Archive for Januar, 2009

ein Heizungsexperiment

Mein Vater kann so verdammt trocken sein.

heizung winter 09 9961Wir haben Januar 2009. Es ist kalt, aber noch nicht ausreichend. Die Nachrichten melden: es wird erzkalt – Minus sechsundzwanzig Grad.

Beiläufig erzählt mein Vater: “ich hab übrigens die Heizung abgestellt.”

Wie jetzt. Heizung abgestellt?

“Ja, Haus 1 und 2 und das geht gut. Bislang sind wir nicht unter 5°C gekommen.”

Mir wird etwas anders. In den Häusern steht unser wertvoller Mutterpflanzenbestand, Pflanzen die mein Großvater als kleiner Junge schon in der Hand hatte. Damit spielt man doch nicht!

Dann dämmert mir, welches waghalsiges Experiment er da gerade probiert.

hier weiterlesen »

Technorati FavoritesShare

Comments (1) »

Kalte Nächte und heißer Alarm

Im Kakteenforum läuft derzeit eine (bis jetzt vierzehnseitige!) Dauerberichterstattung über Erlebnisse mit niedrigen Temperaturen. Auch wir machen damit so unsere Erfahrungen – jedes Jahr aufs Neue.

Heizung im Winter

Vor sechzig Jahren musste mein Großvater den gesamten Obstgarten und einen ganzen Holzschuppen verheizen, um die Gärtnerei vor dem Einfrieren zu bewahren, nach dem Krieg gab es einfach kein Brennmaterial mehr.

Eine Generation später – mein Vater war als staatlicher Leiter verantwortlich, war es die eingefrorene Braunkohle, oder volltrunkene Heizer im benachbarten Kraftwerk, die dafür sorgten, das unsere alten Gliederkessel noch einmal reaktiviert werden mussten. Silvesterparty beim Koks schippen – hat mich als Kind auf Jahre beeindruckt, das war besser als Feuerwerk. Erst heute verstehe ich, an welchem Abgund man in dem Moment steht.

Heute schlafe ich deutlich ruhiger. Zwei leistungsfähige Kesselsysteme, beide unabhängig mit unterschiedlichem Brennstoffen, ein großes Notstromaggregat und eine alarmgesicherte Überwachung. … Und ein Leitungssystem, das zwar betagt ist, die Weitsicht der Konstrukteure von damals beeindruckt noch heute die Heizungsbauer.

Heizkessel

Wäre da nicht die Sache mit dem Alarm. Da ist dann Schluß mit schlafen. Dabei erlebe ich immer was schlaftrunken bedeutet. Wach sein, aber weder wissen, wer oder wo man ist. Ich frage mich dann immer, wie das die anderen Menschen in unserer Umgebung wegstecken. Es ist verdammt laut und geht ins Ohr und den Magen. Und es ist nicht etwa in meinem Schlafzimmer, sondern draußen – für alle gut hörbar. Bisher hat aber noch niemand nach dem Geräusch gefragt bei dem man Ohrenbluten bekommt.

Gestern früh um halb zwei war es wieder so weit. Mein Ohr piepte, mechanisch tappte ich durch den Schnee. Vorlauftemperatur zu niedrig 53°C. Logisch, da ist es in einer Gruppe zu kalt geworden, das der Rechner Wärme anfordert. Dann bricht mal kurz die Netztemperatur ein. Der zugeschaltete zweite Kessel löst das Problem in wenigen Minuten. – Hmmm, weiterschlafen.

Heute Nacht waren wir schneller, ab 23.30 Uhr läuft der zweite Kessel auf Reserve mit – kein Ohrbluten.

Weh tuts mir dennoch, wenn ich den Strudel im Öltank vor Augen habe und das Geld, das so durch die Leitung marschiert. Aber da arbeitet mein Vater gerade an einem nahezu unglaublichen Heizungsexperiment. Dazu schreibe ich in kürze mehr…

Allen Kakteenfreunden und Gärtnerkollegen wünsche ich alsbald wieder mildere Temperaturen – und eine ruhige Nacht.

Technorati FavoritesShare

kommentieren »

Kalt erwischt…

Das Jahr beginnt ungemütlich. – Dennoch liebe Leser: Alles Gute für 2009!

Über die Feiertage habe ich mir spontan eine Computerabstinenz verordnet und Zeit mit meiner Familie verbracht, gekocht, gespielt, gelesen, schneegewandert, Weihnachtsbaum und Weihnachsmarkt angeschaut. Halt Sachen die gut zum auftanken sind.

Auch einige Ideen für’s bloggen haben mich überfallen, doch dazu später mal.

Es kam dann etwas anders als geplant, unser Server hat sich meine Ignoranz ein wenig zu Herzen genommen und hat gewissermaßen den Dienst verweigert. Feiertage mit Herzklopfen in der Werkstatt: läuft der rechtzeitig wieder rund?

Er lief. Dank der unermüdlichen Mühen der Werkstatt unseres Vertrauens. :-P

Danach ist alles Herzklopfen vergessen, denn statt dessen ist da ein großer Berg aufgestauter Arbeit. Aufträge (ja! Danke!), unzählige Anfragen, Problemchen und Probleme, liebe Weihnachtsgrüße (noch immer), Jahresplanungen – ja, und dann gibt es auch einiges zu koordinieren in so einem neuen Jahr.

Heute bin ich einfach mal dankbar, das es bei uns keine Engpässe bei der Gaslieferung gibt. Käme nicht gut bei den Temperaturen…

Ich wünsche allen Lesern einen warmen Heizkörper – wie warm mag es wohl in La Paz derzeit sein? Hier sind es -9° C

Technorati FavoritesShare

kommentieren »

Neujahrszelttour in Region Tupiza

Bin 3 Tage allein hoch zur Pampa Mochara gefahren auf ca. 3500m NN und bin dann aber nach Westen in das fuer mich noch unbekannte Gebiet in Richtung der Laguna, welche ich 2007 schon vom Cerro Tolonias gesehen hatte.

An der Straße

Mit 20 kg Gepaeck in 3500m  geht es sich nicht allzu leicht, zumal ich noch etliche steile Taeler zu queren hatte und auch Gewitter drohte. Jedoch die vielen Kakteen auf dem Wege (Trichocereus tarijensis; Parodia maassii; Opuntia sulphurea, zwei verschiedene Cumulopuntia; Oreocereus maximus, Mediolobivia; Lobivia ferox… lenkten ab und auch das Wetter war gnaedig.
Erste Nacht an der Laguna – frueh wecken mich die Flamingos.
Neue, fuer mich unbekannte Geophyten im Fels wachsend gefunden (WER KENNT SICH HIER AUS? u.a. Bild 367 – FR beschreibt dort nur Neowerdermannia – ist es sicher aber nicht…) – frueh 4 grd – mittags 50 grd in der Sonne.

Zweite Nacht auf fast 3700m NN – Sonnenaufgang am anderen Tag sehr lohnend, da bessere Fernsicht
abends Sturm – musste mein Zelt auf Felsboden aufschlagen und da kann es heikel werden, doch in der Nacht wurde es ruhiger. Frueh klar und 4 grd frisch – mittags 35 grd im Schatten. Zum Ende der Tour im Hotel Mitru in Tupiza dann endlich ein Bad im Pool…
Von den fast 500 Bildern der lohnenden schoenen Tour paar erste Bilder….

hasta pronto
Steffen

Technorati FavoritesShare

kommentieren »