Archive for Alltägliches

Kakteenforumtreffen mit Extremen

So kommen wir zwar nicht in die Bildzeitung – aber für die Nachwelt will dass festgehalten sein …

Gestern fand das 10. Treffen der Kakteenforum-User bei Kakteen-Haage statt. Die Teilnehmer waren zum Teil mehr als sechs Stunden unterwegs, um zum Treffen zu kommen – ob aus der Schweiz, oder dem hohen Norden.

Was der Wetterbericht – dem ich in den letzten Tagen nicht mehr so recht über den Weg traute – länger angekündigt hatte wurde im Laufe des Vormittags Realität – es begann zu regnen. Einfach so – und richtig sehr. Da halfen nicht mal mein fester Glauben auf Besserung oder astrale Nachrichten gen Himmel. Das gab es bislang noch auf keinem Forumtreffen.

Dennoch hatten wir viel Zeit und Spaß in den Gewächshäusern um uns alle Pflanzen eingehend anzuschauen und Fragen zu beantworten.

Rechtzeitig bevor der Himmel seine Schleusen voll öffnete, brannte der Grill und der Kaffee zum Kuchen war gekocht. Das Trommeln auf dem Gewächshausdach reduzierte die “Ferngespräche”, sorgt dafür aber für eine wunderbar heimelige Athmosphäre.

Zum Ende gab es noch einen kleinen Schreck, als sich vor der Tür der Grill im strömenden Regen selbst entzündete und hohe Flammen aufloderten.

Und hier einige Bilder …


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Haage’sches Kalenderblatt

Mal hier oder dort in einer Zeitschrift Erwähnung zu finden – ich gebe zu, das ist auch für mich immer noch ein ganz besonderes Gefühl und beileibe nicht alltäglich, auch wenn es erfreulich oft geschieht.

Unlängst bekam ich ein Kalenderblatt geschickt – und dass hat mich dann doch aus dem Häusschen gebracht. Eine Geschichte über unsere Gärtnerei in einem Kalender – das ist doch wirklich was.


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Katalog Berichterstattung

Heute Nachmittag kam die Bestätigung aus der Druckerei:

Druckdaten für den Kakteen-Haage Katalog 2012 sind angekommen und druckfertig.

Katalogvorbereitung

Eine Pflanzenbeschreibung besteht aus dreiundzwanzig Datenschnipseln, die richtig sortiert und formatiert sein müssen - manchmal brauch ich dann kleine Zettelchen um das noch zu verstehen.

Davor stand ein echter Marathon.
Seit gut einem Monat werden unsere Pflanzenbestände gesichtet, umgetopft, gesteckt, gerichtet, zurückgeschnitten, schnell noch was vermehrt, vermessen, beschrieben und etikettiert.

Ich sitze seit zwei Wochen (von sonst üblichen sechs) meist von 8.00 bis oft 2.00 oder 3.00 Uhr am Rechner und bereite die Daten für den Druck vor. Finde Fehler, unzählige fehlende Beschreibungen, falsche Zuordnungen, überarbeite gleichzeitig die Pflegehinweise für den Shop. Suche nach der aktuell gültigen Familie und dann war diesmal das Thema Standortdaten und Feldnummern ganz im Focus.

Ganz viel Vorarbeit hat Philipp Weiß in seiner Praktikumszeit geliefert. Er hat alle Feldnummern und Standortdaten aus den Beschreibungen herausoperiert. Im nächsten Schritt hat er versucht, rudimentäre Daten wieder zu ergänzen und Ortsangaben einem Land oder einer Provinz zuzuordnen. Ich habe ihm dabei immer mal über die Schulter geschaut und seine Akrebie bewundert. … und auch seinen freien Kopf. Ich habe zuvor nicht realisiert, was sich hinter der Abkürzung PNG verbirgt. Aber jetzt weiß ich es :)

