt es, was ist deren Spezialgebiet? Dann kommen wir langsam zu des Pudels Kern: was unterstützt meine Auffindbarkeit, was sollte ich tunlichst unterlassen. Nur ein kleines, für mich wichtiges Beispiel: Google interpretiert den Unterstrich ‚_’ als Verbinder, dass bedeutet blumenstadt_erfurt liest Google als blumenstadterfurt. Richtig wäre heute die Verwendung des Bindestrich: blumenstadt-erfurt.

Online-Marketing – Kapitel 10: beginnt für ein Neueinsteiger natürlich damit, die ersten Kunden für seine Ware oder Dienstleistung zu gewinnen. Woher bekomme ich Neukunden, wie begeistere ich diese für dass was ich verkaufen möchte und wie sorge ich dafür, das meine Kunden zurückkommen und mehr kaufen.

Hilfreich: wir machen einen Plan, den Marketing-Plan. Kurz, knackig, übersichtlich. Dann wird verteilt: Marketing-Mix. Was machen wir wo? Exkurs: ein wertvoller Crashkurs in PR und Pressearbeit.

Noch einmal: Suchmaschinen. Kelkoo, Google Produktsuche, Google AdWords, Yahoo Search. Welche Möglichkeiten gibt es, wie kann ich sie einsetzen.

 

Dafür ein eigenes Kapitel – schon länger in aller Munde: Social Media – Facebook, Xing und Co.

Ist es sinnvoll, hier gleich mit einzusteigen und wenn ja: welches Konzept kann mir dabei helfen? Wie kann ich durch Engagement im Web2.0 meinen Ruf und meine Kompetenz bekannt machen und im Netz verbreiten. Dazu gibt es eine Reihe von Möglichkeiten. Blogs, Foren, Portale, Twitter und andere Plattformen bieten eine schier unübersehbare Menge von Möglichkeiten sich und seine Unternehmung im Web zu zeigen. Nicht alles ist gleichermaßen nützlich und hilfreich, darum unterstützt auch hier das Handbuch wieder im planvollen vorgehen. Dabei geht es nicht nur um Mainstreammitmachen – wie lege ich eine Facebook-Präsenz an, auch selbst anstoßen hilft: ein eigenes Blog, ein Forum, oder Wiki zu unterhalten. Das Buch endet mit verschiedenen kleinen Hilfsmitteln, die das Social Media-Leben erleichtern und effektiver machen.

Mein Fazit noch einmal: ein rundherum gelungenes Buch, ein must have für jeden Einsteiger im Online-Handel – und ich finde auch für Profis immer wieder eine Anregung darin. Wirkliche Fehler konnte ich nicht finden, allenfalls Themen die ich gern noch intensiver beleuchtet gefunden hätte – z. B. das Magento Shop System, aber dazu gibt es ein eigenes Buch … und das kann man ganz fix hier runterladen.

 

 


  1. weit gefehlt: auf der Rückseite finde ich notiert: 39,90 € []
  2. hier gefallen mir sehr gut die sieben Grundregeln für Versicherungsverträge, mir fehlt nur noch die Essenz: versichere nur, was notwendig ist []
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Ein neues Hoyabuch ist erschienen – und ich finds gut!

Hoya - das neue Buch - Surisa und Jens KühneBei dem Preis-Leistungs-Verhältnis und dem zu erwartenden Absatz, der vermutlich alle großen Verlage abschreckt, ist zwei Enthusiasten ein schönes, informatives Buch (und auch noch in Deutsch) gelungen.

Die leider eher überschaubare Gemeinde der Hoya-Fans hat lange auf dieses Werk warten müssen und reagiert in den noch seltenen Rezensionen mit gelinder Enttäuschung.

Die Nomenklatur ist zum Teil etwas ungewohnt, mehr und ausführlichere Infos, mehr Bilder und ein Register werden gewünscht. Sicher wären gerade mehr und deutlichere Abbildungen von Blättern hilfreich, um die Pflanzen zu bestimmen, bei denen man etwas länger auf Blüten warten muß.

