Ulrich Haage schrieb Donnerstag, 12. Februar 2009
· unter Alltägliches
… bin ich kurz zwischengelandet – auf Cindys Blogwiese, um genau zu sein.
Auch wenn auf der Wiese ganz ordentlich Schnee liegt, ist es gleich auf den ersten Blick ein schöner Ort, an dem ich mich heimisch fühlen kann.
Bodenhaftung inklusive.
Es gibt Dinge, die einfach einfach Freude machen, ohne das ich sagen könnte warum genau das so ist. Gute Freunde sind auch so.
Wenn ich das “Gute Freunde-Gefühl” wieder brauche, weiß ich, wo ich mal danach Ausschau halten kann.
Ein Detail ist mir natürlich nicht entgangen. Ich habe aber schon sichergestellt, der lustige graue Puschel ist ein Stück Wiese ohne Schnee – kein Hamatocactus, der würde nämlich so aussehen
Ulrich Haage schrieb Mittwoch, 11. Februar 2009
· unter Alltägliches
Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden.
Am 3. Februar haben die höchsten Richter im Lande das sogenannte Absatzfondsgesetz für verfassungswidrig und nichtig erklärt.
Sicher werden da einige kleine und auch größere Landwirtschaftsbetriebe jubilieren, schließlich musste jeder in den Absatzfond einzahlen, egal ob ein direkter “persönlicher Nutzen” daraus zu ziehen ist, oder nicht. So bleibt ein bisschen mehr Geld in der Kasse, wenigstens kurzfristig betrachtet. Nicht jeder Bauer, Bäcker, Fleischer oder Gärtner ist sich darüber im klaren, welche finalen Konsequenzen dieses Urteil nach sich ziehen wird.
Das aus für CMA und ZMP wird nur schleichend für die Branche zu spüren sein. Die CMA (Centrale Marketing Agentur), der Riese der für Butter, Friedhof, Milch, Gärtnermarkt, Pilze, Hofladen, Rindfleisch und ein Recht auf Blumen Werbung macht, wird in Kürze nicht mehr sein, wenn es nach dem Willen der Verfassungsrichter geht.
Auch wir haben jedes Jahr hübsch eingezahlt. Die Zahlung hat auch manchmal weh getan, denn ein Projekt für Kakteengärtner hat es nie gegeben. Aber das ist der Grundgedanke einer Solidargemeinschaft, nicht jeder der einzahlt kann auch davon partizipieren – obwohl ich sicher bin, auch unsere Zeit wäre gekommen, eine gute Idee zur richtigen Zeit – aber dazu muss es auch die CMA noch geben – für die Kakteengärtner ebenso wie die Straußenfarmer.
Auch für den Verbraucher werden künftig wichtige Informationen, oder einfach witzige Ideen ausfallen. So wird in Zukunft Alleine kochen doch wieder doof sein.
Ich weiß, sowohl der Zentralverband Gartenbau, der Bauernverband, aber auch die Politik daran arbeiten, eine zukunftstaugliche Lösung zu finden, an dem Urteil der Verfassungsrichter traut vermutlich keiner zu kratzen.
P. S. Noch während ich dies schreibe, geht die Webseite www.cma-marketing.de offline.
Ulrich Haage schrieb Mittwoch, 11. Februar 2009
· unter Alltägliches
Ein Bedingungsloses Grundeinkommen. Die Idee lässt mich nicht so richtig los. Es gibt viel zu lesen und zu studieren.
Die Front der Befürworter dessen ist sich nicht einig – so habe ich nebenbei bemerkt.
Verstehe ich nicht.
Ich bin eher geneigt, wenn ich einen Wechsel mit einer solchen sozialen Tragweite auf den Weg bringen möchte, mich mit anderen Interessenten zu einigen, auch wenn diese vielleicht nicht zu 100 % meine Idee verfolgen, aber doch wenigstens mit mir in eine Richtung streben.