Feldnummern und Standortangaben im neuen Kakteen-Haage Katalog für 2012

Feldnummern und Standortangaben im neuen Kakteen-Haage Katalog für 2012

Im Dritten ging es dann darum, Feldnummern mit den zugehörigen Standortangaben zu ergänzen. Dafür habe ich mehr als zwei Nächte investiert. Sicher nur ein kleiner Zusatznutzen für den Leser des Kakteen-Haage Kataloges, mir hat es aber sehr viel Spaß gemacht und na – ich bin schon auch stolz auf das Ergebnis – in Summa weit über 5000 Standortverweise plus Feldnummern sind eingepasst. Die meisten davon stammen aus den großen Feldnummernlisten in unserem Archiv. Daneben konnte ich die meisten der geographischen Abkürzungen entschlüsseln und in der Liste ergänzen.

... und so blühen die Osterkakteen gerade in unserem Gewächshaus - einfach ein Traum ...

Das Ergebnis im Katalog sieht dann so aus – im Druck dann natürlich ohne die gelben Markierungen :) .

Gleich wird es aufregend, der Andruck startet und danach gibt es auch davon noch ein paar Bilder und Informationen zum Katalog und seinem Inhalt. Beispielsweise den Pflanzen, die im Katalog sind aber in erster Linie im Gewächshaus … Die just in voller Blüte stehenden Osterkakteen,
oder unsere Epis,
oder die Astrophytum,
oder die Mammillaria, die gerade beginnen
… ich komme schon wieder ins schwärmen.

… und …

ach ja, PNG steht übrigens für Papua Neu Guinea.

—-

 

und zu guter Letzt: hier ist das Ergebnis – der Kakteen-Haage Katalog 2012 zum runterladen.

Katalog Kakteen-Haage 2012

 


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Extra-Touristisch – Erfurt-Tourismus hoch zwei

Da habe ich von einigen Tagen ja nicht schlecht gestaunt:

Unser schönes Erfurt ist ganz schön groß, so groß, dass es sogar zwei Touri-infos braucht hat.

Hier gibt es die eine, die ich schon kenne – am Benediktplatz, mit engagierten und freundlichen Mitarbeitern, nebst omnipräsenten Chefin Frau Dr. Carmen Hildebrandt. Und dann gib es eine andere, die ich nun kennen lernte.

Zweimal Erfurt und Tourismus

EVE finde ich “ganz oben” bei Google, wundere mich erst, wo das bekannte Erfurter Rad hin ist – und es dauert eine Weile bis die Zweifel obsiegen – das muß was anderes sein.

Dennoch, die Ähnlichkeit ist frappierend, hier gibt es genau die selben szenischen Stadtführungen, die Bilder von Erfurt sehen doch so bekannt aus. Alles wirkt einen Tick weniger aufgeräumt und da ganz oben rechts finde ich auch einen winzigen Hinweis: Partner der Thüringer Tourismus GmbH (Privat). Aha. Na dann ist doch alles in Butter.

Das ist pfiffig gemacht, eine ähnliche Domain, gleiche Themen, identische Motive, aber andere Bilder, die Angebote sind die selben, den Unterschied merkt kaum jemand, oder doch?

Natürlich frage ich mich: wie viel Tourismus-Information braucht eine Stadt, belebt das vielleicht das Geschäft? Kommen so noch mehr Gäste nach Erfurt? Ich wünsche das unserer Stadt – und im Moment genügt mir eine Tourismus-Information – die am Benediktplatz.


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Ausstellung Beruf Gärtner im Deutschen Gartenbaumuseum eröffnet

Am Sonntag im Deutschen Gartenbaumuseum – viele illustere Menschen, Gärtnerprominenz aus ganz Deutschland und wieder einmal viel Gartenbau-Geschichte. Viele Menschen, die auch selbst viel über die Geschichte des Gartenbaus zu sagen haben. Etwas schmunzeln muss ich doch, als Kurator Schaier in seiner Einführungsrede kurz nach dem rechten Wort sucht und mich dann kurzerhand als “Urgestein” bezeichnet. Wie er das wohl gemeint haben mag.

