Archive for August, 2008

Nachbar weg – Wohnung frei.

Schade. Jetzt sind wir wieder allein auf der Etage.

Am Mittwoch hat unser Nachbar Bastian alle seine Sachen in einen großen LKW gepackt und ist in sein Elternhaus gezogen. Niemand mehr, der mich nachts um halb eins mit zwei Flaschen Rotwein und zwei Gläsern im Büro besucht und mich vom Buch schreiben abhält, einer weniger, der zum kochen mal über den Flur kommt, niemand sorgt mehr nach der Party für chilligen Sound.

Basti Party auf der Cactusfarm

Bastian + Dan beim auflegen

Es war eine schöne Zeit mit dir Bastian. Alles Gute am Main! … Und: das wird noch ein Nachspiel haben – mindestens eine Abschiedsparty!

Jetzt müssen wir einen Nachfolger für dich suchen – auf der Cactusfarm ist eine Wohnung mit Malsaal und Nachbarschaftsverpflichtung frei.

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Schwarzer Kaktus

… ist für mich eigentlich ein Zeichen des sicheren Todes.

Andere nennen ihre Webseite so. Das hat dann meist mit Politik zu tun. Hier ist allerdings besonders hübsch die schleichende Kommerzialisierung zu sehen, die die Jungs von der Antifa sicher weniger gern sehen.

Webseite Schwarzer Kaktus

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hossa – das kannte ich noch nicht

Spiegel-online berichtet in aller Ausführlichkeit über das Didgeridoo – das Instrument der australischen Ureinwohner. … und so ganz nebenbei im letzten Satz:

“Gelegentlich soll dabei auch das Didgeridoo als Pfeife dienen. Das betörende Kraut im Holzrohr: halluzinogene Kakteen.

Hier der gesamte Artikel:

kaktus im didgeridoo rauche

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C – Cactus

Noch einmal drüber gestolpert.

Kein Speedster, kein SUV -- trotzdem mein aktuelles Lieblingsmodell -- die Idee ist einfach gut.

Weniger ist mehr, ist effizienter.

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ismirschlecht

Schnecken Tod

Solche Spuren hinterlassen Schnecken wenn sie gewaltsam vom Leben in den Tod befördert werden. Hier hat es jemand mit Schneckengift gründlich übertrieben – die toten Schnecken sind offenbar schon gefressen worden.

Ein Würgereiz mit folgenden Fragezeichen nach unserer Moral bei solchem Tun blieben mir nicht erspart.  Auch wenn ich in der Schule gelernt habe “die Schnecken merkens doch nicht”

Heute sind wir in vielerlei Beziehung schlauer als früher, als unserer Ahnen in der Schule andere Dinge lernten wie: die Hottentotten und die Indianer sind ja keine “richtigen” Menschen. Vielleicht denken wir in einigen Jahren auch über die Schnecken mit ihrem niederen Strickleiternervensystem auch etwas anders.

Was aber, wenn sich Douglas Adams geirrt hat und die Schnecken die heimlichen Herrscher unserer Erde sind?

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schön wär’s

Dr. Kirsten befördert?

In der Fotostrecke zur Erfurter Entente florale Goldmedallie berichtet die Thüringer Allgemeine hier über Dr. Rüdiger Kirsten (Wolf gehört woanders hin). Ich würde mir schon wünschen, er wäre weiter im Erfurter Garten- und Friedhofsamt, aber von dort wurde er leider abberufen – gewissermaßen “on the fly”, während er mit der Entente florale – Jury unterwegs war. Das Garten- und Friedhofsamt im bisherigen Verständnis gibt es leider nur noch formal – am Telefon. Intern heißt das jetzt in Erfurt “Amt für technische Dienste” – ein trocken tröstlicher Name für Trauernde, die diesen Dienst in Anspruch nehmen müssen (so hörte ich über diese prachtvolle Entscheidung schon hinter vorgehaltener Hand kichern).

Ob für die Versetzung von Dr. Kirsten das “spannende” Verhältnis zu seinem Amtsleiter verantwortlich war, darüber kann man nur spekulieren. Bekannt ist allerdings: Amtsleiter W. Schwarz gilt nicht als ausgesprochener Fan von Straßenbäumen und Kommunalgrün um jeden Preis. So nahm es nicht Wunder, das Schwarz auch nicht in Mainz zur Medallienübergabe war, obwohl doch sein vormaliges Gartenamt maßgeblich an der Planung und Umsetzung vieler Entente florale Projekte beteiligt war. Ich hätte ihm gewünscht, die Begeisterung der Erfurter zu erleben, vielleicht würde ihm das künftige Entscheidungen, ein grüneres Erfurt mit zu tragen leichter machen.

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Gold für die Blumenstadt!