Ein Verschwörungstheoretiker könnte ja gleich wieder argwöhnen: gezielte Desinformation, divide et impera. Wie die Beipackzettel von Medikamenten, die sorgen bei mir auch für mehr Verwirrung, denn nützliche Information. Das ist der Preis für unsere weichgespühlte Zeit. Wozu rebellieren?
Ich unterschreibe für ein Bedingungsloses Grundeinkommen, auch wenn man da schon Gefahr läuft, “linkspopulistische” Tendenzen unterstellt zu bekommen.
Es muss auch da einen Opportunismus zu den nicht opportunen zu geben.
Ulrich Haage schrieb Dienstag, 10. Februar 2009
· unter Alltägliches
Am Wochenende ist der Petitionsserver des Bundestages zusammengebrochen – offensichtlich ist das interesse an einer Petition erstmals so groß.
Auch ich habe drei Anläufe gebraucht, um meine virtuelle Unterschrift einbringen zu können.
Heute wäre die Zeichnungsfrist abgelaufen, wären da nicht die technischen Probleme gewesen – die sich manchmal doch als Segen erweisen können – nach einem offenen Brief an den Bundestagspräsidenten ist die Zeichnungsfrist nun um eine Woche verlängert worden – so berichtet gulli. Noch ein wenig Zeit, sich noch weiter in das Thema reinzudenken.
Aktueller Stand: 22.195 – und der Server ächzt immer noch unter der Last… 22.253 und steigend.
Ulrich Haage schrieb Samstag, 7. Februar 2009
· unter Alltägliches
Eine bedeutungsvolle Petition. Das bedingungslose Grundeinkommen für JEDEN.
Ich beschäftige mich mit dem Gedanken schon seit einiger Zeit, nachdem ich Dokumentation über den dm-Gründer Götz Werner gehört habe – denn dieser trägt den Gedanken schon weitaus länger in die Öffentlichkeit und hat sie in seinem Vortrag den es auch als Hörbuch gibt – beeindruckend verständlich erklärt.
Ich finde den Gedanken faszinierend, jeder könnte irgendwann die Möglichkeit haben, den Job zu machen, der im am besten gefällt. … werden dann alle Kakteengärtner?
doch zurück zur Petition:
Mittlerweile wurde sie von mehr als 7.500 Menschen befürwortet, und die Zahl steigt rasch. Zur Mitzeichnung muß man sich auf der Webseite des deutschen Bundestages registrieren und kann anschließend per Online-Signatur unterschreiben.
Ich denke, es lohnt sich, über dieses Thema nachzudenken und sich eine Meinung zu bilden. Noch bis zum 10. Februar ist die Mitzeichnung möglich.
Sollte die Petition bis dahin über 50 000 Zeichnungen erfahren haben – was durch einen Schneeball-Effekt durchaus möglich ist -, wird das Thema öffentlich diskutiert und bietet uns allen die Möglichkeit, uns mit neuen sozialen und gleichberechtigten Gesellschaftsmodellen auf der Grundlage ökologischer- und Eigenverantwortlichkeit auseinanderzusetzen.
Auch wenn ich kein Freund von Schneebällen bin – diesmal finde ich es richtig:
Bitte leitet diese Nachricht auch an Freunde und Bekannte weiter.
Noch mehr zu diesem Thema hierauf unternimm die Zukunft.de
Zwei der drei letzten noch verfügbaren Exemplare bei amazon habe ich jetzt schon gekauft, darum gibts den Link zu buch.de hier.