Direktor Dr. Bischoff verweist auf die Historie des über 2000 Jahre alten Berufes, der allerdings erst ab dem Mittelalter halbwegs dokumentiert ist – und es hat bislang zu diesem Thema noch keine Ausstellung gegeben. Kaum vorstellbar…

Ausstellung "Beruf Gärtner" im Deutschen Gartenbaumuseum eröffnetAuch der Mitteldeutsche Rundfunk war mit einem Drehteam vor Ort, im Thüringen Journal gibt es in der Mediathek für die nächsten Tage einige kurze Impressionen aus der Ausstellung. (Zu sehen ab Minute 7:40)

Viele Interessante Fakten und Blickpunkte wurden aus ganz Deutschland zusammengetragen. So beispielsweise die Geschichte der Gärtnerzünfte – von jenen ist heut wohl nur noch wenig übrig geblieben. Schade eigentlich.

Ach ja, und unter den schreibenden Gärtnern taucht naheliegenderweise auch mein Großvater mit einem seiner Bücher auf. Das finde ich im übrigen ein spannendes Feld – es gibt doch eine ganze Reihe Gärtner, die ihr Wissen in Büchern weitergaben.

Sehr schön auch: die Sammlung von Lehrzeugnissen – handgefertigt und voller wohlwollender Worte. So etwas haben wir auch in unserem Archiv. Sollte ich das nicht mal wieder einführen? Vielleicht wollen dann mehr Menschen Kaktusgärtner werden.

Für mich eine echte Kuriosität ist der ausgestellte “Saatgutschrank” der nach Erfurt gebracht wurde. Ich stand wohl zu offensichtlich grübelnd davor und unser Nachbar Nils Lund Chrestensen sprach aus, was mir durch den Kopf ging: der Schrank hatte bestimmt schon mal eine andere Verwendung erlebt – unsere Saatgutschränke sehen etwas anders aus – aber das ist auch nicht maßgeblich – in jedem Fall ist er sehr schön drapiert, da beisst die Maus keinen Faden ab.


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Leuchtende Kakteen?

Suche nach LeuchtkakteenVor einigen Tagen ist im Fernsehen mal wieder was gelaufen.

“Eine ganz neue Neuzüchtung”

Kakteen, die nachts im Dunkel selbst leuchten.

Mir kommen erstmal einige Fragezeichen hoch. Sollten die etwa … ?

Ja! Immer wieder einmal neu kommt es in Mode, Pflanzen mit Farbe zu besprühen.

Im Oktober waren es zinnoberrote Pachyphytum. Und diesmal ist es Leuchtfarbe auf Mammillaria.

Google findet natürlich auch Bilder dazu – wobei die Treffer nicht immer treffend sind.

  1. Treffer: Mammillaria gracilis – bei Nacht leuchtend
  2. Fehlschlag: illuminierte, künstliche Kakteen auf Metallgerüst von einer Berliner Lichterschau
  3. auch daneben: Negativbilder diverser Sukkulenten – erinnert mich sehr an die Arbeiten von Erik Niedling und meinem Großvater erinnern.

Leuchtende Kakteen im Bayerischen FernsehenIch folge Nummer 1 und lande beim Bayerischen Fernsehen. Ah. Der Bericht von der IPM. Dort wurden die “Wunderkakteen” neben anderen Novitäten gezeigt.

Vermutlich nicht zum letzten Mal. Wir werden die Pflanzen zwar nicht anbieten, aber ganz sicher werden uns einige Anfragen dazu ins Haus stehen.

