Valentinstag – morgen ist es wieder so weit. Als Kaktusgärtner gehen mir dabei eigene Dinge durch den Kopf. Zum Beispiel:
Darf ich einer Frau einen Kaktus schenken?
Angeblich gilt das bei Männern als etwas anrüchig vor dem Bett der Angebeteten zu knieen und einen kleinen grünen Kaktus in der Hand zu halten. Ich gebe zu, ich bin in der Situation ein einziges Mal auf die Idee gekommen – und bin gut gefahren damit.
Um der Sache einmal auf den Grund zu gehen habe ich mal die Fachleute befragt: Frauen.
Mit überraschendem Ergebnis.
Die Antworten kurz zusammengefasst
wer mir einen Kaktus schenkt, der kennt mich wirklich gut
Wenn mein Mann mir einen Kaktus schenkt hat das durchaus gutes: Grund miteinander zu reden
ich habe zwar Blumen und Pralinen bekommen, zu einem Kaktus hat es aber noch nie gereicht – das wäre wirklich neu und etwas besonderes – wie ich
ich liebe ihn – da kann der Kaktus gar nicht stachelig genug sein, um mich zu bremsen
wenn er meinen Lieblingskaktus kennt, dann hat er ganz schön tief in mein Herz geschaut
Nur eine negative Antwort habe ich bislang bekommen: “Das geht doch nicht!” … und die war von einem Mann.
Liebe Frauen mit Herz – wie schaut es denn aus – darf Mann einen Kaktus zum Valentinstag schenken? Ich freue mich auf Kommentare!
Die kleinen Knöpfe hatten wir von einer Mutterpflanze abgenommen. Wie es manchmal im Leben kommt – es gab anderes zu tun, die Kiste blieb unversorgt stehen – länger als die normale Zeit zum abtrocknen.
Erst als die kleinen Dinger die ersten leuchtend orange Blüten schoben wurden sie “wiederentdeckt”
Dies als ein netter Frühlingsgruß in 2012 – bevor der Winter kommt.
Ich sammele die verschiedenen Interpretationen der Comedian Harmonists inzwischen. Hier habe ich eine hübsche Sangesnummer mit Otto Waalkes und Bully in der Garderobe auf Youtube gefunden:
Das singen überlassen die beiden Helden aber doch den Originalen.
Ich bewundere Menschen, die beobachten, zuhören und gleichzeitig noch Gedanken zu Notizen formulieren können. Das Tagwerk des guten Journalisten
Das Gespräch mit Minister Tiefensee. Thema war 20 Jahre deutsche Einheit – wann kommt die soziale Einheit. Vier Überraschungsgäste über ihre persönliche Sicht auf die Zeit nach der Wende. Vorbereitet wurde das Gespräch von der illusteren Agentur „Zum goldenen Hirschen“, moderiert von Angela Elis. Einer der überraschenden Gäste war ich – wie die anderen nicht wissend, was uns an dem Abend erwartet.
Eine Stunde vor Beginn noch ein kurzes Vorbereitungsgespräch mit Agentur und Moderatorin: vier Gäste, für jeden 15 Minuten Gesprächszeit, danach Publikumsfragen, kleiner Imbiss mit Thüringer Spezialitäten (??), Ende der Veranstaltung.
So ist der Plan. Welche Reihenfolge, welche Themen sollen angesprochen werden, ich muß noch mal aufs Klo. Ausgerechnet das vergesse ich zu fotografieren – eigentlich bin ich dort, um mir die Nase zu putzen – an Taschentücher habe ich nicht gedacht… Hände waschen, abtrocknen, die Tür geht auf.
Huch! „Guten Tag Herr Minister“.
Er grüßt freundlich und verschwindet hinter der zweiten Tür. Ich bin schon verwundert: zum einen der erste Bundespolitiker, der zu einem Termin überpünktlich erscheint und dann kein Sicherheitsmann weit und breit, der meinen Ausweis sehen wollte – aber das käme zum Bürgerdialog auch komisch.
Draußen werden alle auf die Plätze gescheucht: „er ist schon da“, man könnte glauben, Jesus würde wieder in die Stadt einziehen. Der OB ist auch da, Hände schütteln, Tiefensee ist ganz plötzlich auch schon da und sitzt an meinem Tisch. Mist. Die Überraschung mit dem Kaktus ist futsch.
Eröffnung…
Die ersten Minuten gehen die Mikrofone noch nicht…