Möglicherweise finden wir all das in einem Nachfolgebuch – das aber sicher nur erscheint, wenn dieses erste ein Erfolg wird.


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Weimar – Arno Geiger erhält Literaturpreis der Adenauer-Stiftung 2011

Sonntag morgen, diesig, kurz vorm Regen, unterwegs in Sachen Kultur.

Belvedere, Musikgymnasium, wie in einem Amphie-Theater sitzen große Mengen illusterer Menschen auf wenig komfortabel aussehenden Holzstufen und lauschen.

Frau Lieberknecht hält eine Ansprache

Noch illusterer: unsere Ministerpräsidentin Lieberknecht hat Geigers Buch gelesen, sagt sie – und versucht sich in der Literaturkritik. Spricht bedeutungsvoll über den König, den Vater, Sohn, unsere Unzulänglichkeiten, Krankheit, Demenz, Tod – und unausweichlich: die Fäden in unsere heutige Gesellschaft.

Die Laudatio von Dr. Meike Feßman. Ich gestehe meine gänzliche Unbeschlagenheit was Geigers bisheriges Lebenswerk angeht – nun weiß ich immerhin, wie ich dass was ich noch nicht gelesen habe bestenfalls verstehen könnte. Frau Feßmann schien das Buch „Alles über Sally“  am besten zu gefallen, zumindest von diesem Buch habe ich nun eine grobe Vorstellung.1

Kritik? – so richtig kritisch ist keiner der Festredner, Geiger ist vielmals hochverehrt und man ist des Lobes voll. Gehe ich recht in der Annahme, dass Literaten wohl schreiben, nicht aber reden können müssen? Man spricht jedenfalls recht steif. Herr Dr. Hans-Gert Pöttering MdEP würzt seine Begrüßung einmal mit persönlichem: freut sich darüber, dass Ministerpräsident a. D. Bernhard Vogel sein Lob gestisch immer zu beschwichtigen sucht. „Aber er hat mich nach einer Rede noch nie darum gebeten, das nicht wieder zu tun“. Allgemeine Freude. Ihm gefällt es auch, drum verkündet er: “Sehen Sie: Spontanität ist auch Kunst”.

Ein weiteres Geiger-Lieblingszitat – in aller Munde:

Das Leben ist ohne Probleme auch nicht leichter.

Und dann spricht er selbst. Nun mit Preismäppchen unterm Arm, vielleicht wirklich gerührt, aber vor allem ist er vorbereitet – das ist

Arno Geiger erhält Literaturpreis 2011

offenkundig anders als bei Oscar & Co. Hier gibt es keine Viersatz-Dankes-Stammel-Rede, Geiger spricht – nun gut, auch er liest ab, aber dies gut. Von Schlägen und Grenzen. Liest vor von seinen nächtlichen Grenzgängen: „Wir sind in meiner Kindheit jeden Herbst über die Grenze nach Deutschland gefahren und haben pro Person eine Stiege Äpfel zollfrei nach Hause (Österreich) gefahren“. Und von seinem Onkel, der Zolltierarzt war und bei jeder Gelegenheit eingenickt ist. Darum musste ihn beim Autofahren immer ein Kind begleiten und wach halten. Oder die Geschichte vom versehentlich amputierten Wellensittich … aber dass führte jetzt zu weit. Auch über Adenauer und das Alter wird noch mal sinniert.

„Der wurde von seinen Parteikollegen doch nur in immer höhere Ämter gehievt, weil sie ihn für eine Übergangslösung hielten“.

Fazit: eine Literaturpreisverleihung ist anstrengend, wenn sie im Stehen stattfindet, man spart sich möglicherweise einige wichtige Bücher gelesen zu haben, denn man weiß vielleicht, was drin steht (bringt sich aber dennoch um den eigenen Genuß) – und fürs nächste Jahr überlege ich mir, ob mir nichts besseres einfällt -  vielleicht ein Buch lesen2.