Erfurt hat Gold geholt. Gold, weil es in Erfurt grüner wird. – Entente Florale heisst das ganze.

Die Vorgeschichte ist für meinen Geschmack überraschend kurz. Vor einenhalb Jahren haben die Erfurter Gärtner beim neu gewählten Oberbürgermeister Andreas Bausewein im schönen Gästehaus gesessen und durften berichten, wo der Schuh drückt aber auch welche Projekte man gemeinsam mit der Stadt für die Erfurter ins Auge fassen könnte. Ein Ergebnis war die Beteiligung an der Entente florale 2008. Einige Gärtner glaubten allerdings damals, das diese Aussage kaum mehr als heiße Luft sei.

Entente Florale - Preisverleihung in Mainz

Bilder: www.tlz.de

Bausewein hat die Zweifler enttäuscht. Trotzdem er in den eigenen Reihen immer wieder mit Quertrieblern zu kämpfen hatte und städtischer Etat und Verwaltungsreform dem Projekt dicke Balken in Weg warfen. Die Stadt Erfurt war nicht nur bei der Entente florale 2008 dabei, das Mammutprojekt Hirschgarten wurde Realität (wie die knapp 200 kleineren/anderen Projekte auch), sondern wurde dafür mit Gold belohnt.

Im ZDF Fernsehgarten wurde unserem Oberbürgermeister heute Vormittag eine schöne große Goldmedallie überreicht – und das war wirklich spannend. Knapp 80 Erfurter – alle im Roten Erfurt-T-Shirt und “Winkelement” feierten begeistert ihren Sieg auf der Gartenbühne in Mainz. Nach der Feier bedankte er sich artig bei allen Erfurtern für Ihr Engagement – ohne das das Projekt sicher nicht zum Gold gereicht hätte (Gerlinde Sommer bringt es im TLZ-Blog Gedankenreisen schön auf den Punkt: “Es ist ja keine alleinige Oberbürgermeisteraktion fürs Grünamt, sondern vor allem eine Bürgerinitiative, die da Städte aufblühen lässt.”

In unserem kurzen Gespräch danach zeigte der Erfurter OB sich ehrlich zufrieden: “eine gute Startposition, in der nächsten Runde werden wir noch besser und gehen in den Europawettbewerb”. Diese Zusage freut mich als Gärtner und Erfurter besonders (dieser Punkt ging in diesem Jahr nämlich an unsere Nachbarstadt Weimar). Denn allen Zweifeln zum Trotz: OB Bausewein steht offensichtlich auch in Zukunft hinter dem Engagement für eine blühende Blumenstadt und das ist gut so. Ich bin dabei!

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Grüner Pfosten

Was dem einen sein Garagendach ist dem anderen sein Türpfosten …

Grüner Türpfosten

Grüner Türpfosten

Fotos: J. Ahlke

Die Türpfosten mit Sukkulentenbegrünung hat ein Freund übrigens in einem wunderschönen Thüringer Tal entdeckt – warum also in die Ferne schweifen?

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Horst Ottos private botanische Bibliothek

In alten Büchern nach Beschreibungen suchen gehört im Moment zu meinen Haupttätigkeiten, da bin ich meinem Großvater sehr dankbar für seine bibliophile Ader. Doch trotz umfangreicher Bücherschränke gibt es immer noch reichlich Literatur, die ich leider doch nicht einfach mal schnell aus dem Schrank ziehen kann. Auch das allumfassende Web hat nicht alles verfügbar – aaaber die weißen Flecken werden kleiner. Auch Publikationen, die lange Zeit als unerreichbar galten finden sich inzwischen hier und da mit etwas Glück. Manchmal entdecke ich auf der Suche gleich ganze Schwärme von solchen Büchern.

Ein solcher Schwarm ist zum Beispiel Horst Ottos private botanische Bibliothek. Hübsch sortiert finden sich dort jüngere Pflanzenbücher bis zu den ganz alten Schätzen – teilweise in Fotokopie. Mittendrin kann man sich noch über Pilze und Bonsai informieren, oder findet Schwester Bernhardines Kräuterbuch (was das ganze etwas unübersichtlich macht, das ist aber auch schon der einzige Wermutstropfen).

Der Teil mit den historischen Büchern ist meine Lieblingsschmökerecke, hier bin ich schon über eine Orignalausgabe gestolpert, die ich sonst nur in der Kew-Library gefunden habe. Ich bin eher der Stöber-Mensch, wer konkrete Titel sucht, wird mit Hilfe der Suchfunktion sehr schnell fündig.

