Thripsalarm!
Eben habe ich die aktuellen Warnhinweise vom amtlichen Pflanzenschutzdienst bekommen. Für gewöhnlich hat man dort mit Kakteen herzlich wenig am Hut. Diesmal gab es eine Information, die uns als Kakteengärtner ebenso betrifft, wie jeden Kakteensammler.
Im Moment entsteht ein enormer Befallsdruck durch Thrips.
Nach der Getreideernte sind die Thripse auf der Suche nach neuen Nahrungsgrundlagen und wandern in Gärten und Gewächshäuser. Häufig werden dann Pflanzen angestochen die danach unter den Folgeschäden und Sekundärinfektionen zu leiden haben. Galten die einheimischen Thripse noch als einfach zu bekämpfende Schädlinge, sieht es durch die eingeschleppten Thripse Frankliniella occidentalis und Thrips palmi (Kalifornischer oder Blütenthrips) etwas problematischer aus.
Primär und offensichtlich werden bei Kakteen die Blüten durch Stiche geschädigt, die große Gefahr ist nicht offensichtlich: die Übertragung von Viren und Krankheiten. Die Schäden zeigen sich erst deutlich später und sind nicht zu beheben.
Wir haben schon sehr lange gute Erfahrungen mit Neem machen können, nachdem andere wirksame Mittel wie Apollo nicht mehr verfügbar waren.
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