Im Park regnet es jetzt. Und die illusteren stehen Schlange für einen Unterschrift.

 

 


  1. am Rande: Amazon ist dieses Buch „im  Tausch“ ganze 0,60 € wert []
  2. Vielleicht bin ich auch neugierig, ob eine Literaturpreisvergabe immer gleich abläuft und bin doch wieder in Weimar []
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Gedanken zur Kakteennomenklatur

Dieser Artikel ist schon seit langem in meinen Kopf unterwegs. Er wird auch in absehbarer Zeit nicht fertig werden, darum schreibe ich “on the fly” unfertig, mit Notizen und freue mich auf Kommentare die vielleicht noch mehr Bewegung und Impulse bringen – und vielleicht auch noch mehr zur Nomenklatur der Kakteen.

Vom Beginn – Ende März 2011:

Der Katalog 2011 ist just fertig geworden, ich habe zum ersten Mal etwas Luft bis zum Druckbeginn.

Da mir im Katalog bei der Titelgeschichte über unseren Echinocereus baileyi ssp. albispinus für einige interessante Details schlicht der Platz fehlte, trage ich hier noch einige Dinge zusammen. Beispielsweise die Sache mit Vernon und Merkel die ganz eng mit der Entdeckung von Echinocereus baileyi zusammenhingen1

Nathaniel Lord Britton schreibt:
This very interesting species was collected in August 1906 by Mr. Vernon Bailey, for whom it was named, in the Wichita Mountains, Oklahoma. (ich übertrage mal weiter ins deutsche:) … im August 1906 wurde die Art von Mr. Vernon Bailey erstmals in den Wichita Mountains aufgesammelt und nach dem Entdecker beschrieben. Ein Jahr später blühte die Pflanze und starb darauf. Erst nach weiterem Studium bemerkten Britton und Rose, dass ein gewisser Mr. Merkel aus Oklahoma eine ähnliche Pflanze eingeschickt hatte, die im Juli 1908 blühte. Der Versuch einer Nachaufsammlung blieb aber erfolglos bis 1921, als Major E. A. Goldman wieder im August feststellte, das der gesuchte Echinocereus baileyi im Wichita National Forest nahe Cache häufig zu finden ist. Wenig später traf in Washington eine Pflanzenlieferung ein: … Beside single plants there was a large clump, 3 dm. in diameter, consisting of 25 branches. … was für ein Brocken, wenn ich an die Gewächshauskultur denke – für die Feldläufer “draußen” hingegen vermutlich nicht einmal ungewöhnlich!

Dann stolpere ich über die Geschichte von Ms. Lahman.

Kakteen-Haage Katalog 1928

erstes Auftreten bei Kakteen-Haage erst 1928

 

Ich  weiß nicht ob ich damit alleine bin: bei der ersten Erwähnung des Klammerautor (Lahm.) assoziierte ich einen jungen wohlhabenden Mann der in kurzer Hose und Kniestrümpfen auf geschorenem Rasen rumrennt. Fußball aber nicht Kakteen.
Wer ist dieser Lahm? IPNI kennt:

    • J.Lahm – Johann Gottlieb Franz-Xaver Lahm 1811-1888 und …
    • W.Lahm – Wilhelm Lahm 1856-

Fehlanzeige – die beiden passen nicht ganz dazu – Alter und es fehlt der Punkt.
Als nächstes hilft Backeberg. Dort gibt es Initialen dazu und den vollständigen Namen – M. S. Lahman und ich lerne: der Mann ist kein Fußballer.
Nochmal IPNI – upps – der Mann ist eine Frau und heißt Bertha Marion. Jetzt habe ich nur noch ein S. zu viel, aber das findet sich >> B. M. S. Lahman.

Als nächstes werde ich mir mal das Kommen und Gehen des ‘albispinus’ anschauen.