Bestellen ging ganz einfach und nach einigen Wochen ist meine Büchersendung angekommen – und der Inhalt:

sehr schön:

Büchersendung auf meinem Schreibtisch

lauter alte und nicht ganz so alte Schätzchen…

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extrem sparsam

die geizigste Fehlermeldung, die ich bisher hatte:

sparfehler

Mein Firefox in Aktion. Erst seit ihm der zweite Fachmann auf den Leib rückte macht er tütülü, tut so, als sei nie etwas gewesen und arbeitet seither wieder wie ein Bienchen.

Zuvor hat er mich für knapp zwei Wochen vom Kakteenforum abgeschnitten.

Schlawiner!

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aufmerksame Kakteenleute

Unsere Kunden sind doch wirklich sehr aufmerksam, wenn mir was durchrutscht.

Ich bin mit Giesskanne ins Gewächshaus gelaufen und habe das gute Stück extra hübsch drapiert, fotografiert, einen Beitrag im Blog mit Fotos geschrieben und dann…

falsche Giesskanne aus Kupfer

… vergessen das richtige Bild in den Shop zu laden.

Jetzt ist es aber das richtige – hier die echte Kupfergiesskanne anschauen (im Moment noch mit kleinen Einschränkungen).

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weil es gerade passt

… und wir eh gerade in den Staaten unterwegs sind:

mit Mopped in Wüste fahn

so hübsch war es im Saguaro National Park anzusehen.

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Saguaro anfassen

noch mal Green Ed:

Da ist doch der Saguaro selbst für Amerikaner scheinbar nichts ganz alltägliches.

Jennifer Tramm erzählt von einem Besuch in der Umwelt-Schule “Camp Cooper” bei Tucson, wo Schüler und Lehrer direkten Kontakt zur Natur erleben. Eine wirklich spannende Story – selbst für den Leser, denn ich kann mir lebhaft vorstellen, wie eine Horde Kinder reagiert, wenn man ihnen erzählt, “das Tier dort vorn im Gebüsch, das so aussieht wie ein Wildschwein, hat vor kurzem Kaktus-dornen gegessen, man kann das noch sehen.” … Kaktusdornen essen ?? grübel …

Und dann kommt Kaktus anfassen. Wie fühlt sich so ein Gigant an, wie ist das, wenn ich direkt darunter stehe…

Green Ed - Saguaro

Und wir lernen: Bedornung ist nicht überall identisch an einer solchen großen Pflanze. Im unteren Bereich sind es eher die gefährlich großen Dornen, die die Pflanze davor schützen, schnell zum Appetithappen zu werden. Weiter oben wird alles feiner und ungefährlich… Spannend, darauf habe ich nie geachtet. Vermutlich hängt das aber auch mit dem Alter der Dornen zusammen…

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noch mal Nummernschild

Die Sache mit den Saguaros (Carnegia gigantea) auf den Nummernschildern in Arizona hatten wir ja schon.

Über ein weiteres Detail bin ich im Blog Green Ed von Jennifer Tramm gestolpert, die an der University of Arizona studiert und als Uni-Projekt bloggt.

Green Ed - License Plate

Seit 1990 gibt es dort ein Öko-Nummernschild (Environmental Education specialty auto license plate), mit dessen Kauf man jährlich 25 U$ für die ökologische Ausbildung spendet. Was die Amerikaner sich alles ausdenken.

Solche Nummernschilder gibt es prantischerweise für alle möglichen Zwecke. Gleich ob man die Feuerwehr unterstützen möchte, stolz darauf ist Pearl Harbor überlebt zu haben, Organe spendet, oder sein Purple Heart jedermann zeigen will – geht alles per Nummernschild.

Mein persönlicher Favorit ist natürlich das Wildlife Conservation License Plate …

Arizona Wildlife Conservation

oder ganz einfach und bescheiden das für die Bauernkutsche – käme ja für Kaktusgärtner auch in Frage :)

Arizona Farm Vehicle

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goin America

huuu – I want to go back!!!

In den letzten Tagen, Wochen…. sehe ich nur trocknes Papier. Manchmal sind mit etwas Glück auch Kakteen drauf. Und dann find ich das:

Saguaro Trip

Deb Tory war im März im Saguaro National Park habe ich in ihrem Blog gelesen. Welche Pflanzen sie neben Saguaros (Carnegia gigantea) dort noch entdeckt hat und noch mehr Bilder gibt es in Ihrer kurzen Reisebeschreibung vom Saguaro Trip.

Witzig ist auch die Schautafel, mit deren Hilfe der Besucher das Alter der Saguaro einschätzen lernt. Witzig weil ich etwas ähnliches bereits vor einigen Jahren bei uns im Archiv gefunden habe, die Idee ist offenbar nicht so ganz neu…

Saguaro Trip mit Schautafel

Danach musste ich gleich mal nachsehen, was ein Flug über den Teich kostet… Mit knapp 400 Euro bin ich in Philadelphia. Aber dann ist es noch ein ganz schönes Stück bis nach Arizona ;)

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