Und die Frage, warum es bei Kakteen-Haage keine solch beeindruckenden Leuchtpflanzen gibt. Der Grund ist der gleiche wie bei Kakteen mit Strohblüten: Wir haben  die Pflanzen gern echt – denn so richtig authentisch und von Dauer ist die Freude an diesen nachthellen Pflanzen nicht und ein solches Gefühl möchten wir mit unseren Pflanzen ungern vermitteln. Mammillaria gracilis gibt es auch in unserem Gewächshaus, oder online zu kaufen – allerdings ohne Illuminations-Plugin.

Auf die Frage, woher man die Pflanzen dann bekommen kann habe ich auch noch keine Antwort – vermutlich werden sie aber bald auf ebay zu finden sein. … und nein – ich werde mir in der nächsten Woche keine Leuchtkakteen auf die Fensterbank stellen.

8-)


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Warum ein einsames Herz nicht glücklich wird – Hoya kerrii

Kurz vor dem gestrigen Valentinstag stolperte ich in unserem IKEA mal wieder über eine ganze Palette Hoya kerrii – Blätter.

Die tauchen dort regelmäßig gegen Anfang Februar auf. Hintergrund ist eine romantische Geschichte, die angeblich aus Thailand stammt.

Hoya kerrii heisst dort mee jai chohk dee, übersetzt etwa “Kleiner Liebling”. Mit dem Überreichen der Pflanze soll eine ewige Verbindung zwischen dem Schenker und Beschenkten entstehen. Die Geschenke-Helden setzen dem die Krone auf und bieten Hoya kerrii sachgerecht und adrett im Moos-Bällchen als Herz-Kibonu1 an.

Solche Geschichte mag ich natürlich auch sehr gern, ein wenig Romantik schadet unserer Welt sicher nicht. Ein Aspekt bewegt allerdings den Gärtner in mir, das ist die Überlebenchance der kleinen Pflänzchen. Vor einigen Jahren bekamen wir irrtümlich ein ganzes Rudel dieser “Einblätter” geliefert – damals sogar noch handbemalt – und wussten uns nicht anders zu helfen, als auf Zuchwachs bei guter Pflege zu hoffen. Trügerisch, denn nur wenige Pflanzen überlebten und nur ein einziges Exemplar zeigte einen neuen Austrieb. Der Hintergrund ist simpel: das hochsukkulente Blatt speichert ausreichend Nährstoffe, um für einige Monate seine Form zu halten. Nur mit sehr viel Glück ist das Triebstück im Topf groß genug, dass dort noch ein “Auge” ist, das austreiben kann und aus dem sich dann eine neue, lebensfähige Pflanze mit Wurzeln und Ranken entwickeln kann. In den meisten Fällen wird es doch ein BMF2

Übrigens – ganz ähnliche Gedanken bewegte Alexandra gestern in ihrem Blog Cactus Practice – und die Frage wie es mit Menschen in unserem Leben ist, die uns Blumen schenken – oder eben auch nicht.
Ich gestehe: meine letzte Rose hab ich gemalt und heute hab ich Schokolade verschenkt. Ausnahmen – ich stehe trotzdem voll auf Blümchen verschenken. Ob ich ein einzelnes abgeschnippelte Blatt gut, oder kreativ finde? – da bin ich noch unschlüssig mit meiner Wertschätzung.3

Und wie seht Ihr das?
Überhaupt – darf man zum Valentinstag eigentlich einen Kaktus verschenken? Darüber hab ich mir ja noch gar keine Gedanken gemacht …


  1. ein Kibonu – habe ich gelernt ist wiederum eine japanische Tradition – ein Glücksbonsai. Allerdings ist eine Hoya weder ein Bonsai noch ein Kaktus wie häufig gemutmaßt wird []
  2. BioMüllFall []
  3. wenn gerade mal verfügbar – gibts bei uns nur Hoya kerrii als ganze Pflanze []
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Elkes Kaktusfieber und Kakteenbuchführung

Die Kakteenblogger mehren sich – wie schön!