Die Pflanze als solches ist durch die weiße Bedornung auch für den Laien leicht von den anderen Arten und Unterarten zu unterscheiden. Die Feinheiten in der Zuordnung ist für viele Kakteenfreunde, die sich mit damit nicht zu sehr befassen auch mal schnuppe, sie begeistern sich eher für die Blühfreude, Anmut und kräftige Bedornung.

 

und auch dies kommt noch:

  • Literatur dazu
  • wie geht spec. ‘Vatter’
  • wie funktionieren Botanische Namen
  • der Kakteen-Haage Katalog 1928
  • Varietät vs. Subspecies
  • Crassula rupestris ssp. marnierana ‘Jade Neclade’ stimmt das so?
  • Betonung und Aussprache: Echeveria, Kalanchoe

Als “Bodensatz” noch ein Kommentar von Meister Wilhelm zu “seiner Nomenklatur”

Ich will mit der Namensgebung durchaus auch ein wenig provozieren und die Fachleute aus der Deckung holen …

Tut man sowas? :roll:

… to be continued


  1. den es ja heute so auch nicht mehr gibt []
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Kakteenlexikon Anderson/Eggli ausverkauft – ganz alle!

Kakteenlexikon ausverkauft… nicht das mir jemand vorwirft, ich hätte nichts gesagt:

Das Kakteenlexikon von Edward F. Anderson und Urs Eggli ist ausverkauft. Ratzeputz. Nichts mehr in unserem Bücherregal, den letzten Vorrat beim Verlag haben wir schon eingeheimst, selbst aus einer Buchhandlung in Österreich haben wir noch eine handvoll Exemplare bekommen. Aber dann ist auch da Schluß.

Im Shop ist das Buch schon nicht mehr bestellbar.

Ungünstig! Das ist in diesem Jahr schon das zweite ausverkaufte Kakteenlexikon nach Hunt’s New Cactuslexicon vor einigen Wochen.

Weihnachtszeit ist offenbar auch Schmökerzeit bei den Kakteenmenschen :)

Ich hoffe, der Vorrat an Kakteen von A bis Z hält noch ein wenig, denn auch da hat der Verlag schon nachgefragt, wie es im nächsten Jahr weitergehen soll.


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Puffbohnenkochbuch für Minister

Eben habe ich mein Puffbohnenkochbuch an unseren Landwirtschaftsminister verschenkt. Hintergrund war die Mitgliederversammlung zum 20. Jubiläum des Landesverband Gartenbau Thüringen. Es ist offenbar gut angekommen, er hat fleißig darin studiert und geschmunzelt.

[von mobil]


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Pflanzensammler und ihre Leidenschaft – eins der fünf besten Gartenbücher 2010

Vor wenigen Tagen hat die Deutschen Gartenbaugesellschaft 1822 e. V. auf der Insel Mainau das Buch “Pflanzensammler und ihre Leidenschaft” unter TOP 5 der besten deutschsprachigen Gartenbücher gewählt.

Helga Panten ist mehr als ein Jahr durch Deutschland gereist und hat Pflanzennarren und verrückte Gärtner besucht. In ihrem Buch portraitiert sie 34 Menschen, die der Faszination ihrer Pflanze erlegen sind und sammeln. Sie sammeln alte Rosen, Kakteen1 und Kiwis, Passionsblumen oder Quitten, Aasblumen oder Pelargonien oder Iris.

Dabei sind Sammler durchaus unterhaltsam und die Variationsbreite ihrer Pflanzen immens. Die Fotos machen Lust, einmal selbst die Vielfalt auszuprobieren. Hilfestellung dabei geben die Tipps, die jeden der 34 Texte begleiten.

Wer die Sammler und ihre Sammlungen besuchen möchte – mal so von Sammler zu Sammler, oder mit dem Vorsatz, sich infizieren zu lassen, der findet im Buch Adressen und Telefonnummern.

Das Buch gibt es hier zu kaufen.


  1. Helga Panten hat auch in unserem Gewächshaus gestöbert []
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Out now: Das Erfurter Puffbohnenkochbuch

Das Erfurter Puffbohnenkochbuch - PressekonferenzWir haben es geschafft! Die epochale Monographie zum traditionell Erfurter Urgewächs hat das Licht der Welt erblickt.