Ulrich Haage schrieb Montag, 2. Februar 2009
· unter Alltägliches
Das bisschen Schnee hatte es wirklich in sich und man ist hier nicht auf solches Wetter gefasst. Und natuerlich war auch erst mal die Regierung schuld am Uebel – meint wenigstens die Presse. In der Tat ist es erstaunlich, dass es moeglich ist, einen landesweiten “arbeitsfreien Tag” zu haben, weil Busse und Bahnen (!!) wegen des Schnee nicht fahren und der restliche Verkehr im Chaos versinkt. Logisch, Winterreifen gibt es fast so haeufig wie Streu/Raeumfahrzeuge – naemlich keine. Darum ist es eine weise Entscheidung, die Busse im Depot zu lassen, wenn so ein zwoelf Tonnen schwerer und 3,5 Meter hoher roter Routemaster ins rutschen kommt, ist alles zu spaet. Dass es zu diesem Chaos kommen konnte ist fuer mich Winterdienstverwoehnten Deutschen allerdings wunderlich. Ich war schon leicht irritiert, das vor drei Tagen in Deutschland morgens um sechs auf der A4 noch Schnee auf der Fahrbahn lag. Hier stellt man entsetzt nach einem Tag fest: 6,5 Millionen Menschen sind am Montag im ganzen Land nicht zu ihrer Arbeitsstelle gekommen, der geschaetzte Schaden geht in die Milliarden. Wer dann feststellt, das es weder schnell verfuegbare Vorraete von Streusand, noch von Streusalz gibt, hat den Schuldigen schnell ermittelt.1
Auch hier auf dem Gelaende hatte der Winter Auswirkungen. Gleich am fruehen Morgen rammte ein Transporter einen parkenden Jaguar – zur Sicherheit gleich zweimal.
“Jaguar. There are loads of it here”.
Schon speziell, diese Londoner.
warum allerdings die Bahn auch gleich nicht mehr faehrt, bleibt mir ein Raetsel – vielleicht war es einfach die Sympathie [↩]
Ulrich Haage schrieb Montag, 2. Februar 2009
· unter Alltägliches
Heute nacht um zwei.
Hm. Ich sollte den Wetterfroeschen doch manchmal glauben. Die Geranie vor dem Fenster ist nur noch ein Haeufchen Schnee. Der Temple Garden ist weiss. Andrea ist draussen unterwegs und schuettelt den Schnee von den Zedern, damit die Aeste nicht brechen. Der Morgen wird spannend sagt sie. London hat sonst keinen Schnee.
Ulrich Haage schrieb Sonntag, 1. Februar 2009
· unter Alltägliches
Heute frueh noch im tiefen Schnee aus Erfurt rausgewuehlt, mittags rekultivieren mit Fish & Chips auf der Liverpool Street und abends werden die roten Laternen aufgehaengt. Auf Trafalger-Square und Piccadilly-Circus gehts dann richtig rund. In China-Town wird gefeiert, Feuerwerk abgebrannt und die Drachen tanzen gelassen. Das Programm, was wir kennen – nur eben doch etwas mehr.
Mit uns zusammen ist der Chinesische Premierminister Weng nach London gekommen, er wird morgen frueh zusammen mit seinem britischen Kollegen ein PM-Talk haben, von dem zumindest die britische Politik und Wirtschaft sich wegweisendes fuer die naehere Zukunft erwarten.
New year – da kommen auch die chinesischen Tierzeichen wieder hoch. Das Jahr der Ratte geht zu Ende, das Jahr des Ochsen beginnt. Und wer faellt mir da gleich ins Auge? Mister President.
Barrack Obama ist ein Ochse – also von seiner Geburt her. Geboren am 4. August 611 als Leader – diese Eigenschaft wird den im Jahr des Ochsen geborenen zugesprochen. Sie arbeiten hart, sind ernst und tolerant, arbeiten methodisch und praktisch und gelten als konservativ. Sympathisch finde ich, dass Ochsen nicht daran glauben, schnell reich zu werden und es nicht moegen, Schulden zu haben.
Da ich selbst kein Ochse bin, ist mir die Berufstempfehlung Wurst: Chirurg, Offizier, Frisoer – oder eben Praesident. Die Empfehlung Kaktusgaertner konnte ich auch bei keinem Zeichen finden.
Und da ich verheiratet bin macht es auch keinen Sinn, nach einem Ochsen Ausschau zu halten, nach der chinesischen Astrologie wuerde es eh nicht zu mir passen
Die Nachrichten warnen ganz bedenklich vor verheerenden Schneefaellen… Die spinnen – die Briten, die drei Floeckchen die da heute abend fallen.