Gestern abend bin ich über Elkes Kaktusfieber gestolpert. Sie ist sehr fleissig am bloggen – aktuell über das kalte Wetter, ihre ganz schön umfangreiche Aussaat und ihre Pläne in Sachen Kakteen für das aktuelle Jahr.

Ein Artikel aus dem vergangenen Jahr hat mich besonders neugierig gemacht: unter dem Titel Doppelte Buchführung schreibt Elke, wie sie die Informationen ihrer Pflanzen aufzeichnet – schriftlich und im Computer – dazu hätte ich ja gern noch ein Bild gesehen …

Das Thema Aufzeichnungen von Informationen zu meinen Pflanzen finde ich ohnehin sehr spannend.

Welche Informationen sind für euch wichtig und…

Wie haltet Ihr die für euch fest?

  • Zettel und Stift
  • Kladde oder Buch
  • spezielle Software (z. B. Kakteen für Windows), oder einfach
  • Excel-Tabelle
  • Computer im Büro / Wohnzimmer
  • Notebook oder Tablet
  • Smartphone
  • im Kopf

Ich bin gespannt auf Kommentare …


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Neues Jahr – 2012 hat begonnen

Neue Schlumbergera Fotos von Bjoern T. im Kakteen-Haage Shop zu entdeckenVolle Kanne reingerauscht in das neue Jahr und schon – oder noch bleibt so viel liegen.

Termine stapeln sich, Gespräche kommen zu kurz, aber das Jahr ist noch ganz jung und es gibt viel Zeit, viel zu bewegen.

Heute habe ich einen ganzen Sack neuer, schöner Schlumbergera-Fotos für unseren Shop hochgeladen – wirklich schicke Bilder, gestiftet von Bjoern T. aus F. … und vielleicht gibt es ja bald noch mehr davon.

 


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alle Pakete verschickt – Weihnachten kann kommen

Vorhin haben die letzten Mitarbeiter den Versand abgeschlossen, seit erscheinen der Herbstergänzungsliste haben wir in den letzten Wochen ganz schön unter Dampf gestanden.

Weihnachtskakteen einfliegen, Pflanzen zusammentragen, neues Saatgut aufbereiten, Interviews geben, Erdproben einpacken, Fragen beantworten, mit Kollegen treffen, Bücher besorgen, Pakete suchen, neue Pflanzen für 2012 vorbereiten, Erdpaletten einsortieren, mal schnell zwei neue Heizkessel installieren, Bäume fällen, alle KuaS-Kalender verkaufen, auf Weihnachtsempfängen sein, einmal Glühwein trinken.

Aber dank unserer fleissigen Mannschaft haben wir es geschafft, alle Aufträge rechtzeitig vor Weihnachten zu versenden, die uns bis zum 21.12. erreicht haben.

Falls Sie noch was vergessen haben: einen Versandtag haben wir in diesem Jahr noch: am 27.12. ist auch unsere Gärtnerei noch einmal von 8 bis 16 Uhr geöffnet und dann sind wir im neuen Jahr am 2. Januar wieder voll da.

Ich mache hier noch den Abgesang und wünsche allen Lesern eine schöne Weihnachtszeit, gesegnete Feiertage und einen wunderbaren Start ins neue Jahr 2012.

Ich freue mich jetzt auf zehn Tage an der Nordsee zum auftanken und bin ab dem 9.1.2012 wieder online.

Glück auf!


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Besuch vom Amt

Gestern war das Umweltamt da. Bisher dachte ich, der Umgang mit dem Finanzamt hätte das höchste Frustpotential, nun bin ich nicht mehr sicher.
Aber der Reihe nach:
Im September verlor eine Autofahrerin des nachtens die Kontrolle über Ihren kleinen Corsa, kam von der Straße ab und brachte zwei 6m hohe Fichten nebst Gartenzaun zu Fall. Die Ruinen sollten nun beim Zaunaufbau final gefällt und in 2 Jahren via Kamin noch sinnvoll genutzt werden.
Der Unfall war ärgerlich, weil die Bäume eigentlich schön waren, aber mehr war nicht zu sagen.