Ein Buch, das von der Verwendung der Puffbohne über die leckersten Rezepte nebst Tipps zur optimalen Zubereitung bis zu Einsichten in die historische Entwicklung und Nutzung in anderen Erdteilen. Kein geringer als Klosterkoch Helmfried ‘Willi’ Wilhelm, der sonst für die Schwestern und Gäste im Erfurter Augustinerkloster Leckerbissen zaubert, hat sich einen ganzen Schwung alter und ganz neuer Puffbohnenrezepte über den Löffel balbieren lassen. Zwei davon gab es zur heutigen Pressekonferenz im “dreiundvierzig” schon mal zu probieren. Mein lieber Verleger René Burkhardt erzählte von einem Jahr fleissigen arbeitens am Buch. Bescheiden wie immer. Ich hab aber noch einmal in meinen Manuskripten gewühlt – wenigstens gefühlt tüfteln wir an dieser Idee schon wenigstens seit zwei bis drei Jahren. Gut Ding will halt  Weile haben.

Wenn ich mir das Ergebnis heute anschaue meine ich, einen großen Teil der Vorbereitungen in meinem Schreibstübchen überhaupt nicht mitbekommen zu haben. Die TV-Aufzeichnung im Augustinerkloster im vergangenen Sommer mit dem mdr (Video anschauen!) habe ich in schöner sonniger Erinnerung. Beim Bohnen ernten und pulen bin ich aber irgendwie nicht beteiligt worden. Puffbohnen pulen im Garten des Augustinerklosters in ErfurtDafür ist hier ausnahmsweise unser Fotograf Pierre Kamin im Bild zu sehen – der sonst immer hinter seiner Kamera stand. Dieses Bild hat dann vermutlich der Mann geschossen, der sonst immer hinter der Kamera vom mdr steht.

Als glühender Erfurter lag mir ein Thema natürlich ganz besonders am Herzen. Warum die Einwohner meiner Heimatstadt immer als “Erfurter Puffbohnen” tituliert werden. Natürlich werde ich hier unserem Buch nicht ganz vorgreifen – in jedem Fall: mit den vielen Puffbohnenfeldern rund um Erfurt in grauer Vorzeit hat es genauso wenig zu tun, wie mit dem Gerücht, die Puffbohne sei in Erfurt bei N. L. Chrestensen gezüchtet worden – immerhin hat Dr. Blüthner darüber kurz geschmunzelt. Der wirkliche Grund hängt mit Erfurt zusammen, ist aber offenbar nur noch wenigen Ur-Erfurtern bekannt. 1.

Das Kochbuch gibt es ab sofort bei Kakteen-Haage hier im Shop zu kaufen. Alternativ natürlich beim Buchhändler ihres Vertrauens, für alle Erfurtbesucher an der Tourismus-Information, für alle Erfurter als nettes Mitbringsel vielleicht auch bei der alteingesessenen Erfurter Buchhandlung Peterknecht am Anger und für Gartenfetischisten bei Chrestensen im Gartenversandhaus.

Vielleicht auch in Kürze bei unseren Freunden von puffbohne.de ?


  1. selbst in dem Fachbuch über Thüringer Necknamen; “Fässleseecher” von Rainer Hohberg und ” ist die Begründung für die “Erfurter Puffbohnen” für mich nicht so überzeugend []
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Ein neues Kakteenbuch – Meine Kakteen – von Helga Moses

Helgas Kakteenseiten sind immer wieder ergiebige Informationsquellen, wer auch immer eine Frage zur Kakteenpflege haben mag. Helga Moses zeigt nicht nur, wie einfach Kakteen und andere Sukkulenten zu halten und pflegen sind, sie gibt die Erfahrungen, die sie bei der Pflege ihren Pflanzen gesammelt hat freigiebig weiter.

Seit einigen Wochen gibt es das gesammelte Wissen nun auch als Buchform.

