Archive for life aus Peru

06.Dez. 4. Log Kaktussteffen

Heute aus der Region Cajamarca im Norden Perus:

(Den Beitrag ueber die Kakteenkonferenz  “Matucanas Endemicas en la Region Cajamarca” an der Universidad Ricardo Palma in Lima werde ich spaeter nachtragen)

Fuer 2 Tage hatte ich in Cajamarca die Gelegenheit an einem Symposium zur Kartoffelproblematik teilzunehmen. 

I Macroregional Crongreso de la Papa Nativa

Fast 20 Dozenten bringen zur Kartoffelproblematik, auf Nordperu spezialisiert, mit plakativen Power-Point-Praesentationen hochinteressante Beitraege die z.T. sogar bei den Wild- u. Zuchtsorten bis hinein in die Genetik fuehren. U.a. nehmen auch traditionell gekleidete Campesinos mit den fuer Cajamarca grossen typischen Sombreros im gr. Hoersaal teil.

Ich konnte etliches fotografieren, bzw. kann mir spaeter auch vom federfuehrenden CIP “Centro Int. de la Papa” in Lima downloaden. Natuerlich war man bestrebt die praktischen Dinge der Campesinos wissentschaftlich fundiert jedoch gut verstaendlich darzulegen, Hinweise zu geben u. auf das riesige Potential der unzaehligen Kartoffelsorten mit dem moeglichen oekonomischen Hintergrund aufzuzeigen.

Zu den Konferenzpausen werden u. a. natuerlich Kartoffelgerichte gereicht, auch Chips fehlen nicht.

Abschlussklausur dann mit der grossen Kartoffelverkostung, es werden alle Register gezogen um optisch-kulinarisch von der Vielfalt der Moeglichkeiten mit der Kartoffel ueberzeugt zu werden, was auch bestens gelingt. Ich versaeume es nicht,die Zermonie zu filmen, denn so eine Gelegenheit bekommt man nicht gleich wieder geboten. Es war ja uebrigens nicht eine Praesentation fuer die westliche Welt, die evtuell anderen Praemissen unterlegen gewesen waere. Somit doch eine sehr authentische Sache. Auch eine Kollection der vielen in Kultur befindlichen Kartoffelsorten wird anschaulich dargeboten. Natuelich fehlte beim Gelage eine kulturelle Umrahmung nicht und rundete das Ganze weiter sehr schoen ab.

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Die Region Cajamarca ist fuer Kakteenfreunde ein besonderes Highlight. Davon noch schnell ein paar Bilder…, auch konnte ich erstmals auf einem Kakteenberg auf Papas Nativas gleichzeitig stossen, es war fast wie Schatzsuche….

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Auf mehrtaegiger Trekkingtour im Maranon-Crisnejas-Gebiet zwischen 1200 u. 3300m NN

Neben vielen Vertretern der Kakteen habe ich aber auch eine hochinteressante Vielfalt an Pflanzen der anderen Sukkulenten angetroffen …., davon diese Bilder:

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Peperomia u. Crassulaceae

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Matucana intertexta – aus einem bisher evtuell nicht bekanntem Habitat weit suedlich von San Marcos

..und zum Schluss noch eine “Papa Nativa” – fast Kinderkopfgroesse!!

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Hasta pronto  – kaktussteffen


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Goldgraeberstimmung im Rimactal

Lima, den 19.11.2008

Beinahe waere ich nicht in die ausufernde Riesenmetropole hineingekommem, denn zur gleichen Zeit hatte sich hier der chinesische Praesident angekuendigt.

Nicht nur auf meiner “Kakteenjagd” mit der Nikon D80  wurde ich fuendig, sondern da gab es auch noch Bergbauaktivitaeten zu beobachten, die einzig allein der Goldsuche und Aufbereitung dienten.

Leider bleiben dort im Gelaende so allerhand Kakteen auf der Strecke… ich berichtete bereits auf meiner Tourberichterstattung unter http://www.beepworld.de/members/suedamerikatour — Tour ab 12.11.08

Auch klappt es z. Zt. noch nicht mit Bilderhochladen hier in Lima, ich hoffe ich kann das in kuerze nachholen.

Meine restlichen drei Tage im Eulalia- und Rimactal hatten noch allerhand erfolgreiche Ausfluege abgerundet.

Dabei konnte ich mehrfach gut in Bluete stehende Loxanthocereen finden, auch die Species der Haageocereen belohnten mich an einem Tag abends doch noch mit wunderschoenem Flor.

Als sehr beeindruckend bis fast gefaehrlich abenteuerlich, moechte ich die Busfahrt hoch ins obere Eulaliatal erwaehnen. Die von Serpentinen gepraegte und in schwindelerregender Hoehe im Steilfels der fast 2000m hoch aufragenden Seitenwaende gesprengte Trasse, koennte auch mit der “Death Road” von Bolivien mithalten. Da kommt einem schon so manche Schweissperle auf die Stirn. Als makabere Abwechslung dann vor dem Steilaufstieg nach San Pedro de Casta eine Bruecke ueber die hier enge aber gut 200m tiefe Klamm. Bewehrungseisen freiliegend !!  Belohnt wird man nach weiterem Aufstieg aber mit einem gigantischen Ausblick auf das mittlere und obere Eulaliatal mit dem blaublinkenden Wasser des “Represa”, einer der hier haeufigen Wasserkraftanlagen.