Eigentlich….
Vor einiger Zeit bekamen wir den Tip, dass es doch nicht so einfach ist. Die Stadt Erfurt hat eine Baumsatzung. Da will das Umweltamt mitreden.
Und das hat es nun getan.
Die Bäume wurden von Nachbar Wilfried vor ca. 20 Jahren aus Samen gezogen und sollten als Weihnachtbäume jedes Jahr Freude machen. Irgendwie ist die Sache aus dem Ruder gelaufen, es waren zu viele und die sind gewachsen.
Nach dem Unfall hatte es sich dann auch fast erübrigt, die letzten 2 verbleibenden ansehnliche Exemplare sollen dieses Jahr die Predigerkirche zu Weihnachten schmücken.
Damit die Predigerkirche die versprochenen Bäume bekommen kann, bedarf es in Erfurt einer Fällgenehmigung. Und 42,50 € Gebühr (mindestens), dann noch eine Nachpfanzung oder 125 € in die Stadtkasse. Weil die Bäume schon mehr als 30 cm Stammumfang haben ( nicht Durchmesser!) Für die Unfallbäume wäre dem Amt die Strafzahlung am liebsten. Zahlt ja eh die Versicherung, so der Kommentar – klasse Einstellung!

Dann ist da noch ein Nussbaum, der ggf. in ein paar Jahren an Altersschäche auseinanderbricht, den haben wir mit aufnehmen lassen haben. Bei den Gebühren und dem aroganten Umgang will ich die Brüder vom Amt so schnell nicht wieder auf dem Hof haben. Nun hat der Nussbaum 2,80m Umfang, da sind 3 kleine Bäume nachzupflanzen (für jeden angefangenen Meter)
Mein sonst aufgeschlossener Umgang mit dem Umweltschutz hat heute einen ordentlichen Knacks gekommen.
Den Einwand, das in den letzten 5 Jahren etliche Bäume auf dem Grundstück gepflanzt wurden, wurde abgeschmettert, die Nachpflanzung heisst Nachpfanzung, weil es erst nach dem Fällen geschiet. Der Umstand, dass man schon ein paar Jahre vor der Fällung Gedanken um die Gestaltung macht, ist im Gesetz nicht vorgesehen. Für den Nussbaum z.B. wurde ein Ginko gepflanzt, damit der Standort dann nicht so kahl ist.

Liebe Stadt, ich frage mich, was Ihr mit Eurer Baumsatzung erreichen wollt, ausser die Arbeitsplätze für ein paar Paragraphenreiter und die Strafzahlungen.
Ich für meinen Teil schaue nun sehr kritisch, ob die kleinen nachwachsenden Bäume wirklich groß werden sollen und so in Euern “Bestandsschutz” fallen oder ob es nicht in paar Büsche auch tun, auf den Ihr dann nicht die Hände habt.
Nach Eurer Theorie hat man ja irgendwann ein Waldgrundstück, wenn man für die großen Bäume immer viele kleine nachpflanzen muß – oder man zahlt halt…
Interessant waren auch die Reaktionen aller, mit denen ich bis jetzt meine Geschichte geteilt habe. Durch die Bank weg gab zwar Verständnis für die Bäume und dass gerade große, würdevolle Exemplare nicht einfach abgesägt werden können, aber im selben Atemzug auch Unverständnis oder eine eigene Geschichte mit dem schwierigen Umgang mit dem Umweltamt. Da war keiner, der das Vorgehen der Stadt gutheisst.

Irgendwie hab ich das Gefühl, dass ist nicht bis zu Ende gedacht…


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Gärtnern im Ausland

Als Gärtner auf Hawaii in Bananen machen – ist das nicht ein Traum.