Klar – hier einfach bei Kakteen-Haage bestellen

Nachtrag: am 29.7.2010 berichtet auch die Bildzeitung darüber ganz ausführlich – hier die Bild im Bild …


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Monadenium – Monographie von Albert Pritchard im Anmarsch

Monadenium - Albert PritchardAnfang des Jahres wurde die neue Monographie über die Gattung Monadenium angekündigt. Im März kam das Buch in unseren Frühjahrskatalog. Die Auslieferung sollte bis spätestens Mitte April erfolgt sein – ganz sicher!

Entsprechend waren auch die Versprechen an unsere Kunden. Das es Verzögerungen geben könnte, kündigte sich recht bald an – zwischenzeitlich war der Autor verstorben, die Herausgeber entschieden das Werk dennoch zu veröffentlichen.

Kein ganz einfaches Vorhaben und die ursprüngliche Zeitschiene war irgendwann nicht mehr zu halten. Weder zum Erscheinen unseres Frühjahrskataloges, noch zum Jubiläum/Tag der offenen Tür war das Buch eingetroffen. Auf Nachfragen gab es zwar immer wieder neue Fertigstellungstermine, die allerdings immer wieder verstrichen. Nach dem letzten Stand der Informationen sollte das Buch in dieser Woche eintreffen – ich bin nach wie vor zuversichtlich. Mir tut es für all die Kunden leid, die nun schon seit Wochen vergeblich auf ihr Buch warten.


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Dioscorides – De Materia Medica in englischer Übersetzung

Dioscorides - AloeDie Mutter aller Pflanzenbücher – so mag man dieses Werk vielleicht bezeichnen.

Der Arzt Dioscorides Pedanios beschäftigte sich im alten Griechenland mit der Heilwirkung von Pflanzen1 und publizierte sein Wissen in seinem Arzneimittelbuch “De Materia Medica”.

Erstmals gibt es von diesem Buch (im Original umfasst es fünf Bände) eine druckfrische Neuauflage. Das besondere: aller fünf Bände sind in einem Buch zusammengefasst, sehr schön illustriert und in die englische Sprache übersetzt. Für Botaniker und Pflanzen-Forscher ist dieses historische Werk ein echter Schatz – und den Preis allemal wert. Zu bestellen gibt es das Buch hier.

Nach Dioscorides wurde übrigens die Gattung Dioscorea benannt – leider ist keine Pflanze aus der Gattung im Buch abgebildet.


  1. und Tieren, so beschrieb er eine frühe Form der Elektroschocktherapie mit Hilfe eines Zitterrochens []
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George Thomson: Melocactus care and cultivation

das neue Melocactus-buch ist daJetzt ist es da – das neue Melocactusbuch von George Thomson.

Meister Wilhelm hat schon mal reingeschaut und ist davon begeistert1 und ein paar Notizen dazu gemacht:

- sehr übersichtlich gestaltet

- ausgezeichnete Farbfotos von Melocacteen am Standort und in Kultur

- ein sehr informatives Kapitel zu wirklich allen Fragen und Problemen der Kultur von Melocacteen

- zusammenfassende Übersicht über die bekanntesten Synonyme

- selten in dieser Vollständigkeit: 13 Seiten Melocactus-Feldnummern von bekannten und weniger bekannten Sammlern

- übersichtliche Darstellungen, Text in Englisch

Ab etwa Mitte März bei uns versandbereit, Preis ca. 30 Euro – jetzt hier vorbestellen!


  1. das klingt bei ihm nur etwas anders: “davon möchte ich gern ein Arbeitsexemplar haben” – soll er bekommen []
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Neues Buch über Melocactus

Alberto Marvelli, President der Italienischen Kakteengesellschaft CACTUS & Co. schrieb mir am Wochenende über die jüngste Publikation:

The book “Melocactus, care and cultivation” by George Thomson has been printed and bound both in Italian & English edition.