Auch im mittleren Rimactal konnte ich mit anstrengenden Tagesmaerschen und Ueberwindung von gut 1000m Hoehe in Regionen vorstossen, die mir aus unserer Kakteen- und Sukkulentenwelt etliche Ueberraschungen offenbarten. Ich konnte unter anderem wieder den alten Typfundort von Matucana erreichen, habe mich an zahlreichen schoenen Peperomien, Crassulaceen und Bromeliaceen erfreut. Besonders beeindruckt hat mich dann auch noch (aber nur oben ueber 3000m NN) eine sehr kompakte Echeveriaceae, die aber eben erst kurz vor dem Erbluehen stand.

Soweit aber Gelaende von seiner Beschaffenheit eine Beweidung mit Ziegen und Schafen noch ermoeglichte, wurde immer deutlicher, dass hier alte Kakteenstandorte stark im Rueckzug bzw. der Verdraengung geraten waren. Nur Stein- und Felsinseln boten noch Schutz fuer kleinere bis mittelgrosse Kakteen.

Es zeigt sich immer mehr, dass der “Feldlaeufer” der Vergangenheit sich zum “Feldsteiger” weiterentwickeln muss, um noch an echte Standorte mit intakter Primaervegetation zu gelangen.

Hasta pronto

Kaktussteffen


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1. Südamerika-Log von Kaktussteffen/Cactus contra Jetlag

Chosica bei Lima , 16.11.2008

Was ist schon ein Jetlag wenn der Cactus ruft….

Am 13. bin ich nach 34 Std. Anreise recht gut hier ca. 30 km oestlich von Lima in Chosica angekommen!

Kurz mal ne Dusche, paar lockere Klamotten (es scheint die Sonne durch den fuer die peruanische Kueste typischen Nebel sogennannten “Garua” hindurch und hat um die 30 grad C) , eine Papaya in den Rucksack gepackt ,will man doch schliesslich den ersten Tag nicht nur noch im Bett beenden…

..und hier in einem der vielen typ. Trockentaeler pazifischer Seite der Anden erwarten den Feldlaeufer doch schon die Kakteen ohne langen Anmarschweg. So reicht der Rest des Tages noch wenigstens um die typischen Pflanzen hier wie Neoraimondia roseiflora, Haageocereus chosicensis, Melocactus peruvianus kurz zu begruessen.

…und damit ist die Wettertristess des Novembers in Europa schnell vergessen.

… uebrigens “Cerveza” gibt es stets gut vorgekuehlt – auf Wunsch auch aus der Gefriertruhe…

Fortsetzung folgt -  Euer kaktussteffen


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GPS für Feldarbeit -aber auch für Rad, Wandern, Auto uvm.

Nach langer intensiver Suche bin ich nun doch noch kurz vor der Abreise fündig geworden:

Mit dem Wintec WSG 1000 kann ich schon nach 3-4 Tagen sehr ordentliche Ergebnisse erzielen, welche mich

für den richtigen praktischen Einsatz der nächste 3 Monate in Südamerika optimistisch stimmen.

Zur Information nachfolgender Link:
http://www.haid-services.de/gps-empfaenger/bluetooth-gps/wintec-wpl-1000.htm

natürlich bin ich auch an Rückmeldungen jeder Art interessiert, die Erfahrungen zu o.g. Gerät bzw. auch Fragen dazu betreffen.

Kaktussteffen

1.wintec-Fahrradtrack


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Südamerika Reiseberichterstattung von Kaktussteffen

collageAm 12. November ist es wieder soweit, für die folgenden 3 Monate werde ich mich diesmal überwiegend in Peru aufhalten ! Leider zeichnet sich in Bolivien keine veränderte politische Situation ab, die das Reisen nicht doch massiv stören könnte – wurde dazu jüngst auch gerade von einem bekannten schweizer Feldläufer gewarnt.

Somit könnte es an der geplanten großen Route bis Nordargentinien leider einschneidende Veränderungen geben, welche jedoch zugunsten der durch eine spektakuläre Artenvielfalt gekennzeichneten Regionen in Nordperu sicherlich auch nicht gerade uninteressant werden müssen. Hier hätte ich dann wesentlich mehr Zeit zur Verfügung u. könnte neben dem Großraum von Cajamarca mit Chilete, San Marcos, Rio Crisnejas, Huagal u. Cellendin auch Balsas u. die Region Chachpoyas ausführlich bereisen. Mit Prof. Nelson Cieza Padilla aus Cajamarca habe ich einen ortskundigen und botanischen in dieser Region sehr versierten Fachmann für die Unternehmungen an meiner Seite.

Leider gibt es im Moment kurz vor der Abreise noch ein Problem mit diversen Ausrüstungsgegenständen, mein GPS-Logger-Gerät hat den Geist aufgegeben und ich suche noch krampfhaft einen Ersatz der mir auch vor Ort neben dem Dataloggerbereich ein Mehr an den erforderlichen praktischen Funktionen und Informationen  bietet.

Hasta pronto…. Kaktussteffen


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