Julia war im vergangenen Jahr dort und hat sich unter anderem um Bananen, Radiesschen, Erdnüsse, Zweitklässler, Gründüngung und Hühner als ‘Rasenmäher’ gekümmert. Hier ist ihr hawaiianisches Tagebuch.

Sehr beeindruckend fand ich den liebevoll geschriebenen Japan-Bericht von Katja.

Für engagierte Gärtner-Azubis gibt es immer wieder die Möglichkeit, einen Teil der Ausbildung, oder einen Zeitraum nach der Ausbildungszeit im Ausland zu Arbeiten. Ziele dafür gibt es auf der ganzen Welt. Von Kasachstan bis Canada, von Japan bis nach Chile, von Litauen bis nach Neuseeland. Mir ist leider noch kein konkreter Kakteen-Betrieb bekannt, den man auf diese Weise besuchen kann. Verschiedene Organisationen helfen bei der Vorbereitung und Koordination des Aufenthaltes, bei Bedarf für Sprach- und Vorbereitungskurse und sorgen vor Ort für Betreuung.  Oft gibt es sogar finanzielle Unterstützung.

Wir sind schon gespannt auf unseren Kaktusgärtner-Azubi für 2012 und hoffen auf engagierte Bewerber, die wir vielleicht auch auf Reisen schicken können.


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Wer ist buenekeri – der zweite Teil

Vor knapp zweieinhalb Jahren war ich in diesem Artikel unterwegs auf der Suche nach der Herkunft des Namens buenekeri – und dessen korrekter Schreibweise.

Gut Ding will Weile und will exakt ausgedrückt sein … eben bekomme ich einen Kommentar dazu vom freundlichen Botaniker Martin G.:

In Ihrem Blog konnte ich aus technischen Gründen nicht antworten. Daher auf diesem Weg:

www.theplantlist.org listet die gültigen Namen und deren korrekte Schreibweise.

Zu besagtem Discocactus ist dort zu finden:
“Discocactus buenekeri W.R.Abraham is a synonym of Discocactus zehntneri subsp. boomianus (Buining & Brederoo) N.P.Taylor & Zappi”

also:
- korrekte Schreibweise: Discocactus buenekeri
- korrekter Name: Discocactus zehntneri subsp. boomianus

Natürlich gibt es auch 2 ‘i’ am Namensende, wenn der ursprüngliche Name schon das erste ‘i’ enthielt, z. B. der Artname ‘menziesii’, der ‘Archibald Menzies’ ehrt.

Danke für diesen erhellenden Hinweis.

Opuntia bigelowiiDann werfe ich doch gleich mal eine neue Frage in die Runde:

theplantlist.org kennt ebenfalls Opuntia bigelovii Engelm.  (a synonym of Cylindropuntia bigelovii  (Engelm.) F.M.Knuth).

Nach meinem Wissen hieß der damalige Kollege von Dr. Engelmann nach dem die Pflanze benannt wurde: Prof. Dr. J. Bigelow – also mit einem ‘w’ am Ende. Wird das ‘w’ beim latinisieren zum ‘v’?


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Astrophytum auf der Startseite von Kakteen-Haage.de

Astrophytum Mutterpflanzen auf der Startseite von Kakteen-Haage

… mal fix noch die Startseite aktualisiert – jetzt finden sich die Astrophytum-Mutterpflanzen auch hier – und ein bisschen Hintergrundgeschichte zu den Pflanzen …

und der Server arbeitet auch wieder normal1

Und in der Gärtnerei wird momentan wieder fleissig gebaut – hinter den Kulissen – später mehr dazu.


  1. der hat in den letzten Tagen ein wenig unter der Last geächzt []
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In der Kaktus-Gärtnerei unterwegs

Heute war ich mal schnell mit der Kamera in der Gärtnerei und hab ein paar Fotos gemacht…

Fotos sind natürlich auch in höherer Auflösung verfügbar.

… und bei der Gelegenheit, hier gibt es eine Reihe älterer Fotos.


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