A monograph guide on Genus Melocactus that depicts these plants both in the wild and in cultivation. Very interesting the tips of cultivation and the long list of collection numbers with field data. The quality of the pictures makes this book a must also for the most generic succulent plant collectors.

Size A4, 100 full colour pages, weight about 850 grams
Hard cover in full colour

Der Titel läßt auf ein Buch mit eher praxisnahem Bezug hoffen. Bilder und weitere Informationen gibt es, sobald ich das erste Exemplar in den Händen habe.


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Das Umfangreiche Bio-Wörterbuch mit schnellem Zugriff

Ein Buch, das seit drei Monaten im Regal hinter mir wohnt und nicht nur meine Zuneigung, sondern auch mein Lob verdient: Das Biologische Wörterbuch aus der UTB-Reihe von Ulmer.

Pro und Contra auf einen Blick:

Botanisches Wörterbuch UTB - Launert+ mit 45.000 Einträgen ist es eines der umfangreichsten Werke seiner Art
+ leichtes und flüssiges Arbeiten durch übersichtliche Gestaltung
+ Nennung und Übersetzung zahlreicher Trivialnamen einschließlich wissenschaftlicher Bezeichnung
+ Hardcover – solide Bindung – das sorgt für langjährige Freude an dem Buch
+ Großformat – 24,5 x 17,5 cm – große Seiten, weniger blättern
+ Edmund Launert – ein erfahrener und versierter Autor mit einem umfangreichen Stab von weiteren Fachautoren

- keine Erläuterung zum Begriff – (zugegeben – das ist auch nicht die Aufgabe eines Wörterbuches, sonst wäre es ein Lexikon)

Bei diesem Buch habe ich etwas gemacht, was man(n) sonst ja nie tut – ich habe das Vorwort studiert. Eigentlich ein sehr guter Einstieg, um ein Buch zu verstehen. Der Autor erläutert kurz und prägnant die Intension seines Werkes. Für mich sind insbesondere die Hinweise für wissenschaftliche Übersetzungen wichtig  (auch wenn ich an sich mehr an praxisbezogenen Sachtexten arbeite). Danach fällt es mir leicht, mich einzuarbeiten.
Der Gedanke ist auf den ersten Blick vielleicht etwas merkwürdig. Ich dachte auch – ein Wörterbuch benutzt man und stellt es danach wieder ins Regal. Aber es gibt feine und manchmal deutliche Unterschiede.
So habe ich das große Seitenformat schätzen gelernt. In den kleinen Handwörterbüchern bin ich mitunter ganz schön am blättern.
Bei den Hinweisen zur Benutzung spielt das allerdings noch keine große Rolle. Kurz und übersichtlich werden hier alle wichtigen Fragen geklärt. Sogar auf grammatische Regeln und Satzbildung wird kurz eingegangen. Bemerkungen zu Ausnahmefällen der Pluralbildung helfen grobe Stilfallen zu umschiffen. Je nach “Zielgebiet”, britisches oder amerikanisches Englisch, werden kurz einige Sprachstandards besprochen. Das umfangreiche Verzeichnis von üblichen Abkürzungen, Maßen, Gewichten und Umrechnungen verzichtet hingegen auf die Unterscheidung der verschiedenen englischen Sprachräume. Um so mehr sorgt die Temperaturumrechnung für schnelle Orientierung in amerikanischen Texten.
Zum Hauptteil:
Das Wörterverzeichnis erscheint mir auf den ersten Blick sehr aufgeräumt. Drei Spalten, ausreichend Platz. Die Typografie hat einen merklichen Einfluß, ob und wie schnell man etwas im Wörterbuch findet. Sie ist solide ausgearbeitet. Für die sporadische Nutzung mag das nebensächlich sein. Ich benutze Wörterbücher häufiger und fühle mich sofort ganz wohl beim Nachschlagen. Zeilenabstand, Schriftart, -schnitt und -größe sorgen dafür, dass viele Informationen auf die Seite passen. Andererseits sind die Informationen so locker dargestellt, das meine Augen schnell und treffsicher beim gesuchten Begriff “einrasten”.
Dabei fallen mir die zahlreichen Trivialnamen auf. Viele davon sind mir unbekannt. Später bin ich beeindruckt bei wie vielen gesuchten Trivialnamen ich fündig werde. Die wissenschaftliche Bezeichnung macht die eindeutige Bestimmung sicher und erspart mir später in vielen Fällen ein zusätzliches Suchen in anderen Büchern. Wie im Vorwort angeben ist der Katalog der Triviale nicht in jedem Fall vollständig. Ich finde zwar Montagu’s harrier – die Wiesenweihe, ob die Weihe im allgemeinen Harrier genannt wird, kann ich hier nicht ergründen.
Die Auswahl der Begriffe deckt das Spektrum vom umgangssprachlichen bis in die Tiefen der biologischen  Fachbereiche ab. Vom aapa-bog (Aapamoor) zum zytotone stage (Konjugationsstadium) im Englischen und vom Aal bis zur Zystizerkose im Deutschen. Details wie die Unterscheidung zwischen Sepalen und Petalen finde ich artig erläutert. Auch in der Bodenkunde ist die Menge der gefundenen Begriffe eindrucksvoll, Sandschlufflehm ist sicher nicht jedermann bekannt. Blüten: crinkle ist zu deutsch eine Falte. Sachlich natürlich richtig. (zur Blütenbeschreibung hätte ich mir vielleicht eine etwas poetischere Bezeichnung gewünscht) Selbst wem es nach Nachbarschaftsstreit über den Gartenzaun gelüstet, wird auch mit “croaking of frogs” fündig.

Fazit: Die Anzahl der “unübersetzbaren” Fachbegriffe sind für mich deutlich gen Null gesunken, seitdem ich das UTB Wörterbuch Biologie benutze. Ein wichtiger Faktor ist die geringe “Zugriffszeit” im Vergleich zu anderen Fachwörterbüchern. Mit über 45 Tausend Begriffen rangiert das UTB Wörterbuch Biologie in der Oberklasse. Für mich ausreichende Gründe, das Buch im unmittelbaren Griffbereich zu behalten.


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Sansevieria – einmal wissenswertes bitte!

mdr garten Thema SansevieriaAm Dienstag, 27.1.09 hat der MDR Garten das Thema “Sansevieria”. Die Aufzeichnung für die Sendung war am vergangenen Mittwoch. Wie immer war es hilfreich, die Nase noch einmal in Bücher und Internet zu stecken und sich weiterzubilden, man kann nie genug wissen. Und die Sansevieria ist eine Gattung mit vielen interessanten Geschichten.

Schon die Namensgebung ist spannend. Ihren Namen bekam die Gattung bereits 1794 von dem schwedische Botaniker Carl Peter Thunberg. Der benannte die Gattung Sansevieria nach Raimondo di Sangro, VII. principe di Sansevero, einem italienischen Adeligen, zu dessen Aufgaben die Restaurierung der Cappella Sansevero (Neapel) gehörte. Aber es gibt noch mehr Namen zu dieser Pflanze, die oft die Eigenschaften umschreiben: MeinenPrincipe de Sansevero ersten Kontakt hatte ich zur “SED-Blume” (dazu später mehr), bekannter ist Bogenhanf, Behörden-, Wartezimmer- oder Büropflanze, Schwiegermutterzunge, oder Wirtshauspflanze. Im englischen kennt man: mother-in-law’s tongue, snake plant, devil’s tongue, african hemp, oder im spanischen: espada de San Jorge, cola de lagarto und lengua de suegra (Georgs-Schwert, Echsenschwanz, Schwiegermutterzunge). Immer wieder tauchen in den Trivialnamen Bezüge zur Anspruchslosigkeit der Pflanze auf. Warum die Schwiegermutter hier wieder auftaucht ist mir hingegen unverständlich, man hängt ihnen ja alle möglichen Eigenschaften an, vielleicht ist ja die scharfe Zunge gemeint :) hier weiterlesen »


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